Demi-pair in Neuseeland: Jule im Land der Kiwis

Demi-pair in Neuseeland: Jule im Land der Kiwis

Jule aus Niedersachsen lebt seit knapp drei Monaten als Demi-pair in Neuseeland und ihr gefällt es so gut, dass sie gar nicht mehr weg will. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie den Start in ihr neues Leben am anderen Ende der Welt, der besser nicht hätte laufen können. Außerdem verrät die 18-Jährige uns, was für sie das Besondere an einem Demi-pair-Aufenthalt ist und, wie sie die Erlebnisse von ihrer ersten Zeit auf der Nordinsel wahrgenommen hat.

Neuseeland ist so viel mehr als nur ein »Land am Ende der Welt«.

Der perfekte Start ins Demi-pair

Am Tag meiner Ankunft bin ich nach einem ziemlich anstrengenden, langen Flug in Auckland gelandet. Während des Fluges konnte ich noch gar nicht realisieren, dass ich in dem Moment wirklich auf dem Weg ans andere Ende der Welt war. Alles kam mir unglaublich unwirklich vor und ich habe mich gefühlt, wie in einem Traum, aus dem ich gleich aufwachen würde. Aber nein, es war die Realität! Ich war nun wirklich in Neuseeland angekommen. Das Ziel, das immer so weit weg schien.

Auckland SkylineMeine Gastmutter Irina und ihre Tochter Maya (1 Jahr alt) haben mich gemeinsam vom Flughafen abgeholt und mich gleich in ihre Arme geschlossen. Es war ein wahnsinnig tolles Gefühl, endlich in dem Land angekommen zu sein, wo ich schon immer einmal hin wollte.

Die ersten Tage bei meiner Gastfamilie hätte ich mir schöner nicht vorstellen können. Obwohl es zu Beginn echt komisch war, bei einer fremden Familie zu wohnen, habe ich mich gleich zuhause und sehr wohl gefühlt. Schon am ersten Wochenende haben wir etwas unternommen, viel gelacht und über Deutschland und Neuseeland geredet.

Autofahren in Neuseeland

Schon bald durfte ich das erste Mal Auto fahren – natürlich auf der linken Spur. Diesbezüglich war ich ziemlich nervös und hatte auch ein bisschen Angst, etwas falsch zu machen. Vor meiner Reise hatte ich mir schon diverse YouTube-Videos angeschaut, wie man auf der »anderen Seite« fährt, wie das in Neuseeland mit der Regel »Rechts-Vor-Links« funktioniert (Ist es dann Links-vor-Rechts?!) und, wie und wann man genau in so einen Kreisverkehr fährt, weil ja alles irgendwie… andersrum ist.

Mein Resultat heute: Auf der anderen Seite zu fahren ist gar kein Problem. Rechts-vor-Links oder Links-vor-Rechts gibt es hier nicht und in den Kreisel fährt man einfach im Uhrzeigersinn. Mittlerweile ist es echt normal geworden, so zu fahren. Ich werde allerdings zuhause in Deutschland definitiv Probleme haben, mich wieder an das Schalten zu gewöhnen, soviel sei gesagt.

Meine Sprachschule in Auckland

Ich kann den Besuch einer Sprachschule in Neuseeland wirklich jedem empfehlen. Durch meine Sprachschule habe ich viele neue Freunde gewonnen. Ich belege einen dreimonatigen Power-Englisch-Kurs und kann mich wirklich nicht beklagen. Man kann es mit einer »normalen« Schule gar nicht vergleichen, denn man lernt in kürzester Zeit einfach unglaublich viel.

Die Unterrichtseinheiten bestehen nicht nur aus öder Grammatik, sondern auch aus wirklich hilfreichen Dingen. Zum Beispiel, wie man eine natürliche Konversation hält oder wie man Sätze richtig betont, damit man sich wie ein »Native Speaker« anhört. Wir lernen aber auch, wie man formale E-Mails oder Essays formuliert. Generell sprechen wir sehr viel über viele verschiedene Dinge, sodass wir uns mittlerweile alle super flüssig auf Englisch unterhalten können. Klar verstecken sich immer noch einige Fehler, aber daran wird ja auch gearbeitet.

Freizeitaktivitäten

Am Wochenende unternehme ich so gut wie immer etwas. An meinem ersten spektakulären Wochenende hat es meine Freunde und mich nach Matamata geführt. Dort haben wir das »Hobbiton Movie Set« besichtigt. Es war der absolute Wahnsinn und eine tolle Erinnerung, die ich nie vergessen werde.

Demi-pair Jule bei den HobbitsWir mussten ungefähr 2,5 Stunden fahren, aber das war kein Problem für uns. Die Fahrt bestand aus guter Musik und witzigen Gesprächen. Es hat sich so angefühlt, wie ein richtiger Roadtrip, den man sonst nur aus irgendwelchen Filmen kennt. Es war wirklich super! Das Set an sich ist auch empfehlenswert. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt nach Matamata fahren.

Man kann hier in Neuseeland super viel erleben. Jeder Ort hat etwas Einzigartiges, was einen einfach nur verzaubert. Das Interessante ist auch, dass man in der Stadt sein kann und 30 Minuten später im tiefsten Dschungel oder auf einer der naturbelassenen Inseln. Es gibt so viele versteckte Orte, wundervolle Strände und die Menschen hier sind einfach nur absolut nett und offen.

Die freundlichen Neuseeländer

Als ich das erste Mal einkaufen war, fragte mich die Kassiererin wie es mir geht, wie mein Tag so sei und was ich noch so vorhabe. Das war total ungewohnt für mich, da ich es aus Deutschland nur kenne, dass man höchstens »Hallo, Danke & schönen Tag« sagt. Aber das ist auch nur eine Situation von vielen.

Man lernt unglaublich schnell neue Leute kennen, alle sind extrem freundlich und besonders hilfsbereit. Bis auf die Autofahrer… Hup-Konzerte finden hier schon fast täglich statt. Allein wenn man bei einer gelben Ampel abbremst, (was man ja im Idealfall machen sollte) hauen einige Autofahrer ziemlich oft rhythmisch auf die Hupe. Aber darüber mache ich mir mittlerweile keine Gedanken mehr. :-)

Neuseeland ist einfach toll. Wer die Möglichkeit hat, hier zu reisen, sollte dies auf jeden Fall machen. Zum Schluss noch ein kleiner Tipp von mir: In deinem Koffer oder Backpack sollten auf keinen Fall gute Wanderschuhe und eine Regenjacke fehlen. Man erkennt hier die Deutschen übrigens ziemlich schnell anhand ihrer bunten Regenjacken. Das ist wirklich immer sehr witzig!

Liebe Grüße,
Eure Jule

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