Foto-Datensicherung auf Reisen

Foto-Datensicherung auf Reisen

Digitalkameras haben das Reiseverhalten heutzutage enorm verändert. Kaum jemand möchte noch auf visuelle Erinnerungen verzichten. Der Nebeneffekt ist, dass dabei gewaltige Datenmengen entstehen können, die irgendwie gespeichert und gesichert werden müssen. Was kann man also tun, um weiter hemmungslos auf den Auslöser drücken zu können?

Für Kurzurlauber, die ein paar Schnappschüsse produzieren, stellt sich die Frage nach den Datenmengen noch nicht. Die heutigen Speicherkarten reichen für die meisten völlig aus und im schlimmsten Fall holt man sich noch eine zweite dazu. Reisende allerdings, die mehrere Wochen oder Monate unterwegs sind, kommen schnell in die Bredouille, was das Speicherproblem angeht.

Es gibt wahrscheinlich keine Ideallösung, die jeden Reisenden glücklich machen wird. Dafür sind die Ansprüche des Einzelnen zu unterschiedlich. Der Eine möchte eine reine Sicherung seiner Daten gewährleistet haben, während der Andere seine Bilder schon auf der Reise anschauen und mit anderen teilen möchte. Somit ergeben sich vielfache Möglichkeiten, für die wir im Folgenden einige Lösungen vorstellen:

DVDs / USB-Sticks / Externe Festplatten

Verbindungskabel einer externen Festplatte

Diese Medien sind reine Speichermedien, die allesamt mit einem Besuch in einem Internetcafe oder einem Fotofachgeschäft verbunden sind. Sie eignen sich bestens um Bilder und andere Daten bis zur Rückkehr aufzubewahren und die Speicherkarte in der Kamera für weitere Fotos wieder frei zu machen.

Selbst externe Festplatten mit mehreren Terabyte Speicherplatz kommen heute ohne zusätzliche Stromzufuhr aus und sind klein und handlich. Die anfälligsten Varianten sind wahrscheinlich die DVD sowie externe Festplatten, die durch Stöße, aber auch Hitze schnell ihren Geist aufgeben können.

Portable Storage Devices

Portable Storage Devices sind Geräte mit internen Festplatten oder CD/DVD-Brenner mit Kartenleser und internem Akku die ohne Computer Daten von Speicherkarten kopieren können. Diese Geräte haben den Vorteil, dass man sich den Besuch in ein Internetcafe sparen kann. Einige dieser Geräte haben auch kleine Bildschirme, über die man sich die Bilder anschauen und eine entsprechende Auswahl schon während der Reise treffen kann.

Netbooks, Laptops und Tablets

Ein Laptop ist wahrscheinlich die unhandlichste Option Fotos und Videos zu speichern, bietet einem dafür aber die meisten Möglichkeiten. Eine andere Variante ist das Netbook, welches eine kleinere und eingeschränktere Variante des Laptops darstellt, aber den meisten Ansprüchen auf Reisen vollkommen genügt. Am handlichsten ist das Tablet bzw. iPad, welches allerdings meist über keinen UBS-Anschluss verfügt und somit für die Verbindung mit der Kamera ein zusätzlicher Adapter benötigt wird. Fotos können gespeichert, bearbeitet und bei einer vorhandenen Internetverbindung bequem versendet oder direkt online gestellt werden.

Fotos werden von iPhone oder USB-Stick auf einen Laptop überspieltDer Nachteil bei den mobilen Massenspeichern und einem Netbook ist die begrenzte Akkulaufzeit bzw. Größe und Gewicht. Nach einigen Stunden ist man auf eine Steckdose angewiesen, was sich allerdings nur in den seltensten Fällen als wirkliches Problem darstellt. Größe und Gewicht sind meistens die Argumente, die den Reisenden dazu bewegen nach Alternativen zu suchen.

Webspeicher/Clouds

Im Gegenteil zu der Datenspeicherung auf Festplatten oder UBS-Sticks, werden hier die Dateien nicht auf physisch vorhandenen Speichermedien abgelegt, sondern im Internet – in einer sogenannten Cloud. Je nachdem in welcher Region du unterwegs bist, hast du in zahlreichen Hostels oder Cafés Zugang zu kostenlosem W-Lan und kannst hier deine Fotos bei dem Dienst deiner Wahl hochladen. Die Daten liegen dann auf dem Server des jeweiligen Dienstleisters und du hast die Möglichkeit von überall auf deine Daten zuzugreifen. Der bekannteste Anbieter nennt sich Dropbox, hier gibt es 2 GB Speicherplatz gratis. Im Telekom Mediencenter bekommst du 25 GB und bei Google Photos gibt es seit Mai 2015 gar keine Begrenzung.

Was ist nun das Richtige für dich?

Wie man sieht, gibt es einige Möglichkeiten, um eine unbegrenzte Anzahl von Erinnerungen mit nach Hause zu bringen. Wichtig bei der Auswahl ist die richtige Einschätzung der eigenen Ansprüche. Dabei muss man sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Wie lange bin ich unterwegs?
  • Wie viele Fotos mache ich? Wie viele Daten produziere ich?
  • Habe ich regelmäßig die Möglichkeit ein Internetcafé aufzusuchen?
  • Möchte ich meine Fotos bereits unterwegs bearbeiten und teilen?

Frau fotografiert Kulisse mit ihrem iPhoneAber nicht nur begrenzter Speicherplatz macht auf einer Reise Sorgen. Auch heile überstehen müssen die ganzen Daten die Reise. Diebstahl oder Schäden durch Witterungseinflüsse können immer eine Ursache für den Verlust von Daten sein. Deswegen sollte immer frühzeitig eine Sicherheitskopie gemacht werden, die man bestenfalls getrennt aufbewahrt.

Tipp: Alle oben genannten Geräte sind elektronische Geräte, die — warum auch immer — ihren Geist aufgeben können. Sei es ein Virus, ein Wasserschaden oder ein mechanisches Problem. Für die meisten würde in diesem Moment eine Welt zusammen brechen. Aber bei einem Wasserschaden z.B. sind die Daten nicht unbedingt sofort verloren. Wichtig in einem solchen Fall ist, dass man das jeweilige Gerät nicht mehr an Strom anschließt oder versucht anzuschalten. Schnellstmöglich einen Fachmann aufsuchen, der das Gerät mit speziellen Mitteln trocknet und eventuelle Funktionsstörungen behebt.

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