Das etwas andere London: 8 Geheimtipps für Wiederholungstäter

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Die ehemalige Stepin-Teilnehmerin Malina jettet gerne um die Welt, saugt alles in sich auf und macht mit ihren Berichten Lust, sofort selbst die Koffer zu packen. Oft ist es an ganz bestimmten Orten so unglaublich toll, dass man einfach nochmal wiederkommen muss. Oder es gibt einfach so viel zu sehen, dass man beim ersten Mal gar nicht alles schaffen kann. Der Blickwinkel ändert sich, man nimmt Dinge anders wahr. Genau so erging es Malina bei ihrem letzten Trip nach London, weshalb sie diesmal abseits der üblichen Touristenpfade wandelte und ganz neue Facetten der britischen Hauptstadt entdeckte.

London mal anders

Eine Stadt voller Kultur, toller Gastronomie, wundervoller Architektur, die charmant zwischen klassisch-britischem Charme und Weltstadt-Attitüde balanciert. Ich komme kaum zurecht mit der Masse des Angebots. Also tauche ich am liebsten langsam in die neue Stadt ein und schaue, was mir so über den Weg läuft. Ich bin einen Großteil der Zeit zu Fuß unterwegs, da das Schlendern vorbei an britischen Bauten ein Highlight für sich ist. Im Endeffekt wandere ich aber am liebsten abseits der Touristenpfade. Nach mehrmaligen Besuchen in London habe ich die bekannteren Attraktionen bereits gesehen. So stellt sich für mich natürlich auch hier irgendwann die Frage, was nun?

Ich will nicht noch einmal die typischen Sehenswürdigkeiten wie Big Ben, London Bridge und Covent Garden abgrasen. In netten Cafés, Pubs, Gärten und Galerien lässt sich zwar auch die Zeit vertreiben, aber ich will etwas Besonderes. Ich sehne mich nach all den anderen Facetten und Gesichtern Londons. Für alle, denen es ähnlich geht, habe ich meine Geheimtipps für das etwas andere London zusammengetragen.

1. Saint Dunstan in the East

(Underground: Monument oder Tower Hill)
St Dunstan in the East, St Dunstan’s Hill, London, EC3R 5DD

Keine Frage, in London wimmelt es nur so von Kirchen und Gärten. Ein absolutes Juwel ist jedoch »Saint Dunstan in the East«. Mitten in der Stadt, versteckt vor dem Trubel Londons, steht eine Kirchenruine, deren idyllischer Garten zum Rasten einlädt.

London Geheimtipps: Saint Dunstan in the EastIch spaziere gern durchs Zentrum und lasse die Lebendigkeit der Stadt auf mich wirken. Manchmal überkommt mich jedoch das Verlangen nach einer kurzen Pause, weit weg von jeglicher Hektik und ich finde weder in den Londoner Parks, noch in einem Café meine Ruhe. Ganz zufällig bin ich auf Saint Dunstan in the East gestoßen. Zwischen London Bridge und Tower Bridge gelegen, versteckt zwischen Bürobauten, befindet sich diese Oase. Mit meiner frisch gekauften Salatbox vom Tesco (britische Supermarktkette) nebenan, setze ich mich in den einladenden Garten.

Es scheint fast wie ein eigenes Universum, in dem man sich kurz erlauben darf, die Stadt hinter sich zu lassen. Altes, verfallenes Gemäuer im gotischen Baustil umschließt die Grünfläche. Eine Vielzahl von Pflanzen umrankt die Überreste von Bögen, Säulen und Türmchen. Die Stadt kümmert sich um die Pflege der Fauna in Saint Dunstan. Inmitten dieses fast okkult aussehenden Wunderwerkes genieße ich zufrieden meine Mittagspause und vergesse jeglichen Alltagsstress. Saint Dunstan in the East wurde um 1100 erbaut und nach mehrmaligen Bränden und Kriegsschäden immer wieder erneuert und erweitert.

In der Umgebung:

Saint Dunstan in the East ist gerade mal einen zehnminütigen Fußmarsch von der Tower Bridge, sowie der London Bridge entfernt. Ich gehe besonders gern eine Runde über die beiden Brücken und besuche dabei den Tower of London, den köstlichen Borough Market und das London Monument.

2. Battersea Flowerstation

(U: Clapham Junction)
16 Winders Road, London, SW11 3HE, Eingang: 318 Battersea Park Road

Battersea Flower Station ist ein Gartenzentrum, welches im Jahr 2012 mit viel Herzblut  eröffnet wurde.

London Geheimtipps: Battersea FlowerstationEine Gruppe Londoner Steuerberater und Büroangestellte haben hierfür ihren Job an den Nagel gehängt und sich ihren Traum von Idylle verwirklicht. Neben Beratung und dem Verkauf von Pflanzen und Gartenzubehör, wird auch eine Auswahl an lokalen Gütern verkauft. Die Bandbreite reicht hier von selbstgemachter Marmelade bis hin zu Kunsthandwerk.

Ein wahrer Blickfang! Die schier unendliche Pflanzenvielfalt und die liebevolle Gestaltung des Areals verleiht der Flower Station einen ganz besonderen Charme. Egal ob Pflanzenliebhaber, Fotofreund oder Ruhesuchender – die Battersea Flower Station verzaubert. Der Eintritt ist frei.

London Geheimtipps: Das »Il Molino« CaféDie Flower Station liegt zwar nicht gerade »auf dem Weg«, Battersea selbst ist allerdings schon einen kleinen Ausflug wert. Hier befinden sich auch einige nette Cafès. Ich zum Beispiel habe das süße »Il Molino«, nahe der Flower Station für mich entdeckt.

In der Umgebung:

Das Battersea Viertel, dessen Boden einst Ackerland gewesen ist, zieht mich mit seinen zahlreichen Antiquitätengeschäften in seinen Bann und erinnert mit zeitlosen Fundstücken an vergangene Zeiten. Parks, zu schicken Lofts umgebaute Fabrikgebäude, Pubs und Restaurants strotzen vor neuer Kraft. Auch einige Boutiquen und Galerien schlagen neue Wurzeln in den frisch renovierten postindustriellen Räumlichkeiten. Am Wochenende finden hier diverse Märkte statt und ich stolpere immer wieder über neue charmante Stände. Auch das italienische Restaurant »Bunga Bunga« mit Berlusconi-Theme befindet sich im Battersea Viertel.

3. Highgate Cemetery

(U: Archway)
Highgate Cemetery, Swain’s Lane, London N6 6PJ

Raus aus der Innenstadt um Karl Marx einen Besuch abzustatten. Tatsächlich lockt mich der Friedhof aber weniger wegen seiner berühmten Belegschaft, sondern eher wegen der außergewöhnlichen Architektur.

London Geheimtipps: Highgate CemeteryNeben der Kapelle, seiner ägyptischen Architektur, Mausoleen und Gärten, faszinieren mich vor allem die Katakomben, welche sich auf dem Westteil des Friedhofs befinden und nur mit Führung zugänglich sind.

Eine Führung kostet zwölf Pfund, die beinhaltet aber auch schon den Ostteil des Friedhofs. Den Ostteil alleine kann man für vier Pfund besichtigen, man sieht allerdings auch weniger architektonische Besonderheiten.

In der Umgebung:

Ein Besuch des Friedhofs lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch den »Waterlow Park« verbinden, der von der Tube-Station aus gut zu Fuß erreichbar ist. Der weitläufige Park ist ein angenehmer Ort der Ruhe. Mit kleinen Teichanlagen und vielen Bänken lädt er zu einer kleinen Rast ein. Bevor ich die Tour über den Friedhof starte, sitze ich eine Weile dort und beobachte die ruhesuchenden Londoner, die mit ihren Kindern, Hunden und Familien durch den Park tollen.

4. BAPS Shri Swaminarayan Mandir

(U: Stonebridge Park, Harlesden, Neasden, Wembley Park)
105-119 Brentfield Road, Neasden, London NW10 8LD

Der größte indische Tempel außerhalb Londons heißt es. Wirklich interessant, wenn man bedenkt, dass 6,6% der Bevölkerung gebürtig aus dem indischen Subkontinent stammt. Der Besuch in diesem Tempel, der etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt, ist sehr informativ und meditativ. Ich habe es genossen, einen halben Tag in den besinnlichen Hallen des Tempels zu verweilen und mein Wissen über die indische Kultur und Religion zu erweitern. Raus aus London direkt nach Indien.

5. Davenports Magic

(U: Charing Cross oder Embankment)
Davenports Magic, 7 Charing Cross Underground Arcade, The Strand, London WC2N 4HZ

Ein magisches Erlebnis mit jeder Menge Tricks! In diesem Geschäft stapelt sich Zaubereizubehör. Wie ein kleines Kind stöbere ich durch das Angebot und lasse mir vom Verkäufer alles genau erklären. Würde ich es noch genauer wissen wollen, könne ich ja einen seiner dreitätigen Zauberworkshops besuchen, meint er.

In der Umgebung:

Das Geschäft liegt mitten in der Stadt, nahe der National Gallery. Diese ist auch einen Besuch wert und kostet keinen Eintritt. Ich spaziere von dort aus an der Downing Street N10, dem Premierminister und dem Big Ben vorbei.

6. Secret Cinema

www.secretcinema.org

Tickets werden sozusagen ohne jegliche Zusatzinfo gekauft. Nach und nach folgen kryptische Instruktionen. Secret Cinema ist Kino erleben. Erst wenn man den geheimen Ort des Happenings entdeckt hat, wird einem klar auf welche Art von Erfahrung und auf welchen Film man sich eingelassen hat. Location, Outfits, Sprache – man taucht ein in die Welt eines Films und muss herausfinden, welcher es ist. Umgeben von Schauspielern, äußerst glaubwürdigen Kulissen und bestechend echter Ausstattung ist Durchhaltevermögen gefragt. Plötzlich wird man von jungen Soldaten angeschrien man solle beim Kommunikationszentrum Bericht erstatten und wandert in gruseligen Lagerhallen umher.

Der Film selbst wird schließlich auch noch gezeigt. Die Qualität des Screenings war hoch. Vier Leinwände. Zwei davon zeigen die Haupthandlung, zwei weitere Zusatz-Footage. Ein unglaublicher Spaß. Man darf aber auch nicht zu zart besaitet sein. Ganz sicher kann man sich schließlich nie sein, was noch so kommt…

Die Preise für ein Ticket können leicht um die 70 Pfund kreisen. Von uns wurde vor Ort sogar noch mehr für Kostüme verlangt. Ich hatte das Glück, zu diesem Event eingeladen zu werden. Dieses Erlebnis ist doch mit einem tiefen Griff in die Geldbörse verbunden, aber wahrlich einzigartig.

7. Amphitheatre London

(U: St Pauls)
Guildhall Art Gallery, off Gresham Street, London EC2V 5AE

Die Stadt London war während eines Großteils seiner Geschichte unter römischer Führung.

Amphitheatre LondonDie Römer erschufen Londinum und bauten angeblich innerhalb von dreißig Jahren ein Amphitheater, welches zu Beginn des zweiten Jahrhunderts nochmal erneuert wurde.

Die Überbleibsel wurden während der Renovierung der Guildhall Art Gallery entdeckt. Diese Ausgrabungen bieten einen tollen Einblick in die römische Zeit des brutalen Theaters. Tierkämpfe und Hinrichtungen fanden hier statt. Lichtinstallationen und ausführliche Beschilderungen berichten darüber.

8. Chislehurst Caves

www.chislehurst-caves.co.uk

Man munkelt, das Höhlensystem wurde von Druiden, Sachsen und Römern erschaffen und erweitert. Die Gesamtlänge des unterirdischen Abbaus beträgt angeblich 35 Kilometer. Chislehurst hat eine aufregende Geschichte hinter sich. Ein Bergwerk wurde schon 1250 urkundlich erwähnt und bis 1830 betrieben. Während des ersten Weltkrieges diente es als Munitionsbunker, während des zweiten Weltkrieges als Luftschutzkeller. In den 60er-Jahren wurde es zu einer Konzerthalle und beherbergte unter anderem die Rolling Stones, David Bowie und Pink Floyd.

Die Höhlen liegen in Kent, eine einstündige Zugfahrt von Londons entfernt. Dort bekommt man eine informative 45-Minuten-Führung. Der Eintritt beträgt sechs Pfund. Nett ist es auch, auf dem Weg die etwas ländlichere Umgebung von London mit den großen Backsteinvillen zu sehen.

Egal wohin es dich in England verschlägt, an London führt kein Weg vorbei. Und das ist auch gut so, denn was die britische Hauptstadt alles zu bieten hat, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Vielleicht hast du jetzt Lust bekommen, dich vor oder nach deinem Auslandsaufenthalt in England selbst mal abseits der üblichen Touristenpfade in London zu bewegen. Mal nach links und rechts schauen. Bessere Stories als deine Freunde zu erzählen haben. London lohnt sich!

Hier gibt’s alle Tipps von Malinas London-Trip:

Malina in London #1:
Top 10 der ausgefallensten Gastro-Tipps für London
Malina in London #2:
Das etwas andere London: 8 Geheimtipps für Wiederholungstäter
Malina in London #3:
Sparen in London: Big City Life on a Budget!

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