Ich heiße Emma, bin 16 Jahre alt, komme aus Hamburg und war mit dem Classic-Programm 2019/2020 für 8 Monate in Oklahoma, USA. An meiner High School war ich in der 11. Klasse. Eigentlich sollte ich 10 Monate bleiben, auf Grund der Corona-Pandemie habe ich mein Auslandsjahr in den USA dann aber zwei Monate früher beenden müssen. Ich hatte trotzdem die beste Zeit meines Lebens und habe definitiv meinen eigenen American Dream gelebt. 

A Dream Comes True 

Ich kann mich noch daran erinnern als meine Mutter eines Tages mit einem Flyer nach Hause kam, für eine Reise nach New York, die man bei ihr auf der Arbeit gewinnen konnte. Damals war ich 8 Jahre alt und seitdem bin ich total fasziniert von New York und allgemein von den USA. Mit 15 haben meine Eltern mir meinen größten Traum dann erfüllen können – ein Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika zu leben.  

Von New York nach Oklahoma 

Das aufregendste Abenteuer meines Lebens begann am 05.08.2019 mit der New York-Orientation. New York ist viel größer und überwältigender als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Außerdem habe ich Freunde gefunden, die ich auch anderthalb Jahre später noch zu meinen besten Freunde zähle.

Bei derOrientation in New York habe ich sehr gute Freunde gefunden.

Danach ging es für mich nach Vinita, Oklahoma, eine Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. Vinita hat ungefähr 6.000 Einwohner, meine High School hatte 420 Schüler. Am Anfang war ich zwar etwas enttäuscht, dass ich nicht in eine größere Stadt gekommen bin, doch am Ende war Vinita genau das richtige für mich und ich habe dort definitiv ein zweites Zuhause gefunden. Dadurch habe ich gelernt, dass man sich auch auf neue Sachen einlassen muss und allem wenigsten eine Chance geben sollte.  

Meine zwei Gastfamilien 

Ich habe während meines Auslandsjahres einmal die Gastfamilie gewechselt. Meine erste Gastfamilie bestand aus meinen beiden Gasteltern, meinem 22-jährigen Gastbruder (der noch zu Hause gelebt hat), meiner 28-jährigen Gastschwester und unseren zwei Katzen. Irgendwie hat es bei uns von Anfang an nicht so richtig gepasst und wir haben auch nach ein paar Monaten immer noch keine richtige Bindung aufbauen können.  

Am Anfang hatte ich zwar noch total Angst vor dem Gastfamilienwechsel, doch im Enddefekt hat es doch ganz gut geklappt. Es hat mich zwar extrem viel Mut gekostet, meiner Gastfamilie zu sagen, dass ich mich bei ihnen nicht wirklich wohl fühle, doch am Ende war es die richtige Entscheidung, da meine zweite Gastfamilie wirklich wie eine richtige Familie geworden ist und ich so viel glücklicher war. Außerdem ist dadurch auch mein extrem starkes Heimweh weggegangen.  

Hier bin ich mit meinen Freunden in unserem Lieblingskaffee.

Meine Chemielehrerin hat in der Schule mitbekommen, dass ich eine neue Familie suche und hat mich bei ihr aufgenommen. Ich habe dann zwar in einem 30 Minuten entfernten 800-Einwohner-Dorf gewohnt, konnte jedoch trotzdem noch auf die gleiche Schule gehen. In meiner zweiten Gastfamilie hatte ich meine Gasteltern, zwei kleine Brüder (8 und 13 Jahre), 2 Hunde, 4 Katzen, 10 Hühner, 50 Kühe und 2 Esel. Auf unserer Farm haben aber auch noch meine Gastgroßeltern und meine Gasttante, Onkel und Cousine (18 Jahre) gewohnt. Dadurch, dass ich in Deutschland keine Tiere habe und auch noch nie hatte, war das eine echt große Umstellung, jedoch gleichzeitig auch eine echt tolle Erfahrung. 

Meine Highlights 

Ich bin kurz vor Weihnachten bei meiner zweiten Familie eingezogen und wir sind direkt an Weihnachten für eine Woche nach Kalifornien geflogen, was auch definitiv eins meiner Highlights war. Am Valentinstag sind wir für 24 Stunden nach Chicago geflogen.  

Mein größtes Highlight war jedoch Homecoming. Wir hatten keinen Homecomingball, sondern nur ein Footballspiel, bei dem 4 Mädchen von den Footballspielern ausgewählt wurden für den Homecomingcourt – ich war eine von denen. Mit einem Footballspieler aus unserem Jahrgang mussten wir dann über das Footballfeld laufen, wo es dann so eine Art Zeremonie gab. Danach haben wir noch viele Fotos gemacht und das Spiel angeguckt. Das alles hat sich wirklich wie in einem Film angefühlt und war echt richtig aufregend und extrem amerikanisch.  

Bei einem Footballspiel hat mich einer der Spieler für den Homecomingcourt ausgewählt.

Jeder einzelne Tag in meiner High School war jedoch auch wie ein Highlight für mich, da ich mich immer so gefreut habe, meine Freunde zu sehen, außerdem hat mir jedes Fach so Spaß gemacht und ich habe es so genossen, ein Teil dieser anderen Kultur zu sein. 

Mein Tipp für andere Austauschüler 

Das wichtigste, was ich während meines Auslandsjahrs gelernt habe, ist stark und mutig zu sein. Es ist nicht leicht, als Austauschschüler sein Zuhause zu verlassen und in ein völlig fremdes Land zu fliegen. Mein Gastfamilienwechsel war für mich persönlich zum Beispiel ziemlich schwer und ich musste echt viel Mut aufbringen, überhaupt erstmal mit meiner Gastfamilie darüber zu reden. Aber es kann immer mal sein, dass es zwischen Gastfamilie und Austauschschüler nicht passt. Das Wichtigste ist, hier zu wissen, dass man nie alleine ist. Jeder hat einen Local Coordinator vor Ort und es gibt immer jemanden, der für einen da ist und an den man sich wenden kann. Man braucht also echt keine Angst zu haben.  

Auch wenn es manchmal Herausforderungen gab, hatte ich in den USA das Jahr meines Lebens.

Außerdem möchte ich noch jedem Austauschschüler auf den Weg geben, dass es okay ist, wenn nicht jeder Tag gut läuft. Ich habe mir vor allem am Anfang viel zu stark Druck gemacht, dass jeder Tag perfekt sein muss und war dann am Abend enttäuscht, wenn ich doch nicht so einen guten Tag hatte. Jeder hat mal einen schlechten Tag – ob nun zu Hause oder im Gastland, deswegen vergiss nie, dass es komplett okay ist, wenn du auch mal so einen Tag hast.  

Außerdem ist es okay, wenn du nicht direkt Freunde finden kannst. Das braucht Zeit und ich versichere dir, wenn du aufgeschlossen und freundlich bist, wirst du auf jeden Fall früher oder später Freunde finden. Es ist auch okay, wenn du nicht alles direkt verstehen kannst, das ist völlig normal und wird mit der Zeit auch besser. Auch Heimweh zu haben ist ganz normal und okay, das zeigt einfach, dass man sein Zuhause wertschätzt und ist absolut nichts schlimmes. Versuch bei Heimweh einfach mehr zu unternehmen und nicht zu viel darüber nachzudenken. Ich bin mir sicher, dass im Endeffekt alles gut sein wird und auch du das Jahr deines Lebens haben wirst. 

Eure Emma


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