Daniel in den USA #9: Prom Date und Road Trip!

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Seit 8 Monaten lebt High School-Stipendiat Daniel inzwischen schon in Ohio. Er spielt American Football, hat die typischen Feiertage wie Thanksgiving und Halloween miterlebt und fühlt sich schon wie ein waschechter Amerikaner. Und was darf im Leben eines »All American« Teenagers nicht fehlen? Natürlich der Abschlussball! Was es mit dem Pro(m)posal auf sich hat und wo Daniels Roadtrip #2 hingegangen ist, erfahrt ihr in seinem heutigen Blogpost.

Pro(m)posal – Get your Head in the Game and go to Prom with me!

Der »Prom Dance« ist der berühmte Abschlussball, der an amerikanischen High Schools am Ende des Schuljahres stattfindet. Glücklicherweise sind in der Regel nur »Juniors« (11. Klasse) und »Seniors« (12. Klasse) eingeladen, was es für die älteren Schüler deutlich angenehmer macht.

Aus so manchem Hollywoodstreifen kennen wir das Mädchen, das sich nichts mehr wünscht, als ein schönes Prom-Kleid und ein »Promposal«. Promposal ist nichts weiter, als eine Kombination aus den Wörtern »Prom« und »Proposal«, also ein »Prom-Antrag«. Natürlich muss man als Kerl kreativ werden und sich etwas Besonderes ausdenken und genau das habe ich gemacht…

Ich stehe mit meinem besten Freund auf dem Parkplatz und warte auf mein »Prom Date«. Natürlich hat sie noch keine Ahnung, was sie erwartet, wenn sie gleich mit ihrer Arbeit fertig ist. Zum Glück habe ich alles bis ins kleinste Detail geplant:

Sie ist ein großer High School Musical Fan und ich habe den Tanz aus dem ersten Film »We’re all in this together« einstudiert. Dazu habe ich noch Blumen und einen Basketball dabei, auf dem »Get your Head in the Game and go to Prom with me!« steht.

Ich sehe wie sie und ihre Schwester, die ihr die Augen verbunden hat, um die Ecke kommen. Ich kann das Adrenalin in meinem Körper spüren. Mein Herz schlägt wie verrückt. Ich gehe alles noch einmal im Kopf durch und bin bereit für den großen Augenblick. Es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit, bis sie ihre Augenbinde abnimmt und ich endlich meine »Dance Routine« vorführen kann. Trotz ein wenig Improvisation läuft alles nach Plan und selbstverständlich sagt sie »yes« ;-)

Awards Night – Ehrung und Abschied

Nach einer erfolgreichen Zeit mit dem Football- und Wrestlingteam, heißt es für mich erstmal »Offseason« (Saisonende). In der »Awards Night« werden Athleten aller möglichen Sportarten geehrt. Nach einer herausragenden Basketball Saison und einigen anderen individuellen Glanzleistungen, kommt uns dieses Jahr besonders viel Lob zu.

Daniel beim WrestlingUnser »Heavyweight Wrestler« beispielsweise, den ich in meinem letzten Bericht kurz erwähnt habe, erkämpfte sich mühevoll den siebten Platz in den »Division 1-State Championship Tournaments«. Einer unserer Schwimmer qualifizierte sich mit einer Rekordzeit im 200m und 300m-Staffelschwimmen für das Nationalteam der USA.

Anschließend folgen die Danksagungen an die Eltern, Sponsoren, etc. und letztendlich heißt es Abschiednehmen von den Coaches. Nach einem halben Jahr voller Hingabe und Aufopferung, fällt dies keinem von uns leicht. In den USA ist das tägliche Training deutlich länger und härter als in einem deutschen 0815-Sportverein. Die Coaches sind mehr als nur Lehrer. Sie begleiten dich Tag für Tag und verlangen dir alles ab. Ein Sportler ist mit seinem Coach auf eine einzigartige Weise verbunden und ich bin unendlich dankbar für ihre Hingabe und Zielstrebigkeit.

Roadtrip #2 – Die Schönheit der Natur

6:00 AM: Der Wecker klingelt und ich mache mich bereit für Roadtrip #2 meines nun schon achtmonatigen Aufenthaltes in den USA. Das Beste an diesem Trip ist, dass ich dieses Mal nicht weiß, wohin es geht. Es könnte ein weiterer Südstaaten-Trip nach Georgia sein oder vielleicht ein Ausflug zu den großen Seen Michigans? Ich werde es bald herausfinden …

Voller Vorfreude steige ich ins Auto, aber leider überwältigt mich die Müdigkeit schon nach zehn Minuten. Nach einiger Zeit wache ich schlaftrunken wieder auf und wir befinden uns auf der »Interstate 71« in Columbus, Ohio. Ich erhasche einen Blick auf den Campus der Ohio State University und das berühmte »Horseshoe Stadium«. Zumindest kann ich jetzt alle Südstaaten ausschließen. Die I-71 endet in Cleveland am Lake Erie und somit fahren wir entweder nach Osten oder Westen.

Day 1 – Niagara Fälle und Buffalo, NY

Nach einer halben Stunde befinden wir uns im »State of Independence« (Pennsylvania) und somit wird mir das erste Ziel unser Reise klar: Niagara Falls, NY. Die Niagara Fälle sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Selten sieht man die Schönheit der Natur in solch einem Ausmaß.

Daniel und seine Gastmutter bei den NiagarafällenAm Ziel angekommen, bewundern wir die Attraktion. Zum Glück habe ich eine Winterjacke eingepackt, denn der Temperaturunterschied von ganzen 20°C kommt schon etwas überraschend. Ich bin beeindruckt von dem eisigen Wasser, das in Massen herabstürzt und ein gewaltiges Nebelfeld bildet. Nach einigem Staunen genießen wir unser warmes Essen im örtlichen Hard Rock Café und machen uns auf den Weg nach Buffalo.

Buffalo ist eine alte Industriestadt, die mich sehr an den deutschen Ruhrpott erinnert. Vor gut hundert Jahren, regierten Großunternehmer wie Andrew Carnegie in den riesigen Fabrikstädten so ziemlich alles. Heute versucht die US-Regierung mit etlichen Programmen alten Stahl-Hotspots wie Pittsburgh, Detroit und Buffalo aus der lokalen Wirtschaftskrise herauszuhelfen. Obwohl viele Maßnahmen die Situation schon verbessert haben, wird die Wirtschaft sicherlich noch einige Jahre brauchen um sich wiederherzustellen.

Day 2 – The American Football Hall of Fame: Canton, Ohio

Nach einer ruhigen Nacht im einem Motel in Pennsylvania, beginnt das Ratespiel wieder. Was ist das letzte Ziel unseres zweitägigen Roadtrips?

Wir befinden uns wieder in Ohio auf der I-271 in Richtung Süden. Ich hab nicht die leiseste Ahnung wo es hingehen könnte, bis ich auf einem der Straßenschilder »Canton« sehe. Die »Pro Football Hall of Fame« wurde vor kurzem zur beliebtesten Attraktion im gesamten Staat Ohio gewählt und ich kann es kaum erwarten mir alles anzuschauen. Die Hall of Fame ist der Himmel für jeden American Football Fan und wir haben viel Spaß.

Daniel in der Pro Football Hall of Fame in Ohio, AmerikaSehr amüsant sind die gusseisernen Abdrücke von Armen und Unterkörpern einiger NFL Spieler. Selbst ich – nicht der schmächtigste Spieler – kann quer (ja, mit meinem kompletten Unterkörper!) im Abdruck eines Oberschenkels stehen. Im Fernsehen kann man sich gar nicht vorstellen wie riesig einige dieser 2 Meter, 170 kg Muskelberge tatsächlich sind. Auch ein Größenvergleich zwischen dem kleinsten und größten Spieler fehlt natürlich nicht. Mit gerade einmal 1,52m wirkt Jack Shapiro, welcher im Jahre 1929 spielte, winzig gegen den gigantischen 2,13m großen »Defensive Tackle« Richard Sligh.

Nach der interessanten Tour verlassen wir das Museum, um ein bisschen Football zu spielen. Sofort bietet mir eine Gruppe Teenager an mitzuspielen. Nach fast zwei Stunden habe ich zwei Touchdowns und nur eine einzige »Pass Completion« gegen mich. Ich verabschiede mich von meinen neuen Freunden und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Ich bin sehr zufrieden mit dem Trip. Ich meine, wer hat denn schon einmal die Gelegenheit, im Stadium der Hall of Fame Football zu spielen?

Bis bald,
Euer Daniel

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About Daniel

Daniel

Daniel aus München ist einer der vier Stipendiaten, die in der Saison 15/16 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen. Für mehrere Monate besucht der 16-Jährige eine amerikanische High School in Ohio. Hier auf der Weltneugier berichtet er regelmäßig von seinen Eindrücken aus den USA.


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