Daniel in den USA #8: Von Wrestling, Super Bowl und Roadtrips

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Bei Daniel, der mit einem High School-Stipendium in der Tasche gerade in Ohio die Schulbank drückt, dreht sich schon längst nicht mehr alles um American Football. Nachdem er im letzten Monat ausführlich vom fünfzigsten Super Bowl berichtet hat, ist er momentan mehr damit beschäftigt, das Lakota East Wrestling Team zu supporten – die Championships stehen an! Zu guter Letzt bescherte ihm die Auto-Vernarrtheit seines »Host Dads« noch den langersehnten Roadtrip durch die Südstaaten der USA.

Wrestling GMC’s – Die Championshipzeit

Die »GMC« (Greater Miami Conference) besteht aus den zehn größten Division-1-Schulen im Norden Cincinnatis (US-High Schools, die besonders gute Sport-Teams haben), unter anderem auch meiner Schule. In den meisten Sportarten gibt es vier Qualifikationsstufen:

Sectionals: Athleten aus den verschiedenen »Conferences« treten gegeneinander an.

Districts: Die Sieger einer »Conference« treten gegen die Sieger der anderen »Conferences« an.

States: Das wichtigste Level, in dem die besten Athleten aus dem ganzen Staat zusammenkommen, um sich gegenseitig zu messen. Nur die Besten der Besten schaffen es überhaupt bis zu den »States«.

Nationals: Die »Nationals« werden im Gegensatz zu den »States« nicht so ernst genommen, obwohl die besten Sportler der USA gegeneinander antreten. Wer hier gewinnt, darf sich für ein Jahr bester Wrestler (Ringer), Schwimmer, etc. der Nation nennen.

Ich musste leider nach dem »GMC-Tournament« wegen einer Verletzung aufhören, aber wir haben einige Wrestler mit großem Potential. Unser »Heavy Weight Wrestler« (285 lbs = 129kg) beispielsweise, hat vor einer Woche den ersten Platz in den »Sectionals« belegt. Dieses Wochenende finden die »Districts« statt und alle »East High Students« drücken fest die Daumen.

Super Bowl 50 – Eine defensive Glanzleistung

Levi's Stadium KalifornienNach wochenlangen Analysen und Vorhersagungen war es endlich soweit. Eine spannende Saison 2015/16 nahm am 07.Februar 2016 in Santa Clara, CA mit dem fünfzigsten Super Bowl ihr Ende. Viele wollten die Carolina Panthers und deren Star-Quarterback Cam Newton siegreich sehen, aber so sollte es nicht kommen.

Relativ schnell nach dem »Kickoff« war klar, wer die Hosen anhat. Die »Defense« der Denver Broncos (Beste »Defense« der Liga) dominierte die »Offense« der Carolina Panthers (Beste »Offense« der Liga) während des kompletten Spiels. Meine Freunde und ich konnten gar nicht fassen, wie dominant die Denver »Defense« spielte. Carolina Panthers Quarterback Cam Newton konnte gerade einmal 44% (18/44) seiner Pässe an den Mann bringen.

Das Wichtigste an einem Football-Spiel jedoch ist, dass man Spaß mit seinen Freunden und der Familie hat. Ich habe den Abend mit meinen Freunden und viel »Mountain Dew« (Soft-Drink) und Chicken Wings sehr genossen.

Roadtrip: Sandusky, Ohio an der kanadischen Grenze

Mein Host Dad ist ein Autofanatiker. Er hat sieben Autos und drei Motorräder! Nun sollte eine 67er »West Coast Cobra« das achte Gefährt werden. Mein Dad hat insgesamt drei Angebote entlang der Ostküste der USA gefunden. Nachdem das Modell in Miami, Florida eine totale Enttäuschung war, ging es nun zur kanadischen Grenze nahe dem Lake Erie.

Burger & French FriesWir sind gute vier Stunden gefahren, um uns das Auto anzuschauen. Nach einer sehr genauen und langen Inspektion ging es zurück durch wunderschöne, kleine uramerikanische Städtchen, in denen nur etwa alle zehn Minuten mal ein Auto vorbeikommt. Ausgehungert entschieden wir uns für ein kleines Burger-Restaurant in einem verschlafenen Ort. Das »Cattlemans« lag direkt gegenüber vom im viktorianischen Stil erbauten Postamt.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Ich würde kurze Zeit später den besten Burger der Welt essen! In Worten kann man gar nicht beschreiben, wie gut dieser Burger geschmeckt hat. Wir haben unser Mittagessen genossen und ich konnte einfach nicht widerstehen, die Köchin dieses Meisterwerkes am Schluss zu umarmen.

Sweet Home Alabama! Where the Skies are so Blue…

Nachdem die »Cobra« in Sandusky schließlich nicht überzeugen konnte, machten wir uns letztes Wochenende auf den Weg in meinen persönlichen Lieblingstaat Alabama. Für mich bedeuten die Südstaaten »Rednecks«, College Football und »The American Way of Life«. Ich war dementsprechend aufgeregt und freute mich wie verrückt auf meinen ersten richtigen Roadtrip!

Lunch im DinerEs war ein wunderschöner Freitagabend und wir haben die Fahrt in Richtung Kentucky sehr genossen. Angeblich soll das Gras in Kentucky eine einzigartige bläuliche Farbe haben, was dem Staat seinen Namen »Bluegrass State« gegeben hat. Der wunderschöne Sonnenuntergang hat mir eine Gänsehaut verpasst und ich konnte gar nicht fassen, wie schön die Landschaft ist. Nun wusste ich endlich, warum die Leute so vom »Unbridled Spirit« in Kentucky schwärmen.

Während wir zu Country Musik »jammten«, kamen wir auch schon im nächsten Staat unserer Reise an: Tennessee. Nun befanden wir uns offiziell im Süden der USA und ich konnte es kaum erwarten, den berühmt-berüchtigten »Southern Accent« zu hören. In der Hauptstadt Nashville machten wir einen kurzen Stopp, um uns eine Kleinigkeit zu Essen zu kaufen. Nachdem wir feststellten, dass das örtliche Waffle House zu voll war, entschieden wir uns für das gute alte Tankstellenessen. Obwohl mich mein Burger mehr an einen nassen Schwamm erinnerte, habe ich – ausgehungert wie ich war – jeden einzelnen Bissen genossen. Alles schmeckt gut, wenn man nur genügend Appetit hat!

Eine »West Coast Cobra« wechselt den Besitzer

Besichtigung der West Coast CobraWir verließen Nashville und fuhren weiter Richtung Süden. Nach einer halben Stunde befanden wir uns wieder tief im »Country« und in der Ferne konnte ich die riesigen »Plantation Houses« ausmachen.

Während des amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) kämpften die Nordstaaten gegen die Südstaaten, welche das Recht auf Sklavenhaltung behalten wollten. Die Sklaven lebten unter den unmenschlichsten Bedingungen, jeder Zeit wehrlos dem Willen des Besitzers ausgeliefert. Während sich Sklaven zum Beispiel zu acht eine winzige Hütte teilen mussten, lebten die reichen Plantagenbesitzer in ihren luxuriösen Villen.

Nach 1,5 Stunden war es endlich so weit. Ich konnte nicht widerstehen, meinen Lieblingssong »Sweet Home Alabama« (von Lynyrd Skynyrd) auf volle Lautstärke aufzudrehen und mitzusingen. In Alabama angekommen, ging es durch Birmingham zu unserem Hotel nördlich von Montgomery. Wir alle sind müde und erschöpft von der langen Reise, blitzschnell eingeschlafen.

Rote 67er West Coast CobraNach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Anbieter des Autos. Wir überquerten den Coosa River und wurden mit der typischen »Southern Hospitality« herzlich von einem betagten Herrn empfangen, welcher uns zur »Cobra« brachte. Das Auto war mit gerade einmal 4.000 Meilen auf dem Tacho ein wahres Prachtstück. Die Testfahrt beseitigte augenblicklich jeden Zweifel und mein Dad entscheidet sich für den Kauf.

Wir blieben noch für eine Weile und der Verkäufer verriet mir, dass er ein »Auburn Graduate«, also ein Alumni meiner »Rival School« ist. Zum Glück war seine Frau ein Alabama Fan und somit konnten wir ein ausgedehntes Football-Gespräch führen und unsere Geschichten austauschen. Nach diesem lustigen Gespräch machten sich mein Dad und ich uns in der neuerworbenen »Cobra« auf den Weg Richtung Ohio, nach Hause.

Nach einer elfstündigen Fahrt inklusive einer kleinen Panne in Kentucky kamen wir zu Hause an und ich war überglücklich, einen riesigen Punkt auf meiner »Bucket List« abhaken zu können: Einen aufregenden Roadtrip durch drei US-Staaten!

Bis bald,
Euer Daniel

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About Daniel

Daniel

Daniel aus München ist einer der vier Stipendiaten, die in der Saison 15/16 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen. Für mehrere Monate besucht der 16-Jährige eine amerikanische High School in Ohio. Hier auf der Weltneugier berichtet er regelmäßig von seinen Eindrücken aus den USA.


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