Daniel in den USA #4: Ein erlebnisreicher Monat

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Seit über zwei Monaten erlebt High School-Stipendiat Daniel bereits seinen Schüleraustausch in den USA. In seinem letzten Bericht hat der 16-jährige Münchner von seiner Ankunft und den ersten Tagen in seiner neuen Heimat auf Zeit berichtet. In seinem heutigen Blogpost erzählt er uns von seinem American Football Team, dem amerikanischen Oktoberfest und dem Homecoming Ball.

Schade, dass wir nicht jede Woche Homecoming haben…

Der »Season Opener«: Auswärts gegen Loveland High School

Diese Woche fanden die sogenannten »Team Dinners« statt, zu denen wir Spieler eingeladen sind, um bei Teamkollegen zu essen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Wir hatten das Glück, in ein Haus mit Pool zu kommen und »Skyline Food« zu essen. Das ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Hotdog mit dem besten Chili überhaupt und Käse. Was will man mehr? :-)

An dem Tag sind wir mit einem 63er Mercury Comet durch die Gegend gefahren und haben viele bewundernde Blicke geerntet, was bei diesem Auto aber auch kein Wunder ist. Danach haben wir Football und Volleyball im Garten gespielt und gemeinsam einen schönen Abend genossen. Am nächsten Tag war Spieltag und alle Footballspieler haben ihr Jersey getragen. Ich habe die Nummer 55. Überall in der Schule hingen Plakate »Go Hawks«, »Beat Loveland« oder »#HawkMadness« – das war ziemlich cool!

Erstmal einkaufen…

Daniel und seine amerikanische GastfamilieIch glaube jeder hat diesen einen Freund, der jedes Jahr in den Sommerferien in die USA fliegt. Man schreibt diesem Freund eine ewig lange Liste mit Dingen, die man unbedingt haben will, weil sie hier nur die Hälfte kosten.

Erstens: Bitte habt Mitleid mit diesem Freund, denn er bekommt diese Massenbestellungen von allen möglichen Bekannten und kann sich schon vorstellen, wie er vor dem Rückflug mit fünf extra Koffern beim Zoll wartet. ;-)

Und zweitens: Es ist wirklich billiger hier! Schon allein die Mehrwertsteuer, die sich dezent von der in Deutschland unterscheidet (6% in Ohio vs. 19% in Deutschland) macht einen großen Unterschied. Wie man schon aus meinen vorherigen Blogeinträgen schließen kann, bin ich ein großer Sportfan. Besonders Marken wie Under Armour und Nike haben es mir angetan. Leider zahlt man sich dafür in Deutschland dumm und dämlich. Letztendlich komme ich hier mit drei Taschen voller Kleidung aus den Outlets Mall heraus… War es das Geld wert? Kein Zweifel! :-)

Oktoberfest – »The Cincinnati Original«

Amerikanisches OktoberfestAls wahrer Münchner gibt es genau eine Woche im Jahr, in der ich gerne in der Heimat wäre: Eine der beiden Wies’n-Wochen. Was für ein Zufall, dass ich ganz in der Nähe der Partnerstadt Münchens, Cincinnati, gelandet bin. Wir sind zu einem der größeren Feste im Germaniapark gefahren. Außerdem sind mein Gastbruder und ich ja Mitglieder der »deutschen« Boy Scouts und durften somit auch hinter die Kulissen schauen.

Obwohl es wirklich schön ist, mal wieder deutsche Gerichte zu essen und deutsche Kultur zu sehen, müssen die Amis doch erst noch lernen, wie man ein richtiges Oktoberfest veranstaltet. Sie müssen auch noch unbedingt lernen, dass Dudelsäcke nicht sehr viel mit bayrischer Tradition zu tun haben. Mein absoluter Höhepunkt war aber das Brot. Ich hätte nie gedacht, dass etwas für uns so Alltägliches so gut schmecken kann.

Redneckmania – Home Sweet Home

Am Sonntag haben mein Gastvater, meine Gastbrüder und ich einen Ausflug in die Nähe von Dayton gemacht. Zuvor haben wir aber noch bei einem »Boot-Shop« gehalten. Nichts Außergewöhnliches erwartend haben wir den Laden betreten und vor uns erstreckten sich schier endlose Regale voller Stiefeln. Und Nein, nichts anderes, nur Stiefel. Ich schaute mich ein bisschen um und entdeckte Lederarten, von denen ich noch nie etwas gehört habe. In dem Moment wurde mir bewusst, dass Stiefel eigentlich die gleiche Bedeutung in der amerikanischen Tracht haben wie Lederhosen in der Bayrischen.

Lunch im Waffle HouseWir haben den gigantischen Shop verlassen und sind weiter ins Waffle House gefahren und haben zu Mittag gegessen. Es sah wirklich genau so aus wie in den Filmen: Der lange Tresen mit den Barhockern und gestresste Kellnerinnen. Trotzdem war die Atmosphäre entspannt und wir haben unser Essen genossen: Waffeln mit Ahornsirup, Speck und Spiegelei und frisch gepresster Orangensaft.

Im Anschluss fuhren wir nach »Redneckmania«, a.k.a. »Cabelas«, was ein riesiger Outdoor- und Survival-Laden ist. Um den Begriff Redneckmania zu erklären, muss man wissen, dass der Laden Cabelas sehr beliebt unter Rednecks ist und sie somit 90% der Kundschaft ausmachen. Dieser Store ist mit 60.000 m² nur ein weiteres Beispiel der enormen Maßstäbe in den USA.

Als wir den Laden betraten, konnte ich meinen Augen kaum trauen: Outdoor-Gear und Survivalnahrung soweit das Auge reicht. Hätte ich die Wahl, ich würde hier sofort einziehen. :-)

Homecoming

Daniel beim Homecoming Ball mit zwei FreundenEs war der Tag des Homecoming Dance und ich habe mich mit Freunden und ihren Dates getroffen. Wir haben in einem japanischen Restaurant gegessen, in dem direkt vor uns gekocht wurde. Die Showküche war ziemlich beeindruckend.

Endlich sind wir weiter zum Ball gefahren. Dort habe ich ich mich mit meinem Date, einer Austauschschülerin aus Frankreich, getroffen und wir sind in die Sporthalle, die komplett dekoriert war, gegangen. Wenn man als Austauschschüler an Homecoming denkt, hat man doch sofort einen langsamen, romantischen Tanz im Kopf, oder? Falsch gedacht! Es wurde nur ein einziges langsames Lied gespielt. Die restliche Zeit lief Hip Hop und Pop. Es war auf jeden Fall ein unvergesslicher Abend und wir hatten alle viel Spaß zusammen. Schade, dass wir nicht jede Woche Homecoming haben…

Bis zum nächsten Mal,
Euer Daniel

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About Daniel

Daniel

Daniel aus München ist einer der vier Stipendiaten, die in der Saison 15/16 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen. Für mehrere Monate besucht der 16-Jährige eine amerikanische High School in Ohio. Hier auf der Weltneugier berichtet er regelmäßig von seinen Eindrücken aus den USA.


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