Daniel in den USA #12: Good Bye USA, meine Heimat – I’ll be back!

Daniel in den USA #12: Good Bye USA, meine Heimat – I’ll be back!

Wir haben Daniels High School-Aufenthalt in den USA nun ein Jahr lang mitverfolgt, uns mit ihm über seine Erfolge gefreut und seine spannenden Geschichten verschlungen. Jetzt heißt es für den Münchener Abschiednehmen – erst von seinem Footballteam, dann von seinen Freunden, die für den 16-Jährigen wie Brüder und Schwestern geworden sind und natürlich von seiner Gastfamilie. In seinem Abschlussbericht erinnert er sich zurück an seine schönsten Momente in den USA. Viel Spaß beim Lesen!

Stepin hat mir mit dem High School-Stipendium meinen größten Traum überhaupt erfüllt!

Der Countdown hat begonnen – Die letzte Woche

Ich hatte das große Glück, meinen USA-Aufenthalt bis Juli verlängern zu können und somit fast zwölf komplette Monate in den Staaten zu bleiben. Man ist sich vorher gar nicht wirklich bewusst, wie schnell so ein Auslandsjahr vergeht. Ich kann es nicht fassen, dass nun meine letzte Woche beginnt. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ist diese Zeit sehr stressig:

Stipendiat Daniel mit seiner GastfamilieNeue Koffer müssen gekauft werden, denn glaubt mir, ihr werdet weitaus mehr mit nach Hause zurücknehmen, als ihr mitgebracht habt. Handyverträge müssen beendet werden und so weiter und so fort. Die Planung der Abschiedsfeier ist ebenso wichtig. Ich veranstalte zwei Partys: Eine offizielle und eine mit meinen besten Freunden an meinem letzten Tag.

Die erste Feier ist ein voller Erfolg und wir haben viel Spaß. Obwohl es in den letzten Tagen extrem viel geregnet hat, bekomme ich es irgendwie hin, ein Feuer zu machen. So sitze ich nun mit meinen Freunden um das Lagerfeuer herum und denke zurück an meine schönsten Momente in den USA: Die Gänsehaut, wenn man als Footballspieler unter dem Jubel der Fans auf das hellerleuchtete Spielfeld läuft, Weihnachten mit meiner Gastfamilie und das Lächeln auf ihren Gesichtern und der »Prom Dance« mit der dazugehörenden Aufregung. Das sind nur einige der vielen schönen Erinnerungen, die ich habe.

Abschied vom Footballteam

Wenn ich einen Moment wählen könnte, der mich während meines Abenteuers am meisten bewegt hat, wären es wahrscheinlich die Footballspiele unter den »Friday Night Lights«. Auch in der »Offseason«, sprich nach dem Ende der Wrestling Saison, habe ich gleich wieder angefangen mit dem Footballteam zu trainieren. Das Lakota East Football-Programm hat mich als Person definitiv geprägt und mich zu einem weitaus besseren Athleten gemacht.

Thank you, you guys are family! #GoHawks

Abschied von Freunden

Es ist mein letzter ganzer Tag in den Staaten und ich sehe heute meine Freunde zum letzten Mal für eine lange Zeit. Der Begriff »Freund« wird in der heutigen Gesellschaft oft falsch verstanden. Es gibt zwei verschiedene Arten – falsche und wahre Freunde. In den USA habe ich in meinem Freundeskreis zu 100% wahre Freunde. Freunde, die ich für den Rest meines Lebens behalten werde. Freunde, die für mich wie Brüder und Schwestern sind. An diesem letzten Abend fließen viele Tränen und niemand kann es fassen, dass es fürs erste vorbei ist. Ein Zitat über Austauschschüler sagt:

You leave the life you built for 16 years for 10 months,
but then you leave the life you built for 10 months forever.
Which one is harder?

Dieser kleine Abschnitt ist wahr, da es tatsächlich extrem hart ist das »zehnmonatige Leben« zu verlassen. Aber gleichzeitig könnte er auch nicht inkorrekter sein. Ich werde dieses Leben nie verlassen, denn meine Freunde und Familie werden immer einen besonderen Platz in meinem Herz haben. Wie ich meinem besten Freund Sam und meinen anderen Freunden am letzten Abend sagte:

Stipendiat Daniel mit Freunden in den USA»Es mag zwar sein, dass wir nun sechs Zeitzonen voneinander entfernt leben, aber wir leben immer noch alle auf demselben Planeten. Auch wenn sich das anfangs blöd anhört, der große Ozean zwischen uns bewirkt nicht, dass wir aufhören zu existieren und eine Rolle im Leben des Anderen zu spielen. Es gibt Leute auf dieser Welt, die es viel schlechter haben als wir, deren Freunde und Geliebte beispielsweise im Kampf um die Freiheit ihres Landes umgekommen sind. Auch wenn man sich in den nächsten paar Monaten nicht sehen wird, wir alle werden immer füreinander da sein.«

Der Abschied ist lang und emotional, aber ich weiß, dass dies erst der Anfang ist. Der Anfang von tollen Freundschaften und eines aufregenden Lebens.

Abschied von der Gastfamilie

Von Sekunde eins an wurde ich wie ein Familienmitglied behandelt. Nun, am Ende meines Aufenthaltes, betrachte ich sie ebenfalls als Familie. Kein Ersatz, sondern eine Erweiterung. Ich habe mit Logan Football gespielt und so einiges erlebt. Mit Joey und Cody konnte ich mich immer unterhalten und wir hatten viel Spaß miteinander. Besonders vermissen werde ich meine Gastmutter und ich weiß, dass die Fahrt zum Flughafen die Hölle sein wird. Über das Jahr hinweg hat sie mir immer geholfen und immer ein offenes Ohr für mich gehabt.

Daniel und seine amerikanische GastmutterWir beide heulen uns am Flughafen die Augen aus, aber eines ist klar: Das ist nicht das Ende, sondern der Anfang! Ich werde eines Tages in den USA leben. Ich kann es einfach fühlen. Meine Hostmom gibt mir auf den Weg, dass es sich immer lohnt für Familie, Freunde und die Liebe zu kämpfen. Mir ist klar, dass es nicht einfach sein wird, in die USA zu ziehen, aber für mich ist dort nun meine Heimat. »Home is where your heart is!« Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder zurück bin!

#GodBlessAmerica

Ein großes Dankeschön

Ich bin nun seit ein paar Tagen zurück in Deutschland und es ist schön, meine Familie und ein paar meiner Freunde wiederzusehen.

Daniel mit seiner Familie am FlughafenAber an dieser Stelle möchte ich der Organisation Stepin von ganzem Herzen danken. Stepin hat mir mit dem High School-Stipendium meinen größten Traum überhaupt erfüllt! Während meiner Zeit in den USA habe ich mich deutlich zum Positiven entwickelt und ich habe das zum größten Teil euch, liebes Stepin-Team, zu verdanken. Bei jedem Problem konnte ich immer wieder auf das verlässliche Team zählen, welches mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich ohne mein Auslandsjahr heute nicht die Person wäre, die ich bin. Diese 12 Monate in meiner neuen Heimat bedeuten für mich weitaus mehr, als besseres Englisch zu sprechen und dort in die Schule gegangen zu sein. Ich bin der Organisation unendlich dankbar und hoffe, dass kommende Generationen von Austauschschülern eine genauso tolle Erfahrung mit Stepin haben werden, wie ich. Dankeschön!

Euer Daniel

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About Daniel

Daniel

Daniel aus München ist einer der vier Stipendiaten, die in der Saison 15/16 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen. Für mehrere Monate besucht der 16-Jährige eine amerikanische High School in Ohio. Hier auf der Weltneugier berichtet er regelmäßig von seinen Eindrücken aus den USA.


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