Daniel in den USA #11: School’s Out – My Summer Break

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Daniels Schüleraustausch in den USA neigt sich dem Ende zu. Er hat im Rahmen seines Stipendiums nun über 10 Monate in den Staaten verbracht und ist zu einem waschechten Ami geworden. Bevor der 17-Jährige jedoch Anfang  Juli zurück nach Hause fliegt, erlebt er neben der Abschlussfeier in der Schule und einem Event der American Cancer Society noch seinen letzten Road Trip – diesmal quer durch West Virginia bis zum Strand in North Carolina.

Relay for Life – Cancer Never Sleeps

Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler schon das ultimative Heilmittel gegen Krebs zu finden. Leider ist es uns mit dem heutigen Stand der Medizin noch nicht möglich Krebs 100% effektiv zu bekämpfen und die Suche nach einem Heilmittel geht weiter. Wer aber denkt, dass nur Wissenschaftler im Kampf gegen Krebs eine Rolle spielen, liegt komplett falsch. Beim Staffellauf-Event »Relay for Life« engagieren sich Schüler für den guten Zweck. Jeder Teilnehmer muss vor Beginn des Events 100$ als Spende einreichen. Dieses Geld wird durch die American Cancer Society direkt an Forschungseinrichtungen weitergeleitet.

»Relay for Life«-Aktion Lakota East High SchoolDas Prinzip von »Relay for Life« ist simpel. Das Event findet eine ganze Nacht lang bis zum Sonnenaufgang statt, somit muss jedes Team ein eigenes Zelt auf dem Footballfeld aufstellen. Während der Veranstaltung muss sich die ganze Zeit über ein Teammitglied auf der Sprintbahn, welche das Footballfeld umgibt, befinden.

Wunder sind möglich!

Die Zeremonie beginnt mit dem Opening Lap der Survivors, die ihren Krebs besiegt haben. Kurz darauf finden wir uns alle zusammen und die eigentliche Eröffnungszeremonie startet. Ein junger Mann stellt sich vor und erzählt uns von seinen Krebserfahrungen. In der achten Klasse wünschte er sich nichts mehr, als ein professioneller Footballspieler in der NFL zu werden. Als ein sehr talentierter Athlet war er ein aktiver Footballspieler und hat Leichtathletik und Wrestling ausgeübt. Eines Tages im Training kam er ungünstig auf und verstauchte sich den Knöchel, was nicht weiter tragisch ist. Nach einem kurzen Besuch beim Arzt und einer kurzen Pause konnte er auch schon wieder mitspielen.

Nach ein paar Monaten nahmen die Schmerzen jedoch wieder zu und strahlten sogar in sein Bein aus. Er entschied sich endlich einen Spezialisten aufzusuchen, welcher sofort ein MRT anfertigen ließ. Die Diagnose war Knochenkrebs. In diesem Augenblick brach für ihn die Welt zusammen und alle seine Träume erschienen auf einmal unmöglich. In der neunten Klasse, seinem ersten High School-Jahr, musste er sich einer Chemotherapie unterziehen und um sein Leben fürchten. Nach einem langen Jahr war endlich eine Remission der Krebszellen feststellbar.

Obwohl eine Operation nötig war und ein Teil seines Wadenbeins ersetzt werden musste, geht es ihm heute bestens. Er musste zwar realisieren, dass sein Traum in der NFL zu spielen nicht mehr möglich war, doch betonte er, dass er während seines Kampfes unglaublich stark geworden ist. Egal wie aussichtslos die Situation scheint, Wunder sind möglich! Hoffnung ist immer da, ohne Ausnahme!

»God put me through these hardships in order to make me stronger. Never, ever give up! Hope is always by your side. Keep that in mind!«

Wir schreiten nun um das mit Kerzen erleuchtete Feld und erinnern uns an alle, die ihren Kampf durch Krebs verloren haben und freuen uns mit denjenigen, die ihn gewonnen haben. Es ist ein sehr emotionaler Moment für alle Teilnehmer, denn Krebs betrifft so gut wie alle Menschen auf dieser Erde. Nun heißt es der Krankheit den Kampf anzusagen, denn »Cancer never sleeps«. But you know what: »Neither do our efforts!«

Always remember: You are not alone!

Graduation – Farewell Class of 2016

Nach einem langen, erfolgreichen Jahr findet heute die Graduation, also die Abschlusszeremonie, statt. Mein Gastbruder, der ein Jahr älter ist als ich, und ich schließen heute das Kapitel High School ab. Zu diesem Zweck ist die ganze Familie angereist.

Daniel und seine GastfamilieDie Zeremonie findet im Cintas Center, dem Basketball Stadion der Xavier University statt. Die College Basketball Fans unter euch erinnern sich vielleicht noch an den beeindruckenden Sieg im Februar gegen den diesjährigen Champion: Villanova.

Für mich bedeutet es natürlich auch Abschiednehmen von meiner High School und obwohl ich genau genommen kein Senior bin, fällt es mir schwer. Meine Zeit an der Lakota East High School ist nun offiziell vorüber. Eine Schule, die für mich weitaus mehr als eine Schule geworden ist: Sportprogramme, die es mir ermöglicht haben, so viel besser zu werden und andere Schüler, die mir ans Herz gewachsen sind. All die Lehrer, die mir am Anfang geholfen haben, mich zurecht zu finden… Das Wichtigste für mich ist jedoch, dass ich keine Gelegenheiten ausgelassen habe, um mich an meiner Schule zu integrieren und so viel Spaß wie möglich zu haben. All diese guten Erinnerungen kann mir niemand nehmen und ich bin extrem glücklich ein Teil der East High zu sein #GoHawks

Trip to the South – Von Virginia bis nach North Carolina

Mein letzter Roadtrip dieses Jahr geht in den Süden der USA. Unser erstes Reiseziel ist Virginia Beach, VA. Das bedeutet eine lange Fahrt durch die Berge West Virginias. Es ist schon Nacht und wir sind schon seit sechs Stunden »on the road«, als  uns plötzlich ein Sturm erwischt. Der Wind schaukelt das Auto wie ein Spielzeug von links nach rechts und die Blitze erhellen den Horizont wie in einem Horrorfilm. Diese extreme Wetterlage zeigt die Schönheit West Virginias umso besser und ich genieße den Ausblick auf die dichten Wälder und hohen Berge.

History Time

Nach einer langen Fahrt kommen wir bei unseren Freunden an, wo wir während unseres Trips übernachten werden. Wir sehen uns die Norfolk Navy Base an, in welcher mein Hostdad fast zehn Jahre stationiert war.  Nicht jeder Tourist bekommt Zutritt zu der gesicherten Basis, was die Erfahrung für mich sehr wertvoll macht. Wir sehen uns die riesigen Carriers, wie die USS Dwight D. Eisenhower oder die USS Abraham Lincoln an. Ich kann mir die Geschütze aus nächster Nähe ansehen und mir den enormen Schaden, welche jene anrichten können, nur vorstellen.

Beach Time

Neben dem lokalen Virginia Beach im gleichnamigen Ort, fahren wir auch nach North Carolina, nach Outer Banks (OBX) um dort den Strand zu genießen. Die Wellen sind fantastisch und sind perfekt zum Skimboarden. Skimboarding ist eine Miniversion vom Surfen, was aber nicht heißt, dass man dabei weniger Spaß hat.

Daniel und Gastbruder am Strand in North CarolinaDas etwas angsteinflößende Highlight unseres zweitägigen Strandtrips ist jedoch unsere Begegnung mit einem Stachelrochen im Wasser. Wir sind gerade von einer kurzen Verschnaufpause zurück und stehen mit unseren Skimboards im Wasser. Plötzlich können wir in den Wellen ein Objekt sehen, das wie ein verrostetes Schild aussieht. Natürlich sind wir neugierig, was auf dem Schild steht und schwimmen in die Richtung. Ohne weiteres Nachdenken wollen wir das vermeintliche Schild aus dem Wasser ziehen und uns ein schönes Souvenir sichern. Gerade Mal einen halben Meter vor uns fängt das »verrostete Schild« plötzlich an zu leben und schwimmt blitzschnell zurück in den Ozean.

In diesem Moment realisieren wir langsam, wie viel Glück wir hatten und ein Schauer läuft mir im Nachhinein den Rücken herunter. Stachelrochen sind von Natur aus nicht aggressiv und das Gift des Tieres ist noch nicht einmal tödlich. Das Gefährliche ist der Stachel, der ohne Probleme dein Herz oder deine Lunge durchbohren kann, wie der berühmte australische Tierforscher Steve Irwin erfahren musste, der seinen Verletzungen erlag.

Rodeo Time

Am letzten Tag unseres einwöchigen Trips in den Südosten der USA geht es zum Rodeo. Erfahrungen wie diese sind der Grund, warum ich dieses Land und die Menschen, die hier leben, so liebe.

Rodeo in den USAZu den Klängen von Johnny Cash gönne ich mir Hot Dogs  und Funnel Fry Cake. Die drückende Hitze ist kaum erträglich, aber all das gehört zum Rodeo wie der Bulle selbst.

Nicht sehr viel später fängt die Show auch schon an. Nach dem Singen der Nationalhymne feuern wir die Cowboys an, bis wir endlich zum Finale der Show kommen: Das Bullenreiten ist beeindruckend und glücklicherweise gibt es dieses Mal keine ernsthaften Verletzungen.

Bis bald,

Euer Daniel

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About Daniel

Daniel

Daniel aus München ist einer der vier Stipendiaten, die in der Saison 15/16 mit der Unterstützung von Stepin die Welt bereisen. Für mehrere Monate besucht der 16-Jährige eine amerikanische High School in Ohio. Hier auf der Weltneugier berichtet er regelmäßig von seinen Eindrücken aus den USA.


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