Erfahrungsbericht: Teach & Travel in China – Christin und ihre Zeit in China

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Die 21-jährige Christin aus Bocholt hat 6 Monate in Asien verbracht. Sie hat sich bei dem Stepin-Programm Teach and Travel China engagiert und berichtet hier über ihre aufregenden Erlebnisse. Christin ist inzwischen wieder Zuhause und lässt uns jetzt rückblickend an ihren Eindrücken teilhaben. Viel Spaß beim Lesen!

Unglaublich aber wahr: ich war ein halbes Jahr in China. Ich kann es immer noch kaum glauben. Eine tolle Zeit habe ich im Reich der Mitte verbracht. Ich muss zugeben es war zwischenzeitig ziemlich schwer für mich, aber nun bin ich umso stolzer und glücklicher dort geblieben zu sein, denn meine Zeit in China war eine großartige Lebenserfahrung, eine Bereicherung in jeder Hinsicht. Ich würde es jederzeit wiedermachen.

Der erste Monat verging wie im Flug. Klar das Sightseeing und  Party aber auch der Unterricht halten einen auf Trab. Unsere Zimmer waren wirklich super, das Essenteach-and-travel-china-christin Geschmackssache, der Unicampus ideal gelegen und die Menschen einfach erste Sahne! Location und Essen kann sich jedoch ändern, denn leider muss die Organisation den Campus oft wechseln, je nachdem wo gerade Platz für eine Truppe von 200 Leuten ist. Zusammenfassend kann ich sagen: Beijing war überwältigend, ein perfekter Auftakt.

Aber es war auch nicht alles einfach, denn die Zertifikate fliegen einem leider nicht so zu. Nein, eigentlich haben wir doch alle schon ziemlich hart gearbeitet. Denn ich will nicht lügen, ein gewisser Druck baut sich schon auf, doch die Lehrer und Betreuer sind ziemlich relaxt und zuversichtlich, dass es alle schaffen, was sich letztendlich auch bewahrheitete. Und falls man mal Probleme haben sollte, waren sie und natürlich auch die neugefundenen Freunde immer für dich da. Insgesamt sind fünf Aufsätze beziehungsweise Tests zu bestehen, die aber wirklich machbar sind und eine Woche Teaching Practice,  um uns der ganzen Sache schlussendlich auch praktisch zu nähern. Alles in allem fühlte ich mich auf jeden Fall gut vorbereitet und bin fest davon überzeugt eine gute Lehrerin abgegeben zu haben.

Die Platzierung – eine Wundertüte
Eine Sache noch vorweg bezüglich der Platzierung: die meisten Freunde sind nicht zusammen platziert worden und leider wird auch oft nicht auf die Platzierungswünsche geachtet. Denn Fakt ist, wir arbeiten hier und die Schule ist unser Arbeitgeber und der Boss kann sich nun mal aussuchen, wen er haben will und wen nicht. Aber mal ehrlich, man findet mindestens genauso gute Freunde vor Ort und überall in China kannst du glücklich sein. Und das sage ich jetzt nicht nur so dahin. Mein Wunsch war, im Norden Chinas in einem Kindergarten zu unterrichten. Wo bin ich gelandet? In Dongguan in der Provinz Guangdong. Im tiefsten Süden an einer Primary School. Fazit? Anfangs war ich zutiefst genervt, deprimiert und schon bereit aufzugeben, doch heute bin ich super glücklich dort gewesen zu sein. Im Grunde wissen die meisten von uns doch nur sehr wenig über China, sodass wir uns nicht unbedingt ein Bild davon machen können, wo der beste Platz in China ist, um zu leben und zu unterrichten.

teach-and-travel-china-christin2_webIch wurde mit drei anderen Mädchen platziert und wir verstehen uns wirklich gut, auch wenn es natürlich mal Zankereien gab. Ich kann auf jeden Fall sagen ich habe tolle Freunde gefunden und wir sind jetzt fleißig dabei, die Besuche zu den anderen zu planen.

Unterricht in China
Aber weiter im Kontext. Ich unterrichtete die 3 – 5 Klasse und meine Schüler hatten ein ziemlich gutes Basiswissen in Englisch (nicht unbedingt Voraussetzung).  Wir wurden von der Schule dazu angewiesen, viel mit Powerpoint und Filmen zu arbeiten und das klappte wirklich hervorragend. Etwas Visuelles macht es den Kindern viel leichter zu lernen. Spiele sind natürlich auch wichtig und von den Schülern heiß und innig geliebt. Ein Vorurteil, welches ich dringend beiseite räumen muss: Chinesische Schüler sind alle brav und lernwillig. NEIN! Die Situation ist wohl dieselbe, wie in Deutschland: es gibt brave und freche, gute und schlechte Schüler. Somit ist nicht jeder Tag gerade einfach, aber wenn ich mich abends in mein Bett legte, wusste ich, dass ich meinen Schülern etwas beibringen konnte und ich etwas erreicht habe. Aber das Beste war definitiv, dass die Schüler einen wirklich mögen und respektieren. Denn wir sehen anders aus, kommen woanders her, sprechen eine andere Sprache und unser Unterricht macht am meisten Spaß. Das bedeutet im Klartext: Bonbons, Zeichnungen und kleine Aufmerksamkeiten der Schüler, um auch hoch im Kurs der coolen ausländischen Lehrer zu stehen. Also keine Panik vor den Schülern!

Meistens waren die Lehrer und Betreuer vor Ort sehr nett und hilfsbereit. Leider hatten sie nicht für alle unsere Probleme Verständnis. Wie zum Beispiel einen weiteren Tag frei zum Reisen oder Kakerlaken in der Wohnung. Denn Fakt ist, diese Menschen wachsen mit Kakerlaken auf und finden sie deswegen ziemlich normal und der 08-15 Chinese ist kein großer Freund von Reisen. Denn an Wochenenden oder in den Ferien bleiben die meisten Zuhause und schlafen. Also versucht euch anzupassen, die Leute so zu nehmen wie sie sind und lernt euch selbst zu helfen. Denn dazu ist das Programm auch da, um selbstständig zu werden.

Alles hat ein Ende

teach-and-travel-china-christin_webDer Abschied vor zwei Monaten war dann noch einmal ziemlich emotional. Man war froh, es endlich geschafft zu haben und traurig neu gewonnene Freunde, seine Schüler und das Land zurückzulassen. Besonders der Abschied von meinen fünften Klassen war hart. Einige Schüler diskutierten doch tatsächlich mit mir, dass ich da bleiben sollte und führten einiges an Argumenten auf. Doch das und auch manche tränenfeuchten Augen auf Seiten beider Parteien konnten mich nicht umstimmen. Ich fuhr nach Hongkong um dort abschließend noch vier wundervolle Tage zu verbringen (Mein China-Highlight). Hier muss ich nochmal anmerken, ich liebe Hongkong und würde dort sofort nochmal ein halbes Jahr verbringen. Also geht hin, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt! Dann ging es von Hongkong nach Deutschland.

Zurück in der Heimat
Jetzt sitze ich hier im kalten Deutschland, glücklich wieder bei den Liebsten zu sein und glücklich eine so großartige Erfahrung gemacht zu haben. Gehe ich noch einmal nach China? Auf jeden Fall! Aber erst einmal auch etwas in Deutschland erreichen und dann geht’s auf, die Zweitheimat besuchen und schauen was meine Schüler so getrieben haben.

Ein letzter Tipp: Unterschätzt nicht das Heimweh! Es wird kommen, ohne Zweifel. Doch deine Freunde vor Ort und Skype sind da die besten Mittel gegen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Alles in allem überwiegt eindeutig das Positive, denn China ist viel mehr als man denkt: Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind die zwei Tugenden die China und seine Menschen am besten beschreiben.

Vielen Dank Christin für diesen schönen Rückblick auf dein Abenteuer. Wenn euch der Bericht inspriert hat, dann schaut doch mal bei unserem Teach and Travel China Programm vorbei :-)

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