Chinas spektakulärstes Fest: Das Eis-Festival in Harbin

Chinas spektakulärstes Fest: Das Eis-Festival in Harbin

Der Winter ist erneut über Deutschland hereingebrochen und es schneit und schneit. Wer es exotischer mag, in die Ferne will, aber auch Schnee haben möchte, für den haben wir heute genau das richtige! In China – genauer gesagt in Harbin – findet nämlich das alljährliche „Ice and Snow Festival“ statt. Was dort passiert, was es zu sehen gibt und warum dieses Eis-Festival so besonders ist, erklären wir euch in unserem heutigen Artikel.

Das Schnee und Eis-Festival in Harbin

Wer hat vorher schon einmal von einer Stadt namens Harbin gehört? Uns war sie bislang unbekannt, aber wir haben uns informiert: Harbin liegt im Nordosten von China und ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang. Da die Stadt so nah an Sibirien liegt, sind die Temperaturen dort sehr eisig und unser heutiges Wetter von -5 Grad Celsius ist im Vergleich noch warm. Aber der Grund, weswegen Harbin oft auch nur „Ice City“ genannt wird, sind nicht nur die harten Winter, sondern auch das berühmte Schnee und Eis-Festival, was dort jedes Jahr von Januar bis zur Schneeschmelze stattfindet.

Eis-Festival in Harbin: Stadt aus EisCopyright: Trent Strohm

Während des Eis-Festivals wird eine richtige Stadt mit Gebäuden, Skulpturen, Gottheiten und Sagengestalten erbaut.  Es ist eines der Hauptattraktionen von Harbin und lockt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt an. Daher bemühen sich die Aussteller immer um neue Ideen und Veränderungen, sodass es jedes Jahr etwas Neues und Anderes gibt. Das Eis-Festival hat auch immer ein besonderes Motto, an das sich jeder Eisskulpturen-Künstler halten muss.

Über 1000 verschiedene Künstler und Helfer errichten die riesigen Skulpturen und Gebäude aus entionisiertem Eis und müssen rund um die Uhr daran arbeiten, damit durch die Wärme nichts beschädigt wird. Besonders spektakulär ist der Anblick der Ausstellung bei Nacht, denn dann werden die Eisskulpturen von verschiedenen Lichtern und Scheinwerfern bestrahlt. Das Licht und die passende Musik verleihen der Eisstadt eine mystische Atmosphäre.

Sehenswürdigkeiten in Harbin

Die Region, in der Harbin liegt, war früher, als die Stadt 1898 gegründet wurde, von den Russen besetzt. Daher gibt es viele Gebäude mit Elementen der russischen Architektur, wie zum Beispiel die typischen bunten Zwiebeltürme. Auch einige europäische Architekturstile finden sich in den Bauten wieder, wie zum Beispiel die barocken Verzierungen und Schnörkel an Türen, Fenstern und Dächern. Wegen der barocken Einflüsse wird die Stadt auch gerne als „orientalisches  Paris“ bezeichnet – aber das liegt nicht allein an der Architektur! Denn Harbin war früher auch der erste Zwischenhalt für Waren aus Europa, die nach China verfrachtet werden sollten. Transportiert wurde beispielsweise die neuste Mode aus Paris, Rohstoffe und Lebensmittel oder deutsche Medizin, die über die erste Eisenbahnverbindung Chinas von Harbin aus weiter ins Land gebracht wurde. Daher galt Harbin schon damals als kultureller Mittelpunkt Chinas und konnte durch den Handel zwischen China und Europa eine gute wirtschaftliche Position erlangen.

Sehenswert in Harbin ist die russisch-orthodoxe San Sofia Kirche, die, wie eben erwähnt, im russischen Stil erbaut wurde. Heute befindet sich ein Geschichts- und Architektur Museum in der Kirche mit den schönen Türmen.

St. Sophia Church, HarbinCopyright: llee_wu

Zhongyang Dajie, die zentralste und exotischste Straße in Harbin, ist ebenfalls einen Besuch wert, denn sie war eine der ersten Straßen der Stadt. Geht man diese Straße entlang, wird man Zeuge der einzelnen kulturellen Einflüsse der Stadt. Der Tempel Jile, der übersetzt so viel heißt wie der Tempel der Glückseligkeit, ist einer der größten Tempel in der Region. Er besteht aus einem Torbogen, sieben Gebetshallen,  einen Turm und einer riesigen Buddha Statue und ist ebenfalls sehr sehenswert.

Jile Tempel, HarbinCopyright: Antoine 49

Eine weitere abenteuerliche Aktivität in Harbin, die man in Verbindung mit einem Besuch des Eis- Festivals machen kann, ist eine Tour durch den Tiger Park. Dort leben 600 sibirische Tiger, die sich wieder an die Natur und an die freie Wildbahn gewöhnen sollen. Die sibirischen Tiger gehören zu den Top 10 vom Aussterben bedrohten Tierarten auf der Welt. Sie finden in dem 120.000.000 Quadratmeter großen Park ein sicheres zu Hause und werden dort auch gezüchtet.

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Ein Kommentar

  1. Christina

    18. Januar 2013 at 08:09

    Schon sooo viele Bilder bestaunt ist Harbin wohl wirklich eine Reise wert. Warum muss es nur aus Schnee bestehen und so kalt sein? ;-)

    Schöne Grüße
    Christina

    Antworten

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