Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit in Kanada – Cathrin bei den Huskys – Leben mit Schlittenhunden

Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit in Kanada – Cathrin bei den Huskys – Leben mit Schlittenhunden

Kanada – das zweitgrößte Land dieser Erde hat vieles zu bieten: endlose Weiten, schneebedeckte Gebirge, zerklüftete Küsten, unberührte Natur und vielfältiges Wildlife. Natürlich auch glitzernde Metropolen und Millionenstädte – aber das wollte unsere Teilnehmerin Cathrin Rodde aus Berlin auf keinen Fall. Stattdessen zog es sie in die Wildnis – genauer gesagt zu unserem Husky-Projekt im Westen des Landes. Dort arbeitete sie sechs Wochen lang ehrenamtlich und unterstützte damit tatkräftig das Team vor Ort bei der Versorgung und Pflege der flauschigen Schlittenhunde. Heute erzählt sie uns ein wenig von ihren einzigartigen Erlebnissen vor Ort.

Hallo Cathrin, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast, um mit uns ein wenig über deine Freiwilligenarbeit in Kanada zu plaudern. First things first: Wieso Freiwilligenarbeit in Kanada? Und wieso ausgerechnet das Husky-Projekt?

Ich habe schon immer eine Leidenschaft für die raue Natur dieses Breitengrades gehegt. Vorher war ich bereits oft in Schweden, nun entschied ich mich für Kanada, unter anderem wegen der Sprache. Das Husky-Projekt wählte quasi mich aus, ich hatte vorher nie daran gedacht und als ich es entdeckte, ging mein Herz auf.

Stichwort Unterkunft & Verpflegung: Wie lief das vor Ort? Wo und wie hast du übernachtet? Wie war das mit dem Essen? Hast du selbst gekocht?

Unterkunft und Verpflegung ist ein kleines Thema für sich. Ich habe sogar manchmal für die Familie deutsche Spezialitäten aufgetischt, wurde aber selbst oft zum Essen in die hiesigen Restaurants eingeladen. Ich hatte einen ausreichenden Schlafplatz, ein WC und eine eigene Dusche. Nur Frühstück habe ich mir grundsätzlich selbst gemacht.

Jetzt mal zum eigentlichen Projekt: Was waren deine Aufgaben? Waren da noch andere Volunteers? Wie war das Verhältnis zu deinen Vorgesetzten?

Feeding, cleaning, socialising… Das waren meine Aufgaben. Für das Füttern der 90 Hunde habe ich sieben gefüllte Wasserkanister á 22 Liter angeschleppt (auf dem Gelände ist wohl kein fließend Wasser erlaubt), dann wurde das Trockenfutter mit dem Wasser gemischt und gefüttert. Das Füttern sollte nicht länger 1,5 Stunden dauern und danach werden die Hundeplätze vom Kot befreit. Wenn man anschließend noch fit genug ist, kann man auch mal mit den Hunden spielen: sie streicheln, den Bauch kraulen oder bei den Jungtieren auch mal einen Ball hin und her werfen.
Ich war der einzige freiwillige Helfer vor Ort und das Verhältnis zum Vorgesetzten und zur Familie war dadurch schnell familiär.

Welche Erwartungen & Wünsche hattest du an deinen Aufenthalt? Haben sich diese erfüllt?

Besondere Erwartungen hatte ich gar keine und gewünscht hatte ich mir nur, dass ich etwas komplett anderes mache als meinen Bürojob und die schöne Natur genießen kann. Und ja, diese haben sich erfüllt. :-)

Wirst du nach dem Projekt noch in Kanada bleiben? Welche Städte, Attraktionen oder Ausflugsziele stehen noch auf deiner Agenda?

Nach dem Projekt blieb ich noch zwei Wochen länger in Kanada und habe Vancouver sowie Vancouver Island besucht. Da war ich sogar tauchen, sehr zu empfehlen! Weiterhin standen Edmonton, Ponoka und Red Deer auf meiner Liste. Ich habe mich sehr in dieses Land verliebt.

Wie sieht die Zeit nach deinem Kanada-Abenteuer aus? Was hast du für Pläne?

Jetzt wartet erst einmal mein Job wieder auf mich. Meine Pläne werden mich aber sicherlich im nächsten Jahr noch mal nach Kanada führen. Wer weiß, vielleicht diesmal für länger…? ;-)

Vielen Dank für das Gespräch, Cathrin. :-)

Wer mehr zum Thema Freiwilligenarbeit in Kanada erfahren möchte – auf unserer Website gibt’s alle Infos.

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