Heute berichtet unser Gastautor Daniel von seinem Ausflug in die australische Backpacker-Metropole Cairns in Queensland, wo er seine Semesterferien verbracht hat. Was ihm im Vergleich zu Sydney als erstes ins Auge fällt, erfahrt ihr hier.

Um dem kalten Winter in Sydney bei 10 bis 15 Grad zu entgehen, habe ich die Semesterferien für eine Reise nach Cairns in Queensland genutzt. Winter in Shorts und T-Shirt und den Sonnenbrand gab es umsonst dazu. Knapp 3.000 Kilometer nördlich von Sydney liegt der Backpacker-Ort mit etwa 100.000 Einwohnern. Nach drei Stunden Flug war ich also immer noch im gleichen Land und trotzdem ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht, verglichen mit Sydney.

Eine Stadt voller Sportler und ohne Stress

Schon kurz nach der Ankunft, bei einem Spaziergang an der Esplanade, wurde klar, wie anders es hier ist. Überhaupt kein Großstadtstress, keine Geschäftsleute, die hektisch durch die Straßen laufen, weit weg von jeglichem Stress. Hier ticken die Uhren völlig anders. Cairns scheint eine Stadt für Sportfans zu sein. An der Promenade kommen einem unzählige Jogger, Radfahrer und Skater entgegen.Beach von Cairns

An verschiedenen Punkten stehen Exercise Stations für Klimmzüge und Situps. Sogar ein Beachvolleyballfeld und ein riesiger Skatepark locken viele Sportsüchtige. Schwimmen sollte man hier im Meer jedoch nicht, da überall vor Krokodilen gewarnt wird. Jedoch kann man bei Ebbe ein ganzes Stück Richtung Wasser laufen.

Auch die angrenzenden Flüsse sind nicht für Badegäste geeignet. Trotzdem sind überall Touristen. Hauptsächlich junge Leute, die hier einen kurzen Zwischenstopp bei der Erkundung Australiens machen. Cairns ist ein absolutes Muss bei der Tour. Hier sieht man viel mehr Tradition als in Sydney. Die Zeit scheint irgendwann stehen geblieben zu sein. Kein Wunder, denn erst seit den 1970er Jahren kommen Touristen hierher.Palmen in Cairns

Was vor dem Tourismus da war

Vorher lebten die Menschen hier einzig und allein vom Rohrzuckeranbau. Der wächst übrigens immer noch überall in und um Cairns zu sehen und wird in die ganze Welt exportiert. In der sumpfigen Gegend wächst Zuckerrohr besonders gut. Während der Sommermonate regnet es fast ununterbrochen. Dafür ist der Winter umso schöner und zieht jedes Jahr unzählige Touristen an.

Im zweiten Weltkrieg war die Stadt im Norden Queenslands ein Versorgungsstützpunkt. Mittlerweile macht der Tourismus 70 und der Zuckerrohranbau 30 Prozent des Einkommens aus. Und dass hier mittlerweile alles auf die Gäste ausgerichtet ist, merkt man sofort. Im Zentrum der Stadt locken zahlreiche Restaurants zum Essen. Italienische, türkische, spanische, libanesische und auch chinesische Lokale haben für jeden das Passende im Angebot.Cairns bei Nacht

Ein paar touristische Highlights

Und zwischen den ganzen Lokalen gibt es schöne, kleine Läden mit Bildern von Aborigines, traditionellem Schmuck und Souvenirs für Touristen. Mir ist besonders der »Happy Herbs Shop« aufgefallen. Was es da für Kräuter gibt, weiß ich nicht. Aber es war ein sehr hübsches kleines Geschäft. Quasi wie in Deutschland in den 1970ern.

Ein besonders schönes Foto kann man von der Promenade in Richtung Zentrum aus machen. Hinter einem Yachthafen ist ein Berg. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist die Spitze immer in dicken Nebel gehüllt. Egal, ob am Tag oder in der Nacht, die dicke Wolke ist wirklich immer da. Stellt euch davor und lasst euch knipsen. Und dann erzählt zu Hause, ihr habt erlebt, wie der berühmte Vulkan in Cairns aktiv wurde ;-).Shoppingmeile Cairns

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