Heute ist unser Gastautor Daniel unterwegs in das kleine Bergdorf Kuranda. Ein Dörfchen mitten im australischen Regenwalds in der Nähe der Stadt Cairns und nur zu erreichen über eine quasi historische Eisenbahnstrecke.

Ca. 30 Minuten von Cairns liegt das Dorf Kuranda auf einem der umgebenden Berge, mitten im Regenwald. In das Dörfchen fährt man am besten mit der historischen Kuranda Scenic Railway, die am Ende des 19. Jahrhunderts fertig gestellt wurde. Sowohl am Zug als auch am Bahnhof wurde nichts verändert. Die Uhren ticken in Cairns langsamer. Hier scheinen sie stehen geblieben zu sein.Kuranda-Eisenbahn vor einem Abgrund

Und ab geht’s in den Regenwald

Da es noch sehr früh am Morgen war, haben wir, um fit zu werden, in Kuranda erst einmal einen Bushwalk gemacht. Über Pfade geht man durch das satte Grün des Regenwaldes einmal um den Ort herum. Auf dem Weg ist auch eine der ganz alten Eisenbahnbrücken zu sehen. Hier fühlt man sich für einen Moment in eine andere Zeit versetzt.

Vorbei am Barron River – wo man übrigens auch keine Schwimmübungen machen sollte – gelangt man nach etwa zwei Kilometern wieder an den Bahnhof. Direkt dahinter wurden wir ein weiteres Mal in eine andere Zeit befördert. Vor einer Kneipe stand ein Mann und hat mit Peitschenhieben die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich gezogen, um so sein Mittagessen anzupreisen.Blick ins Innere der Kuranda-Eisenbahn

Aber natürlich auch hier gibt es Tourismus

Das idyllische Bild wird einzig durch den Geldautomat im Inneren des Restaurants gestört. Von hier geht’s weiter zur Hauptstraße mit vielen traditionellen Geschäften, in denen vor allem Kunstwerke der Aborigines und…? Richtig! Produkte aus Krokodilleder angeboten werden. Da darf natürlich auch der unverwechselbare Klang eines Didgeridoos nicht fehlen. Hier sind überall kleine Märkte in den Markthallen, wo es – neben wirklich schönem Schmuck und teuren Edelsteinen – auch die typischen Souvenirs für Touristen gibt.

Und am Ende der Hauptstraße zeigt das Dörfchen noch einmal seinen unverwechselbaren Charme. Wie vor 100 Jahren werden hier Bonbons hergestellt. Die klebrige Masse wird auf einer alten Maschine manuell gedreht und gerührt, bevor sie schließlich abgepackt wird. Die Bonbons schmecken noch nach Bonbons. Leider kann man sie nur in Kuranda und in Cairns kaufen.Auf dem Boden sitzender Digeridoospieler

Ich finde, dass dieser kleine Ort perfekt für einen ruhigen und entspannten Tag ist. Cafés und Restaurants bieten Platz und Gelegenheit für eine Pause. Und ich hatte auch gar keine Lust, mich zu beeilen. Man passt sich ganz automatisch dem Tempo des Ortes an.

Wieder zurück durch die Wildnis

Den Weg zurück macht man am besten mit der Kuranda Sky Rail. In luftiger Höhe schwebt man über den Regenwald und hat einen atemberaubenden Blick auf Cairns und die umgebenden Berge. Auf dem Weg nach unten haben wir noch einen Zwischenstopp bei den Barron Falls gemacht. Riesige Wasserfälle, die ins Tal stürzen. Da keine Regenzeit war, lief leider nur wenig Wasser hinunter.Kleiner See im Regenwald von Kuranda

Aber es war trotz allem ein traumhafter Anblick. Wer möchte, kann auch direkt an den Wasserfall gelangen. Vom Dorf aus führt ein Weg dorthin.

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