Auslandspraktikum in Neuseeland – Catering in luftiger Höhe

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Jeder weiß, das Essen im Flugzeug kann saulecker oder kaum genießbar sein. Für das Catering bei Deutschlands größter Airline ist logischerweise die eigene Konzerntochter zuständig – und hier wird großer Wert auf beste Qualität gelegt. Davon konnte sich unsere Teilnehmerin Rhea aus Stuttgart persönlich überzeugen. Für ein Auslandspraktikum in Neuseeland verließ sie für fünf Monate ihre Heimat im Schwabenland und zog nach Auckland, der größten Stadt Neuseelands. Von ihrer erlebnisreichen Zeit am anderen Ende der Welt erzählt sie uns – und euch – heute hier.

Skyline Auckland

First things first: Warum hast du dich für ein Auslandspraktikum und speziell in Neuseeland entschieden?

Viele deutsche Unternehmen fordern mittlerweile Berufserfahrung im internationalen Umfeld und so habe ich mich nach Abschluss meines technischen Studiums entschieden, ein Auslandspraktikum zu machen. Die Entscheidung für Neuseeland war ziemlich pragmatisch: Zum Einen war das Praktikumsangebot sehr gut und zum Anderen kannte ich das Land von einem vorherigen Urlaub schon und wusste daher ungefähr, worauf ich mich einlasse.

Inwiefern hast du dich vorbereitet? Wie gefiel dir die Vorbereitung von Seiten Stepin?

Die Vorbereitung durch Stepin war super! Teilweise war ich sogar echt überrascht über die großartige individuelle Betreuung, da ich ja garantiert nicht die einzige Kandidatin zu der Zeit war. Aus familiären Gründen musste ich sehr kurzfristig meinen Abflug um eine Woche verschieben und selbst das ging absolut reibungslos und ohne Probleme, die Erreichbarkeit sowohl per Mail als auch per Telefon war super.
Meine Vorbereitung bestand eigentlich nur darin, zu entscheiden, was ich mitnehmen soll/kann, da sich so ziemlich jeder Koffer als viel zu klein entpuppt hat.

Visum & Flug – wie reibungslos lief die Organisation?

Absolut super! Mehr kann man nicht zu sagen. Da mein Flug von Frankfurt aus gestartet ist, hatte ich ein Zug-zum-Flug-Ticket und bin damit sehr gut zum Flughafen gekommen. Flug, Flugroute und Fluggesellschaft war top, selbst mein Special-Meal (vegetarisch) wurde mit gebucht. Das Visum hatte ich auch rechtzeitig und bei der Einreise hat alles geklappt.

Praktikum Neuseeland - Wairakei-Terraces

Wie war die Ankunft in deinem neuen Zuhause?

Meine Ankunft war super, was aber wahrscheinlich auch an den Temperaturen lag. Schließlich bin ich in Deutschland im Winter losgeflogen und in Auckland im Sommer angekommen. Schön war auch, dass ich am frühen Nachmittag gelandet bin, bei Tageslicht ist doch vieles einfacher. Am Flughafen habe ich dann schnell mein Shuttle-Taxi gefunden und wurde direkt vor der Haustür meiner Gastfamilie abgesetzt. Meine Hostmum Sally hat mich schon erwartet und sehr lieb begrüßt. Sie hat mir kurz das Haus gezeigt und mir dann erst mal Zeit gelassen mich zu sortieren und einzurichten.

Wie genau warst du untergebracht? Und wie lief das mit der Verpflegung?

Ich war die gesamte Zeit bei einer Gastfamilie, eine alleinerziehende Mum mit Tochter, untergebracht und es war super schön, einen Familienanschluss zu haben. Sie konnten mir viele Tipps zu Ausflügen geben und haben einem das Eingewöhnen sehr erleichtert. Morgens und abends gab es Verpflegung, für das Frühstück konnte ich mir wünschen, was ich haben wollte und zum Abendessen wurde meistens (größtenteils vegetarisch) gekocht. Ich habe selten so leckeres Essen gegessen! Für das Mittag war ich selber verantwortlich, aber da es in meiner Firma eine Kantine gab, musste ich nur etwas für die Wochenenden planen ;)

Praktikum Neuseeland - Sunrise Gisborne

Was waren konkret deine Aufgaben? Wie lief ein typischer Tag ab?

Meine Aufgabe war die Zuarbeit für den National Procurement Manager. Dieser hatte auch erst vier Monate vorher dort angefangen und daher standen einige Projekte zur Optimierung bzw. Neustrukturierung an. Meistens habe ich von 9 bis 17 Uhr gearbeitet. Ein typischer Arbeitstag sah so aus, dass ich vormittags meine Mails gecheckt und die kleineren Aufgaben sofort erledigt habe. Nach dem Mittag fanden dann ab und zu Besprechungen oder Vor-Ort-Termine in der Produktion statt und anschließend, mit neuen Aufgaben versorgt, habe ich dann weiter bis zum Feierabend gearbeitet.
Besonders schön war auch, dass manchmal ein Morning-Tea oder ein Afternoon-Tea zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Verabschiedungen, Neubegrüßungen oder Babypausen veranstaltet wurden, wo jeder eine Plate-to-Share mitgebracht hat. Sowieso war die Arbeitsatmosphäre trotz Großraumbüro sehr freundlich und locker.

Stichwort Kulturschock: Welche Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Neuseeland sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Einen richtigen Kulturschock habe ich gar nicht erlebt, eigentlich war es eher schön zu sehen, dass es auch einen anderen als den deutschen way of life gibt. Die Kiwis sind unheimlich gelassen, sowohl beruflich als auch privat, und trotzdem funktioniert alles. Da können sich die Deutschen locker eine Scheibe von abschneiden.
Am meisten werden mir wahrscheinlich die diagonalen Ampeln in Erinnerung bleiben: Anfangs habe ich mich wirklich nicht getraut, diagonal über die Kreuzung zu laufen, weil das echt abstrus aussieht, aber man gewöhnt sich dran :D

Praktikum Neuseeland - White Island Vulcano

Wie hast du deine Freizeit gestaltet? Welche Highlights/Sehenswürdigkeiten kannst du empfehlen?

An den Wochenenden war ich (natürlich) meistens unterwegs: entweder in Auckland oder auf der Nordinsel. Rangitoto ist ein absolutes Muss, genauso wie das Cape Reinga mit dem Sand Boarding. Wer Zeit und Lust hat, kann sich in Gisborne den ersten Sonnenaufgang der Welt anschauen – es ist magisch zu sehen, wie die Sonne aus dem Meer aufsteigt…
Dann bleiben natürlich noch Rotorua mit dem Kiwi Nighthouse und dem Thermal Wornderland, die Glowworm Caves, Napier und Wellington.
Die ANZAC-Parade sollte man sich unbedingt anschauen (falls man zu der Zeit in Auckland ist). Man muss zwar echt früh aufstehen, aber es herrscht eine tolle Atmosphäre und es gibt sonst nicht viele Möglichkeiten, die neuseeländische und australische Nationalhymne zu hören.
Als Geheimtipp kann ich Whakatane sehr empfehlen, von dort aus starten Touren zum White Island Vulcano, dem einzigen aktiven Vulkan Neuseelands. Der Preis schreckt zwar vielleicht auf den ersten Blick ab (ca. 200 NZD), das ist es aber absolut wert! Der Vulkan ist total beeindruckend und mit etwas Glück sieht man auf der Fahrt Delfine (ich hatte Glück!). Auf dem Rückweg gibt es noch ein leckeres Lunchpaket, was absolut zur richtigen Zeit kommt, denn nach der Tour ist man echt geschafft.

Worauf sollten sich zukünftige Teilnehmer in Neuseeland einstellen/vorbereiten (i.e. was hättest du gern vorher gewusst)?

Ich muss gestehen, dass ich mich nicht groß vorbereitet habe. Ich musste aber auch feststellen, dass das genau richtig war: Denn auf das, was einen in Neuseeland erwartet, kann man sich nicht vorbereiten. Man hört vorher so viel, versteht es aber erst, wenn man da ist. Und vor Ort sind alle so lieb und hilfsbereit, da findet sich alles von selbst!

Rhea Heßler - Praktikum Auckland

Was möchtest du unbedingt noch loswerden?

Einen Tipp hab ich doch: unbedingt Weichspüler mitnehmen! Den gibt es hier nicht zu kaufen (jedenfalls habe ich keinen gefunden und ist auch bei Heimweh eine große Hilfe – riecht halt wie zu Hause) ;-)

Vielen Dank, Rhea, für diesen anschaulichen Bericht! Wer jetzt auch auf den Geschmack gekommen ist und Neuseeland gern mit eigenen Augen erkunden möchte, findet hier alle Infos zum Auslandspraktikum in Neuseeland.

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