Linda in Neuseeland #2: Linda Luna berichtet

Linda in Neuseeland #2: Linda Luna berichtet

Unsere Stipendiatin Linda Luna ist nach Down Under aufgebrochen, um dort für ein halbes Schuljahr die Schulbank zu drücken. Während ihres Schüleraustausch in Neuseeland wird sie uns regelmäßig hier auf der Weltneugier auf dem Laufenden halten.

Über Traumstrände, Schuluniformen & einen Gastfamilienwechsel zum „New Zealand Way of Life“

Nach drei Wochen schaffe ich es, euch von meiner neuen Heimat am anderen Ende der Welt zu berichten. Das liegt zum größten Teil daran, dass ich schon viel erlebt habe und eine schwere Entscheidung treffen musste. Wie und was genau erzähle ich euch in den kommenden Zeilen.

Linda vor der Skyline von Auckland

Ein von Palmen umrundeter Flughafen hat uns nach 2 Tagen Flug erwartet, und ich muss sagen, der erste Eindruck war überwältigend. Ich war sofort ein Fan von den Straßenschildern, Schulbussen, Briefkästen und Dairys (Kiosks), die aussehen, als wäre die Zeit im 19. Jahrhundert stehen geblieben. Nach gefühlten 20 Sicherheitskontrollen hat uns dann Michelle Klaassen [von der Partnerorganisation in Neuseeland; Anm. d. Red.] in Empfang genommen und wir sind zum 2-tägigen Vorbereitungsseminar zur „Epsom Girls Grammar School“ gefahren. Das Seminar war echt gut gemacht; eine Mischung aus Ausflügen (Skytower, Mission Bay, Newmarket) und Workshops (Reisen, Regeln, Kultur).

Nach dem Vorbereitungsseminar hat meine Gastfamilie mich abgeholt. An dem Tag habe ich dann auch gleich die ganze Familie kennengelernt: die Oma hat mich erst einmal beim Wirsingschneiden unter die Lupe genommen und einen Test, wie viele Apple Pies ich essen kann, gemacht. Die Pies konnte ich dann erst mal beim Rugbyspiel verdauen: die „Chiefs“ spielten gegen die „Crueders“ – bis jetzt die einzigen Mannschaften, die ich außer den „All Blacks“ kenne ;). Die zweite Hälfte des Spiels habe ich dann dank meinem Kumpel „Jetlag“ nicht mehr gepackt…

Linda und ihre SchuluniformNach dem Wochenende bekam ich dann zum ersten Mal das „Avondale College“ zu sehen. Avondale ist ziemlich groß, aber man hat nach ein paar Tagen schnell das System und den Aufbau der Gebäudeblöcke raus. Die Wahl der Fächer ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, da es so viele tolle Sachen gibt: zum Beispiel Food Technology, wo man lernt, wie man eine Creme Brulée macht – und ich persönlich liebe Essen und Süßes ;). Es sind echt so viele Fächer, dass man sie am liebsten alle ausprobieren möchte.

Der Unterricht ist hier ganz anders als in Deutschland, viel lockerer. Am Anfang sind Sachen wie „Form Class“ ziemlich neu: 20 Minuten, in denen einem Termine gesagt werden (ist aber eigentlich eher wie eine vorgezogene Pause). Oder die Strenge bei der Schuluniform, die man unbedingt auch nach der Schule richtig tragen sollte, sonst bekommt man Ärger (so wie ich :D).

In der ersten Woche mit meinem neuen Stundenplan war ich zum ersten Mal auf mich allein gestellt, zum Beispiel wenn es um‘s Klassenraum finden oder Bekanntschaften machen ging. Was ich gemerkt habe, ist, dass hier alle extrem nett sind, aber auch, dass das Freundschaften schließen nicht ganz so einfach ist, wie man es sich im Vorhinein vorstellt.Man muss echt, gerade bei einer so großen Schule wie Avondale, wo man einer von circa 170 Internationals ist, seinen Mut zusammennehmen, auf die Kiwis zuzugehen oder sich beim Lunch einfach dazuzustellen. Wenn man das macht, klappt das auch alles und man findet schnell neue Freunde.

Linda @ the beach

Was sich bei mir viel mehr zu einem Problem entwickelte, war unglücklicher Weise meine Gastfamilie. Das Haus war nicht das sauberste und es war zudem sehr laut aufgrund der drei Kinder. Sie sind echt keine schlechte Familie, aber die Eltern sind beide berufstätig – das und die drei Kinder, die auch nicht gerade einfach sind, ist meiner Meinung nach zu viel, um noch einen Homestay-Student aufzunehmen. Die Chemie hat meiner Meinung nach halt nicht so gestimmt und die Tatsache, dass ich jetzt so happy bin, zeigt mir, dass es die richtige Entscheidung war zu wechseln.

Das „International Department“ der Schule hat mir dabei sehr geholfen; die Homestay-Koordinatorin Amanda Brophy hat mir immer geduldig zugehört und mir sogar geraten, zu wechseln. Das ist auch gerade eben erst passiert. Ich sitze in diesem Moment auf meinem neuen Bett und kann nur sagen: jetzt gerade bin ich so glücklich wie noch nie. Ich kann nicht genau beschreiben, warum, aber ich fühle mich wohler denn je! :)

Jetzt habe ich das Gefühl, endlich richtig in Neuseeland angekommen zu sein.

 

Über die neue Familie und einen Ausflug nach Rotorua könnt ihr in Teil 3 lesen

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2 Kommentare

  1. Malapascua86

    22. August 2013 at 20:38

    Super interessanter Bericht! Wirklich spannend mal so eine Geschichte zu lesen ;-) Viele Grüsse aus Zürich

    Antworten

    • Linda Luna

      25. August 2013 at 11:24

      Freut mich sehr das er dir gefällt :)
      Viele Grüße aus Neuseeland

      Antworten

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