Ausland und Karriere: Mein Praktikum in London

Ausland und Karriere: Mein Praktikum in London

Viele Schüler, Absolventen, Studenten oder junge Leute wollen ins Ausland – nicht nur um zu Reisen sondern auch um die Leute, die Sprache und die Kultur zu erkunden und einfach für einen längere Zeit im Ausland zu bleiben.

Ein Hauptbeweggrund ist sicherlich die Neugierde und Abenteuerlust, Neues zu erleben und  zu sehen wie die Menschen in anderen Teilen der Welt leben und sie aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Dabei spielt die persönliche Entwicklung ebenfalls eine große Rolle, denn man lernt nicht nur, sich in eine andere Kultur einzufinden, sondern auch mit anderen Sichtweisen, Einstellungen und Gebräuchen zu Recht zu kommen und diese zu akzeptieren.

Kensington Palace

Und ist der Kulturschock, der je nach Land unterschiedlich groß ausfällt, erst einmal überwunden, kann der Spaß beginnen. Es gibt viele Möglichkeiten die Welt zu erkunden, wie zum Beispiel einen Schüleraustausch, einen Work and Travel– oder Au-pair-Aufenthalt. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass man seine Sprachkenntnisse während der Zeit im Ausland erheblich verbessern kann, weil man sich ja irgendwie verständigen muss. Wer sich das nicht zutraut, der kann auch als Einstieg erst einmal einen Sprachkurs belegen.

Boote auf der Themse

Während meines Studiums habe ich meine Koffer gepackt und mich auf nach London gemacht. Da wollte ich nämlich schon immer einmal für länger hin. Für ein halbes Jahr habe ich also in der größten Stadt Europas gelebt und bei einem Reiseveranstalter, der Gruppenreisen nach England, Schottland, Irland und Wales verkauft hat, ein Auslandspraktikum gemacht. Das war eine der schönsten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Dabei habe ich nicht nur erste Einblicke in das Geschäftsleben bekommen und wichtige Arbeitsschritte gelernt, sondern auch viele neue Leute kennengelernt und meine Sprachkenntnisse verbessert. In der Firma so wie auch mit den Kunden musste ich natürlich Englisch sprechen und auch in der WG, die ich mir im Stadtteil Harrow-on-the-Hill mit einer Polin, einer Taiwanerin und einer Inderin geteilt habe. Anfangs war es noch schwierig, die unterschiedlichen Akzente und Dialekte zu verstehen, aber nach einiger Zeit ging das auch ganz ohne Probleme.

Squirrel im Park

Außerdem habe ich London von allen Seiten erkundet. Es gibt fast keinen Ort und keine Stelle, an der ich noch nicht war und auch um London rum habe ich viel gesehen, wie Windsor Castle, Greenwhich, Stonehenge, Brighton und Cambridge! ;-) Auch die britische Kultur hat mir sehr gut gefallen. In London mag ich besonders die Mischung aus Moderne und Technik (wie dem Self-Checkout in den Supermärkten), der traditionellen, etwas altmodischen Art der Briten (dem Nachmittagstee und Sunday Roast zum Beispiel) und der kulturellen Vielfalt, die sich vor allem in den vielen Festen und Veranstaltungen, im Essen, in der Musik und in der Mode zeigt.

Big Ben & Westminster Abbey

Aus beruflicher Sicht hat es mir natürlich auch etwas gebracht. Nicht nur die Arbeitserfahrungen, die man mit einem Praktikum vorzeigen kann, auch die Sprachkenntnisse, das interkulturelle Verständnis und Zusammenarbeiten und den Mut, überhaupt ins Ausland zu gehen sind Aspekte, die vielen Arbeitgebern und Headhuntern wichtig sind – gerade in internationalen Unternehmen.

London Eye

Einen wirklichen Kulturschock hatte ich übrigens nicht. Als ich ankam, kannte ich anfangs niemanden, die Gegend war mir fremd, ich hatte kein Internet und keinen TV – das hat für die ersten zwei Stunden für einen kleinen inneren Tumult gesorgt, war aber schnell vergessen, nachdem meine neuen Mitbewohner nach Hause kamen. Schnell habe ich dann auch Freunde gefunden und das halbe Jahr verging wie im Fluge – und ich würd´s immer wieder tun! ;)

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