Au-pair USA: Mitarbeiterin Katharina in New York

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Unsere Mitarbeiterin Katharina war 2007 als Au-pair in den USA und hat dort in der Nähe von New York ein Jahr lang auf drei Kinder aufgepasst. Jetzt hat Katharina einen Besuch unserer Au-pair Partner vor Ort genutzt, um ihre Gastfamilie nach 10 Jahren wiederzusehen.

Du warst ja selber mal Au-pair. Erzähl mal!

Meine Au-pair Zeit liegt schon 10 Jahre zurück, aber ich habe immer noch tolle, einzigartige Erinnerungen daran. Im August 2007 ging es für mich mit der dreitägigen Orientation in New York City los und anschließend zu meiner Gastfamilie, die nur eine halbe Stunde von Manhattan entfernt im Norden New Jerseys lebte. Die Kinder der Familie, Jamie, Max und Claire waren damals zwei, fünf und neun Jahre alt.

New Yorks SkylineIn den ersten Wochen war erst einmal alles neu und ich musste mich in meiner Rolle als Angestellte/Familienmitglied auf Zeit zurechtfinden. Als dann die Sommerferien zu Ende waren und ein etwas geregelterer Alltag eintrat, ging alles ganz schnell und ich hatte meine »Routine« gefunden:

Morgens Kinder wecken, für die Schule fertig machen, Frühstück vorbereiten und die beiden Großen zur Schule bringen. Anschließend hatte ich zweimal die Woche mit Jamie Babyschwimmen und die anderen Vormittage frei.

In der Zeit habe ich zwei Collegekurse besucht und mich mit Freunden getroffen. Am Nachmittag ging dann die richtige Kinderbetreuung los. Entweder ich habe mit den Jungs zu Hause gespielt oder ich habe Claire zum Tanzen oder anderen Veranstaltungen gefahren. Abends haben wir meist als Familie Abendbrot gegessen. Entweder hatte ich dann Feierabend oder ich habe die Jungs gebadet und anschließend ins Bett gebracht.

Ich war das erste Au-pair der Familie, daher mussten sich auch die Kinder an die neue Situation gewöhnen. Manchmal war es schwierig und natürlich ist nicht das ganze Jahr immer alles toll. Das ist es aber ja in der Regel zu Hause auch nicht.

Central Park in New York Wichtig ist, dass man an solchen Aufgaben wächst und merkt, dass man viel mehr schafft, als man es vorher vielleicht angenommen hätte.
Wenn zwischendurch das Gefühl aufkommt wieder nach Hause zu wollen, dann immer vor Augen führen: Am nächsten Tag sieht die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus.

Die Familie möchte auch, dass sich das Au-pair wohlfühlt. Sollte einen also etwas bedrücken, immer versuchen es offen anzusprechen. Wenn das nicht klappt, hat man seinen Local Coordinator und auch unsere Partner vor Ort, die weiterhelfen können. Und zu guter Letzt: Wann sonst hat man die Gelegenheit für ein ganzes Jahr die amerikanische Kultur hautnah kennenzulernen und in den USA zu leben?!!! Es lohnt sich wirklich!

Was genau hast du jetzt in NY gemacht?

High School Teilnehmer reisen aus in die USAIch durfte Anfang August einen Teil der Stepin High School-Schüler bei ihrer Ausreise nach New York begleiten. Dort habe ich mit ihnen an der 3-tägigen High School Orientation teilgenommen. Nachdem alle auf dem Weg zu ihren Gastfamilien waren, habe ich das Büro unserer Au-pair Partner in Manhattan besucht. Ich hatte die Möglichkeit einen Einblick zu bekommen, wie es auf der »anderen Seite« aussieht, also alles was nach der Übermittlung der Bewerbungsunterlagen passiert und wie die Partner arbeiten.

Wirklich alle waren sehr nett und hilfsbereit. Sollte also mal ein Problem während des Au-pair Aufenthalts entstehen, das man nicht mit seinem Local Coordinator klären kann, trifft man bei unserem Partner immer auf ein offenes Ohr und ist in sehr guten Händen.

Wurden dir ein paar gute Tipps für unsere Au-pairs mitgegeben?

Katharina mit Michael von der Partnerorganisation

1. Vorstellungsvideo

Gastfamilien legen sehr großen Wert darauf von Anfang an ein besseres Bild von ihrem potentiellen Au-pair zu haben und so werden Profile ohne Video teils gar nicht erst angeschaut, auch wenn der Rest der Bewerbung sonst überzeugend war. Also an alle angehenden Au-pairs: Und Action!

2. Ausführliche Beschreibung

Je besser und genauer der erste Eindruck auf die Gastfamilie ist, desto größer stehen die Chancen auf eine Kontaktaufnahme. Erzählt auch beim schriftlichen Teil der Bewerbung möglichst viel über euch! Man sollte auf jeden Fall den Platz in den Kommentarfeldern neben den Fragen nutzen, um seine Antworten zu erläutern.
Das Team von InterExchange

3. Beliebtes Beispiel: Wie viele Kinder traue ich mir zu?

Durchschnittlich haben amerikanische Gastfamilien drei Kinder. Wenn man sich mit dem Gedanken nicht wohlfühlt auf drei Kinder alleine aufzupassen, ist es immer besser, dies auch so zu schreiben. Zusätzlich kann man Anmerkungen angeben, z.B. dass man sich drei Kinder zutraut, sofern sie nicht jünger als 5 Jahre sind. Das ist in jedem Fall besser, als einfach zu schreiben, dass man maximal zwei Kinder betreuen würde. Die meisten Familien mit drei Kindern schreiben einen daraufhin verständlicherweise gar nicht erst an und so entgeht einem eventuell eine tolle Familie.

Ich selber war am Anfang auch nicht sicher, ob ich mir drei Kinder zutraue. Nachdem ich mit meiner Gastmutter gesprochen hatte und sie mir die Betreuung genauer erklärt hat, waren meine Bedenken verflogen. Ich bin letztlich froh, dass ich mich nicht von der Anzahl der Kinder habe abschrecken lassen.

3. Offen sein für Neues

Grundsätzlich gilt, nicht nur beim Bewerbungsprozess, sondern auch während der aktiven Gastfamiliensuche und natürlich vor allem in den USA: Offen sein für alles Neue, sich nicht von vorgeformten Ideen einschränken lassen und die USA in ihrer Vielfalt und ihren Unterschieden zur Heimat in vollen Zügen genießen.

Wie genau funktioniert die Gastfamiliensuche in den USA?

Grand Central Station in New YorkNachdem Stepin die vollständigen Unterlagen erhalten hat, werden sie in die USA gesendet. Dort wird ein Online-Profil der Au-pairs erstellt. Auch von allen Gastfamilien wird ein Profil erstellt – die übrigens genau wie die Au-pairs vorher einen Bewerbungsprozess durchlaufen und geprüft werden, bevor sie als Gastfamilien aufgenommen werden.
Interessiert sich eine Familie für ein Au-pair, können sie dieses für 24 Stunden blocken, das heißt es ist für andere Familien mehr sichtbar. Die Gastfamilie nimmt per Mail Kontakt zu dem Au-pair auf, um sich näher kennenzulernen. Wenn man sich sympathisch ist, ist ein Skype Gespräch der nächste Schritt. Im Idealfall ist danach klar, dass Familie und Au-pair sich füreinander entscheiden. Dann kommt es zum Match und die Suche ist vorbei. Wenn nicht, dann geht die Suche eben weiter, bis man ein gutes Gefühl bei seiner Wahl hat.

Aber auch hier ein Tipp von mir: Flexibel sein und nicht nach der »perfekten« Familie suchen. Die gibt es nämlich nicht. Bei mir waren damals zwei Dinge besonders wichtig bei der Entscheidung für eine Familie: Verstehen wir uns auf einer persönlichen Ebene (man arbeitet schließlich nicht nur für die Familie, sondern wohnt auch mit ihnen zusammen) und haben wir ähnliche Ansichten bei der Kindererziehung?

Hast du sonst noch Interessantes erfahren?

Ich fand es sehr interessant, dass es mittlerweile in fast allen Staaten vorgeschrieben ist, seinen amerikanischen Führerschein zu machen. Ich bin damals noch das ganze Jahr mit dem Internationalen gefahren. Aber mit amerikanischem Führerschein braucht man in den USA kein weiteres Ausweisdokument. Der Reisepass kann also zu Hause gelassen werden und man läuft nicht Gefahr ihn zu verlieren.

Aber generell zum Thema Führerschein: Ohne geht es nicht in den USA! Die USA sind nicht mit Deutschland vergleichbar, was Entfernungen und auch den Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln angeht. Eigentlich fährt jeder mit dem Auto. Genau das erwarten also auch Gastfamilien. Kinder müssen von und zur Schule gebracht werden oder haben Hobbies, zu denen sie auch nicht mit dem Fahrrad fahren. Das Au-pair muss also in der Lage sein, das zu übernehmen.

Danach hast du deine ehemalige Gastfamilie besucht. Wie war es?

Katharinas Au-pair Kinder 2007Ich habe über die Jahre immer Kontakt zu meiner Gastmutter gehalten und die Familie 2009 und 2010 im Sommer wieder besucht. Seit die Kinder älter sind und selber Social Media nutzen, haben wir auch ab und an Kontakt. Zu Weihnachten schicke ich außerdem immer ein kleines Paket mit der guten German Chocolate.

Trotzdem war es ein komisches Gefühl nach fast 7 Jahren wieder zu Besuch zu sein. Besonders bei den beiden Jungs, war ich mir unsicher an was sie sich erinnern und wie das erste Aufeinandertreffen ablaufen würde. Zum Glück war die Sorge aber unbegründet. Mit Claire war alles sofort wie damals. Wie haben uns daran erinnert, was wir damals zusammen erlebt haben und sogar festgestellt, dass sie jetzt das Gleiche studiert wie ich noch vor einem Jahr. Wir haben uns zwar schon damals sehr gut verstanden, aber zu hören, dass wir uns noch immer sehr ähnlich sind, war ziemlich lustig. Max ist mittlerweile ein Teenager mitten in der Pubertät und war viel mit seinen Freunden unterwegs. Aber wenn ich ihn gesehen habe, haben wir uns auch super verstanden.

Katharinas Au-pair Kinder heuteAm spannendsten war allerdings Jamie wiederzusehen. Er hat sich natürlich nicht mehr an mich erinnert. Es war aber total schön zu sehen, dass er zu einem sehr interessierten, intelligenten Jungen geworden ist. Einige Charakterzüge, die damals schon sichtbar waren, sind jetzt richtig ausgeprägt und so hat es sich für mich eigentlich ein wenig so angefühlt, als würde ich ihn immer noch so gut kennen wie vor neun Jahren.

Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass ich durch Stepin die Möglichkeit hatte, meine Gastfamilie zu besuchen und froh, immer noch mit ihnen in Kontakt zu stehen. Damals wie heute kann ich das Au-pair Programm in den USA nur allen empfehlen, die gerne mit Kindern zusammen sind und die amerikanische Kultur näher kennenlernen wollen! Go for it!

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