Arbeiten auf den Seychellen – Schnorcheln für den guten Zweck

Arbeiten auf den Seychellen – Schnorcheln für den guten Zweck

Weiße Strände, türkises Wasser, grüne Palmen – in einem Wort: Seychellen. Vielen mag das Paradies im Indischen Ozean vor allem aus dem Reisekatalog bekannt vorkommen, denn unweit vom Festland vor der ostafrikanischen Küste gelegen, sind die Seychellen ein beliebtes Urlaubsziel. Doch wer von euch ein bisschen mehr leisten möchte, als nur die nackten Füße in der Sonne baumeln zu lassen, für diejenigen haben wir vielleicht genau das Richtige: Freiwilligenarbeit auf den Seychellen.

Arbeiten auf den Seychellen: wunderschöne Strände aus FlickR von Harald HoyerCopyright: Harald Hoyer

Wie ein Großteil der umliegenden Staaten, fielen auch die Seychellen dem damaligen Kolonialismus zum Opfer. 1756 kam die Inselregion unter französische Flagge, 1811 übernahmen die Briten die Herrschaft, bis schließlich 1976 die Unabhängigkeit als Inselrepublik folgte. Die Seychellen blieben jedoch weiterhin Teil des Commonwealths. Diese Entwicklung spiegelt sich sowohl in der Bevölkerung des Landes wider als auch in den dortigen Landessprachen. Die sogenannten Seychellois sind zu 90% Nachfahren französischer Siedler und eingeschleppter afrikanischer Sklaven. Aus dieser speziellen Mischung entwickelte sich eine ganz eigene Kreolensprache, die stark ans Französische erinnert. Neben Seychellenkreol sind Französisch und Englisch die beiden weiteren Amtssprachen vor Ort.

Arbeiten auf den Seychellen: Wattlandschaft

Mit Temperaturen zwischen 24° C und 30° C und einer ganzjährigen Wassertemperatur von 26° C bieten sich die Seychellen als idealer Urlaubsort an. Die Inselgruppe ist besonders beliebt für Flitterwochenurlaub, Kreuzfahrten und auch Pauschalreisen. So werden rund 70% des Volkseinkommens durch den Tourismus erwirtschaftet. Hinzu kommt, dass das Land wegen seiner größtenteils bergigen Landschaft kaum Möglichkeit für andere Wirtschaftszweige, wie beispielsweise den großflächigen Anbau von Obst, ermöglicht. Zwar bietet das Klima optimale Anbaubedingungen für Ananas, Papaya und Co., es fehlt jedoch schlichtweg an geeigneten Flächen, sodass die Mengen nicht für einen weltweiten Export ausreichen.

Arbeiten auf den Seychellen: türkises Meer aus FlickR von travelourplanet.comCopyright: Travelourplanet.com

Die Seychellen sind das erste Land der Erde, das den Naturschutz in seine Verfassung aufgenommen hat. Und so hat die Insel mit 99,56% seiner Landfläche mit Abstand prozentual den größten Anteil geschützter Gebiete weltweit. Trotzdem leidet die Umgebung unter dem Tourismus, dem ständig  zunehmenden Bau von Hotels und den damit verbundenen Eingriffen in die Umwelt. Und hier kommst du als freiwilliger Helfer in Spiel!

Arbeiten auf den Seychellen: Umweltschutz

Auf den Seychellen gibt es eine unglaublich vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Durch die abgeschiedene Lage, leben in dem Gebiet teilweise Tiere, die man sonst nirgendwo anders auf der Erde findet: Die Seychellen sind Heimat für allein drei unterschiedliche Riesenschildkrötenarten. Zu den bekanntesten Vertretern gehört wohl Esmeralda, die älteste und größte Rieselschildkröte der Welt. Sie wurde schon 1771 geboren und wiegt ganze 400 kg – unglaublich, oder?! Außerdem liegt auf den Seychellen die Heimat der berühmten Coco de Mer, um die lange Zeit ein Mythos rankte: Es handelt sich dabei nämlich um die Frucht der Seychellenpalme. Die Kokosnüsse dieser Pflanze gelten mit 50 cm Länge und einem Gewicht von 10 bis 25 kg als die größten Samen der Welt. Da es immer wieder vorkam, dass an verschiedenen Stellen des Indischen Ozeans vereinzelt Coco de Mer Samen angespült wurden, deren Herkunft man nicht erklären konnte, nahm man an, dass diese Kokosnuss wohl unter Wasser wachsen müsse – daher der Name! ;-)

Arbeiten auf den Seychellen: Naturschutz am Cap Ternay

Das Umweltschutzprojekt auf den Seychellen beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung und Erhaltung des Lebens an Land. Durch den menschlichen – vor allem durch den Tourismus ausgelösten – Einfluss, kommt es in der Natur immer wieder zu beträchtlichen Schwankungen. Die Teams beobachten daher verschiedene, teils bedrohte Lebewesen und dokumentieren das Verhalten und die Bestände einzelner Populationen. Diese Daten werden dann genutzt, um Berichte über den Zustand der Inselwelt zu erstellen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können, um Missständen entgegenzuwirken.

Arbeiten auf den Seychellen: Meeresschutz

Auch unter Wasser in den Korallenriffen vor den Seychellen stößt man auf eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Allerdings werden diese Lebensräume immer mehr in Mitleidenschaft gezogen, zum einen durch indirekte Auslöser, wie den Anstieg der Wassertemperatur als Folge der Erderwärmung, teilweise aber auch direkt durch menschliches Handeln. Auch im Projekt Meeresschutz dreht sich daher alles darum, die Unterwasserwelt rund um die Inseln zu erforschen, die Bestände zu dokumentieren und eventuelle Veränderungen der vorherrschenden Bedingungen festzustellen. Die meiste Zeit des Tages werdet ihr daher tauchend unter Wasser verbringen, um die Welt rund um das Korallenriff zu erforschen. Aus diesem Grund ist zunächst ein vierwöchiger Tauchkurs Teil des Programmes, um euch auf die zukünftigen Wochen vorzubereiten. Taucherfahrung ist auf alle Fälle von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung. Wenn ihr euch für eine Programmdauer von acht bis zwölf Wochen entscheidet, habt ihr nämlich genug Zeit euch einzuleben und habt zudem die Möglichkeit an einem Tauchkurs zum speziell ausgebildeten Forschungstaucher für Korallenriffe (PADI Coral Reef Conservation Diver) teilzunehmen.

Arbeiten auf den Seychellen: Das Meeresschutzprojekt

Egal für welches Programm ihr euch entscheidet, untergebracht werdet ihr in speziellen Volunteer-Häusern, wo nach der Arbeit auf den Seychellen genug Zeit bleibt, zusammen etwas zu unternehmen. Gelegentlich stehen Ausflüge an, um die Umgebung zu erkunden und eine passende Balance aus Arbeit und Freizeit zu schaffen. Neben der Gewissheit an einem wirklich tollen und nachhaltigen Projekt teilzunehmen – was Balsam für die Seele ist –, habt ihr die Chance, nette neue Leute kennenzulernen, spielerisch eure Englischkenntnisse zu verbessern und dabei auch noch einen beeindruckenden Eintrag in euren Lebenslauf zu erschaffen. Den Schritt, mal einen Urlaub fernab vom gewöhnlichen Touristendasein zu erleben, sollte jeder wagen.

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4 Kommentare

  1. Sandra-Michelle Räder

    24. Januar 2016 at 16:23

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gerne möchte ich auf den Seychellen aktiv sein und arbeiten, eine neue Erfahrung im Leben machen und etwas gutes tun. Vielleicht mögen Sie mir per E-Mail ein Jobangebot machen. Würde mich sehr freuen darüber.

    Besten Dank und liebe Grüße
    Sandra-Michelle Räder

    Antworten

    • Miriam (Stepin)

      Miriam (Stepin)

      25. Januar 2016 at 09:23

      Liebe Sandra-Michelle,

      vielen Dank für Dein Interesse an unserem Volunteer-Programm auf den Seychellen. Alle Informationen hierzu findest Du auf unserer Webseite unter: https://www.stepin.de/freiwilligenarbeit-seychellen/
      Bei weiteren Fragen und für ein konkretes Angebot, kontaktiere bitte unsere Programm-Koordinatorin Lara Lehnen unter volunteer@stepin.de oder direkt über das Kontaktformular auf der Programmseite.

      Beste Grüße aus Bonn,

      Miriam (Stepin Online-Redaktion)

      Antworten

  2. Saskia Kneffel

    22. August 2015 at 15:06

    Guten Tag sehr verehrte Damen und Herren,

    gerne würde ich eine Auszeit auf den Sychellen machen und weiter hin aktiv sein…
    Vielleicht mögen Sie sich melden und mir ein Jobangebot machen…?!

    Vielen Dank im Voraus….

    Mit freundlichen Grüßen
    Saskia Kneffel

    Antworten

    • Annika (Stepin)

      Annika (Stepin)

      24. August 2015 at 08:39

      Liebe Saskia Kneffel,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Volunteer-Programm auf den Seychellen.
      Ich habe Ihre Anfrage an unsere zuständige Programm-Koordinatorin Lara Lehnen weitergeleitet. Sie wird sich schnellstmöglich per E-Mail mit Ihnen in Verbindung setzen.

      Liebe Grüße aus Bonn,
      Annika vom Stepin Online-Team

      Antworten

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