Stipendiatin Annika hat 2015 drei Monate als Austauschschülerin in Nova Scotia verbracht. In ihrem letzten Bericht aus Kanada hat sie unter anderem von den Vor- und Nachteilen einer kanadischen High School geschrieben. Wieder zuhause erinnert sie sich heute an ihre Auslandszeit. In ihrem Abschlussbericht beschreibt die 16-Jährige ihren letzten Abend in Kanada inklusive Schulball und »Lobster Dinner« sowie ihre Erinnerungen an eine unvergessliche Zeit.

Die drei Monate in Kanada waren definitiv die schönste Zeit meines Lebens.

Ich kann es kaum glauben, dass ich vor ein paar Wochen noch in Kanada war… Der deutsche Schulalltag hat mich mittlerweile wieder voll und ganz eingenommen und ziemlich schnell zurück zur Realität gebracht. Kanada ist inzwischen wie eine andere Welt für mich, eine wunderschöne Erinnerung an eine unglaubliche Zeit voller Liebe und Abenteuer.

Mein letzter Abend in Kanada

An meinem letzten Abend habe ich mit meiner Gastfamilie zum Abschied »Lobster«, also Hummer, gegessen. Es gab ein großes Durcheinander, überall war Fischsuppe und komischer Schleim und den Panzer eines Hummers zu knacken ist schwerer, als man denkt. Wir haben Nussknacker zur Hilfe genommen. Vom Geschmack des Hummers war ich nicht sonderlich begeistert, aber alles in allem war das Essen eine sehr interessante Erfahrung. Außerdem hatte ich so nochmal die Möglichkeit, Zeit mit meiner Gastfamilie zu verbringen.Stipendiatin Annika und ihre Gastschwester beim Hummer-Essen in Kanada

Am selben Abend fand an meiner High School ein großes Basketballspiel statt. Alle meine Freunde waren dort und feierten den Sieg unseres Teams – der Shelburne Rebels. Danach fand ein großer Schulball statt, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. Als es schließlich Zeit war zu gehen – ich musste am nächsten Morgen um 3:00 Uhr aufstehen – flossen viele Tränen. Ich hätte nie gedacht, dass ich in nur drei Monaten Freunde fürs Leben finden würde, doch das habe ich definitiv getan. Dieser Abend war gleichzeitig der schönste und der traurigste meines Lebens.

Kanadische Souvenirs

In meinem Zimmer in Deutschland hängt jetzt eine große Kanada-Flagge mit Unterschriften und kurzen Nachrichten meiner neuen Freunde. Wenn der Stress in Deutschland mich mal wieder verrückt macht, lese ich mir gerne diese Grüße durch. Einige enge Freunde haben mir sogar Briefe geschrieben und erst heute habe ich von meiner Freundin Noémie aus Frankreich ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk zugeschickt bekommen. Ich werde sie im Februar eine Woche besuchen und ich freue mich wie verrückt darauf, sie wiederzusehen.Kanada-Flagge in Annikas Zimmer

Mein Fazit

Die drei Monate in Kanada waren definitiv die schönste Zeit meines Lebens. Es ist unglaublich viel passiert und vor allem habe auch ich mich verändert. Ich habe gelernt offener, freundlicher und auch neugieriger zu sein. Und für alle, die sich Sorgen machen, dass sie, während sie so lange weg sind, Freunde verlieren: ich bin mit meinen deutschen Freunden enger denn je befreundet! Wir wissen jetzt ganz genau, was wir am anderen schätzen – nämlich das, was wir während dieser drei Monate vermisst haben.

Ich möchte mich vor allem bei Stepin bedanken, denn ohne ihre Unterstützung wäre all das nicht möglich gewesen! Ich bin unglaublich dankbar für all die schönen Erinnerungen, die ich ohne Stepin nie hätte sammeln können.

Vielleicht gehe ich ja irgendwann wieder mit Stepin auf Reisen, dann sag ich euch Bescheid ;-)!

Eure Annika

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