Annika in Kanada #5: Das Abenteuer ist bald vorbei

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High School-Stipendiatin Annika berichtet ein letztes Mal aus Nova Scotia in Kanada. Die 16-Jährige hat im Rahmen ihres Schüleraustausch eine spannende Zeit in der kanadischen Provinz erlebt. So hat sie in ihrem letzten Blog Post von Halloween und Thanksgiving berichtet. Heute beschreibt sie unter anderem die Vor- und Nachteile einer kanadischen High School und berichtet von ihrem ersten Eishockeyspiel.

Ich kann es kaum glauben, aber  meine Zeit hier in Kanada ist schon fast vorbei. Nächste Woche Sonntag werde ich wieder in Deutschland sein und damit mein Abenteuer Kanada beenden. Ich werde meinen Alltag hier sicherlich vermissen.

Typisch Kanada!

Ich wohne in der kleinen Gemeinde Shelburne. Dadurch, dass hier nur etwa 4.000 Leute leben, kennt jeder jeden oder ist mit einem deiner Freunde befreundet. Das ist vor allem als International eine tolle Erfahrung, weil jeder auf dich neugierig ist. Ich wurde in den letzten drei Monaten mehrere Male auf der Straße angesprochen und gefragt, woher ich komme und mit wem ich hier lebe. WENN ich mal Leute auf der Straße getroffen habe – praktisch jeder ab dem Alter von 16 Jahren ist hier mit dem Auto unterwegs. Ich will nicht sagen, dass die Kanadier faul sind, aber was Laufen angeht, sind sie nicht sehr motiviert.

Die Wäsche hier wird nicht aufgehängt, sondern komplett im Trockner getrocknet. Es werden keine Brotdosen benutzt, sondern viele kleine Plastiktüten in einer großen Papiertüte. Aber jedenfalls wird der Müll immer brav getrennt. ;-)

Die Vor- und Nachteile einer kanadischen High School

Shelbourne Regional High School in Nova Scotia, KanadaIch muss zugeben, dass ich mich hier in der Schule um einiges mehr langweile, als in Deutschland, da der Stoff viel einfacher ist und die Lehrer alles immer gefühlte hundert Mal erklären. Aber, dass ich hier nur fünf verschiedene Fächer habe, werde ich auf jeden Fall vermissen.

Auch von dem entspannten und persönlichen Verhältnis zu den Schülern könnten sich die deutschen Lehrer gerne mal eine Scheibe abschneiden. Den Lehrern geht es hier vor allem darum, dass du alles verstehst und am Ende eine gute Note bekommst. Ich werde buchstäblich dazu aufgefordert, mir bitte einen Spickzettel zu schreiben, den ich dann tatsächlich benutzen darf.

Auch open book tests sind hier gängig, dabei darfst du dein Buch während des Tests benutzen. Wie cool ist das denn bitte? Außerdem werde ich die deutschen Lehrer, die auf die Frage, was im Test abgefragt wird mit »Alles was wir bis jetzt gemacht haben« antworten, für diese Antwort mehr denn je hassen. Meine Lehrer in Kanada sagen mir exakt, was abgefragt wird und bereiten ihre Schüler schon im Unterricht gut vor. Und egal wie oft du nachfragst, dir wirft niemand vor, nicht zuzuhören.
Canadians really care!

Was ich sonst so mache

International-Gruppe beim Eislaufen in KanadaIn Kanada habe ich wieder angefangen Sport zu machen und ich hoffe wirklich, dass ich auch in Deutschland mehr machen werde, als zuvor. Ich werde zwar wahrscheinlich kein Rugby spielen, aber ich möchte weiterhin zum Yoga gehen. Auch wenn Rugby und Yoga eine ziemlich gute Kombination ist, hab ich doch ein bisschen zu viel Angst um meine Rippen, um ernsthaft Rugby zu spielen. :D
Es war aber eine tolle Erfahrung, es auszuprobieren. Und Yoga habe ich hier definitiv für mich entdeckt.

Mittwochs und sonntags gehe ich meistens Schlittschuhlaufen und dienstags nach der Schule gehe ich in ein Kunstcafé und mache zum Beispiel Dinge aus Ton oder Glas. Ich entfalte mich also auch kreativ. ;-)

Mein erstes Hockeyspiel

Wusstet ihr, dass der Nationalsport von Kanada Lacrosse ist? Überrascht? War meine Gastmutter auch, als ich ihr das erzählt habe! :D
Eishockey ist der nationale Wintersport und wird von den Kanadiern als wichtiger angesehen, wahrscheinlich wegen dem langen Winter. Baseball ist auch sehr wichtig. Mein Gastvater klebt buchstäblich vor dem Fernseher, wenn die Blue Jays spielen. In Kanada wird grundsätzlich viel Fernsehen geschaut. Die Werbung ist zwar kürzer als in Deutschland, wird dafür öfter gezeigt. Da ich von Autowerbung sehr schnell genervt bin, habe ich mich in diesem Punkt nicht wirklich an den typischen Kanadier angepasst. Gott sei Dank ist auch Netflix sehr beliebt. ;-)

Eishockeyspiel in KanadaLetztes Wochenende bin ich mit meiner Gastfamilie zu meinem ersten Eishockeyspiel gegangen. Zwei Universitäten aus Nova Scotia und New Brunswick haben gegeneinander gespielt. Das ist übrigens auch eine Sache, die ich super finde: Sportteams in Schulen und Universitäten sind sehr wichtig und die ganze Schülerschaft fiebert bei den Spielen mit. Das trägt natürlich auch zum school spirit bei.

Eishockey ist so schnell und so elegant, ich bin wirklich begeistert! Wieso schauen wir uns in Deutschland langweilige Fußballspiele (Sorry an alle Fußballfans da draußen, aber im Vergleich dazu ist Fußball wirklich langweilig!) an, wenn man auch durchgängig Action haben kann? Ich hätte das nie gedacht, aber beim Eishockey geht‘s wirklich zur Sache!

In einer Woche geht’s wieder nach Hause und bei dem Gedanken daran, vermisse ich jetzt schon meine Freunde hier. Ich will auf jeden Fall bald wiederkommen und nächstes Mal vielleicht auch eine große Stadt wie Toronto besuchen!

Eure Annika :)

>>Annikas nächster Artikel: Die Zeit ging viel zu schnell vorbei!<<

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About Annika

Annika

Annika aus Tübingen war die jüngste unserer Stipendiaten 2015 und hat sich mit ihren 16 Jahren auf das große Abenteuer High School in Kanada begeben. Hier auf der Weltneugier hat sie uns regelmäßig mit Berichten von ihren Erlebnissen aus Nova Scotia auf dem Laufenden gehalten. Hier geht's zu Annikas englischem Blog.

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