Annie in Neuseeland #7: Spätsommer im Paradies

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Der neuseeländische Sommer ist beinahe vorbei und so auch Annies Zeit in ihrem persönlichen Paradies. Die Gewinnerin des »Kiwi Clip Contest« hat in den vergangenen Monaten am anderen Ende der Welt viel erlebt. Seit einigen Wochen lässt sie es auf der Hippie-Insel »Waiheke Island« nun etwas ruhiger angehen. Umgeben von tropischen Gewächsen und nur wenige Meter entfernt vom Strand, genießt Annie ihre letzten Wochen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Erntezeit im Weingut

Seit knapp zwei Monaten arbeite ich nun schon auf einem Weingut auf Waiheke Island bei Auckland. Unter der Woche kümmern wir uns um die Weinpflanzen und um die riesigen Netze, die wir zum Schutz gegen Vögel über die Weine gespannt haben.

Working Holiday Neuseeland: WeinernteInzwischen hat auch die Ernte begonnen (geerntet wird per Hand) – der Chardonnay zum Beispiel ist schon geerntet und wird derzeit zu Wein verarbeitet. Die Arbeit ist sehr umfangreich und vielfältig – das genieße ich sehr.

An den Wochenenden helfe ich zusätzlich ab und zu in der »Cellar door« aus. Dort arbeite ich an der Kasse, kellnere und führe Weinproben durch. Das Team ist international. Besonders beeindruckend sind meine beiden fast 70-jährigen Kolleginnen, die von den pazifischen Inseln stammen. Sie marschieren noch flott die Weinberge hoch, arbeiten acht Stunden in der Hitze und stecken voller Energie. Das muss am guten Wein liegen. ;-)

Traumhaus im Dschungel

Das Haus, in dem ich mit meinem niederländischen Mitbewohner lebe, ist ganz wunderbar. Es ist ein, für neuseeländische Verhältnisse, eher ungewöhnliches Haus – es besteht komplett aus Holz. Das Haus verfügt über einen Kamin und hat etwas von einem gemütlichen Hexenhäuschen – man fühlt sich direkt zuhause.

Annie spielt Gitarre in NeuseelandWir wohnen etwa zwei Minuten vom Strand entfernt, relativ abgeschieden, umgeben von Palmen, Farnen, Kauri-Bäumen und anderen tropischen Gewächsen. Von der großzügigen Terrasse aus haben wir einen tollen Ausblick über die Insel und exotische Vögel wie Tuis, Pukekos oder Kererus leisten uns Gesellschaft. Auf Waiheke Island gibt es kein zentrales Wassersystem – jedes Haus hat einen eigenen Wassertank sowie einen septischen Tank. Wenn es mehrere Wochen nicht regnet, muss man sparsam leben; wir haben diesen Sommer aber viel Regen. Gut für die Wassertanks, schlecht für die Weinernte.

Eine Insel voller Hippies

Ich habe die Insel jetzt schon mehrere Monate nicht mehr verlassen – mich zieht einfach nichts aufs Festland oder in die Großstadt. Waiheke Island war in den 70er Jahren die Rückzugsinsel der Hippies, auf der sie ungestört ihren alternativen Lebensstil ausleben konnten. Man merkt heute noch, dass die Uhren hier anders ticken: Es gibt keine Ampeln, keine zugebauten Strände, keine Touristen-Hochburgen, keine Reihenhäuser oder Hotels… Dafür hat jeder Strand einen gut besuchten FKK-Abschnitt und die meisten Leute, die man im Supermarkt oder auf der Straße trifft, sind barfuß unterwegs. Die meisten von ihnen haben lange Haare und tragen alternative Klamotten.

Die Produkte, die man in den Geschäften kaufen kann, sind überwiegend organisch (bio) und es gibt, bis auf einen einzigen großen Supermarkt, keine Shops, die einer Kette angehören. Es ist eine tolle Gemeinschaft und jeder hilft jedem aus. Kleines Beispiel: Ich brauchte letzten Monat ein Mikrofon, um ein paar Songs aufzunehmen. Ein netter Herr mit komplett analogem Heim-Tonstudio hat mir sein Equipment im Wert von mehreren hundert Dollar ausgeliehen, obwohl er mich nicht wirklich kannte. Es ist schön, wie sich die Menschen hier vertrauen.

Freizeit

Wenn wir nicht arbeiten, verbringen wir die meiste Zeit am Strand. Wir hängen unsere Hängematte in eine der Bäume direkt am Wasser und lesen, dösen vor uns hin und genießen die Abendsonne.

Annie liest ein Buch in einer Hängematte am Strand in NeuseelandEs ist immer noch warm genug zum Baden – der Spätsommer ist sehr angenehm. Die Hitze ist nicht mehr so extrem (angenehme 25°C), die Sonne steht tiefer, das Licht ist wärmer und wir haben mehr Energie, nach der Arbeit noch etwas zu unternehmen.

Letzte Woche sind wir bei einem Streifzug durch den Dschungel auf beeindruckende Kaskaden gestoßen und sind durch Schluchten und Höhlen geklettert; es gibt so viel zu entdecken auf dieser Insel. Gerade läuft außerdem das »Waiheke Jazz Festival« und nächste Woche beginnt das »Waiheke Wine Festival«, das wir natürlich nicht verpassen dürfen.

Nur noch einen Monat…

Mir bleibt leider nur noch knapp ein Monat im Paradies, dann geht es für eine Woche nach Sydney und dann über Bangkok zurück nach Deutschland. Ich bin natürlich traurig, die Insel und meine Freunde hier zu verlassen, freue mich aber auch auf meine Familie und Freunde in Deutschland. So langsam wird es Zeit, mich wieder meinem Studium zu widmen, von dem ich ein Jahr Auszeit genommen habe, um meinen »Kiwi Clip Contest«-Gewinn in vollen Zügen genießen zu können. Außerdem tröste ich mich damit, dass es hier in Neuseeland ja langsam kälter wird und ich in Deutschland einen weiteren Sommer vor mir habe. Und kein Abschied ist für immer – natürlich werde ich wieder zurückkommen :-)

Eure Annie

Annies vorheriger ArtikelMehr Infos zu Neuseeland

 

PS: A tribute to Waiheke Island, New Zealand – recorded in a cottage at Palm Beach:

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About Annie

Annie

Annie (20) aus Hessen ist die Gewinnerin von unserem Kiwi Clip Contest und berichtet live aus Neuseeland von ihren Erlebnissen. Mit dem Gewinn der Working-Holiday-Reise ist für sie ein großer Traum in Erfüllung gegangen: Ein Jahr wird die Studentin in Neuseeland reisen und arbeiten. Im Rahmen ihrer Work and Travel-Zeit ist sowohl ein Praktikum im Medienbereich, als auch Farmarbeit, ein Surfkurs und ein Bungee-Jump geplant. Sie ist total gespannt auf die herrlichen Landschaften dieser Insel und, was sie alles in Neuseeland erleben wird.

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