Anja in Kanada #5: Mein Abschlussbericht

  • Anja in Kanada #5: Mein Abschlussbericht

Zurück in der Schweiz lässt Anja ihren Volunteer-Aufenthalt auf der Husky-Farm in Inuvik noch einmal Revue passieren und zieht ein positives Fazit. Sie erinnert sich immer noch gerne an die vielen unvergesslich schönen Momente mit den Huskys und die vielen lieben Menschen, die sie kennenlernen durfte, zurück.

Ich habe in Kanada so viele nette Menschen kennengelernt. Da wir in unseren Chalets Touristen aus aller Welt betreuten, geriet ich beim Zimmerservice oft in einen kleinen Plausch. Zum Beispiel habe ich mehrere junge Pärchen aus der Schweiz kennengelernt, die gerade auf Weltreise waren. Es war spannend zu hören, wie sie trotz kleiner unerwarteter Zwischenfälle ihre Reise genossen und cool blieben. Zudem habe ich ein älteres pensioniertes Pärchen – ebenfalls aus der Schweiz – getroffen. Die beiden waren mit einem Wohnwagen unterwegs. Die Ehefrau schenkte mir sogar Schweizer Schokolade, die sie von zuhause mitgebracht hatte.

Ein Highlight: Mein Trip nach Dawson

Ein besonderes Highlight meines Kanada-Aufenthaltes war meine Reise nach Dawson. Dieses charmante Städtchen liegt 800 km südlich von Inuvik. Der Ehemann von Judi – Olav – und ich duften eine Gruppe chinesischer Touristen auf die Autoreise nach Dawson begleiten. Der Weg führt über den Dempster Highway und der Trip entwickelte sich zu einer Safari-Fahrt: Wir sahen eine Grizzlybären-Dame mit zwei Jungen, einen Wolf, einige Caribos, einen Moose, ein Stachelschwein, eine Eule, zwei Bieber und Wildpferde.

Die Landschaft war einfach atemberaubend schön. Olav ließ mich sogar für mehrere hundert Kilometer fahren. Es war eine Herausforderung für mich, denn man sollte höchstens 40km/h fahren, um die Chance zu haben, wilde Tiere zu sehen. Zudem war die erdige Straße übersäht von Schlaglöchern, die es natürlich möglichst zu umfahren galt.

In Dawson angekommen, besichtigten wir die Goldgräber-Mienen, denn Dawson ist bekannt für sein Gold. Am nächsten Morgen kaufte ich mir auf dem Markt Ohrringe, die ich heute immer mit vielen guten Erinnerungen an mein Abenteuer trage.

»Ich bin sehr stolz!«

Die Reise nach Dawson brachte mir willkommene Abwechslung, denn das tägliche Arbeiten mit den Hunden und vor allem das aufwändige Reinigen der Chalets waren schon auch etwas ermüdend. Gerade in der Hauptsaison im Sommer werden in Inuvik viele Touristen bewirtet. Im Winter steht die Arbeit mit den Hunden im Vordergrund.

Ich bin sehr froh und stolz, dass ich die Reise gemacht habe, denn ich habe mein Englisch verbessert und viel fürs Leben gelernt. Zurück zuhause in der Schweiz vermisse ich die Huskys sehr. Dank dieser Reise habe ich meine Liebe zu großen Hunden entdeckt und überlege mir schon später mal meinen eigenen Hund anzuschaffen.

Mein Fazit

Ich kann jedem nur empfehlen, eine Auslandreise zu machen. Denn was ich in Inuvik und allgemein auf meiner Kanada-Reise erlebt habe, werde ich für immer in Erinnerung behalten. Zudem habe ich mein Englisch verbessert, denn ich war immer gezwungen, mich mit meinen Kollegen zu verständigen. Dies wurde sicher dadurch verstärkt, dass ich alleine verreist bin. Ich war die einzige, die Deutsch sprach und musste immer Englisch reden. Am Anfang war es schwierig für mich, denn Luke aus Irland hat einen sehr speziellen Akzent. Doch nach einem Monat konnte ich auch ihn problemlos verstehen.

Auf einer Auslandreise und vor allem bei der Freiwilligenarbeit gewinnt man sehr viel an Lebenserfahrung, was einem fürs weitere Leben nur helfen kann. Wagt es und habt Mut, etwas Spezielles, Einzigartiges zu probieren. Erlebt etwas, das noch nicht viele in eurem Umfeld gemacht haben und so habt ihr am Schluss tolle Fotos und unbezahlbare, lebenslange Erinnerungen im Herzen…

Eure Anja

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About Anja

Anja

Anja ist 19 Jahre alt und kommt aus der Schweiz. Gleich nach ihrem Schulabschluss, stieg sie in den Flieger nach Kanada, um im Rahmen ihrer Freiwilligenarbeit zwei Monate in der Arktis zu verbringen. In den kommenden Wochen wird Anja uns regelmäßig von ihrer Arbeit im Husky Arctic-Projekt berichten.


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