Nach einem mehr als 17-stündigen Flug von Zürich nach Inuvik im Norden Kanadas, war Anja heilfroh, endlich an ihrem Zielort angekommen zu sein. Die 19-jährige Schweizerin verbringt im Rahmen ihrer Freiwilligenarbeit die kommenden zwei Monate im Husky Arctic-Projekt. Im ersten Blogpost ihrer neuen On Tour-Serie »Anja in Kanada« beschreibt sie ihre Ankunft in Kanada, ihren Tagesablauf und erste Freizeitaktivitäten mit dem Team.

Endstation Wildnis – Ankunft in Inuvik

Auf meinem Flug von Alberta nach Inuvik konnte ich bereits die unendlich weite Natur Kanadas bewundern: Flache, grünbraune Landschaften, die von Wasseransammlungen unterbrochen werden – einfach traumhaft schön!Seenlandschaft Kanada

Am Flughafen in Inuvik angekommen, wurde ich von Judi, der Besitzerin der Husky-Farm, abgeholt. Nachdem ich mein eigenes kleines Chalet mit dem Namen »The Little Trepper« bezogen hatte, wurden mir meine Kollegen und Kolleginnen für die kommenden acht Wochen vorgestellt. Sofort wurde ich von der multikulturellen Gruppe – also Astra (29) aus Neuseeland, Luke (23) aus Irland und Tess (52),  einer gebürtige Kanadierin – herzlich aufgenommen.

Die erste Begegnung mit den Huskys

Die anschließende erste Begegnung mit den 33 sibirischen weißen Huskys war sehr beeindruckend. Vor Ort gibt es derzeit fünf Welpen, die erst vier Wochen alt sind. Die Hunde freuen sich total, wenn man auf sie zugeht. Sie bellen und springen vor Freude in ihren Hundezwingern umher. Der Bewegungsdrang dieser Hunde macht sich also schnell bemerkbar.Weiße Baby Huskys

Mein Tagesablauf

Erst die Hunde, dann die Menschen

In den kommenden Tagen sollte mein Tagesablauf wie folgt aussehen: Luke, Astra und ich stehen um 7:40 Uhr auf, damit wir die Hunde um 8:00 Uhr fürs Rennen bereit machen können. Dieser erste Arbeitsschritt besteht darin, den Hunden das Geschirr anzuziehen, um sie anschließend vor einen Quad zu spannen.

Husky-Quad fahrenEs werden jeweils acht Hunde vor einen Quad gespannt. Dabei darf die Reihenfolge der Hunde nicht willkürlich gewählt werden, denn nicht jeder Hund versteht sich mit jedem. Im Sommer ersetzt der vierrädrige Quad den Hundeschlitten. Nach 15 Minuten ist den Hunden so warm, dass wir sie wieder zurück in ihren Zwinger bringen.

Anschließend werden die Zwinger gereinigt. Dann bekommen die Hunde endlich ihr verdientes Futter. Dabei wird für jeden Hund auf die für ihn geeignete Menge und auf die Art des Futters Rücksicht genommen. Nach etwa zwei Stunden ist dann endlich Zeit für unser eigenes Frühstück.

Putzen, Waschen, Wasser holen

Danach erfolgte eine kleine Besprechung mit Judi, unserer Chefin. Während Astra und ich die Besucher-Chalets putzen und für neue Check-ins bereit machen, arbeitet Luke draußen und holt in der Stadt Wasser, damit wir auf unserem Areal laufendes Wasser zum Duschen und Kochen haben. Es hat sich so ergeben, dass ich fürs Waschen der Bettwäsche und das Auffüllen des Essens in den Chalets zuständig bin.

Pause muss auch mal sein

Mit den Huskys am SeeMeistens habe ich dann um 15:00 Uhr frei, bis wir um 17:00 Uhr die Hunde erneut füttern. In den freien Minuten darf ich mir einen Hund für einen Spaziergang nehmen oder mit den Welpen spielen.

Das Pfefferspray sollte man, wenn man das Areal der Husky-Farm verlässt, für den Fall einer Bärenattacke niemals vergessen .

Die Arbeit ist generell sehr abwechslungsreich und die Zeit vergeht super schnell. Luke und Astra sind sehr nett und wir haben wahnsinnig viel Spaß zusammen. Außerdem lerne ich schnell Englisch, da ich oft die Gelegenheiten habe, es zu sprechen.

Freizeit in Kanada

Nach meiner ersten Arbeitswoche, besuchten wir die Eröffnungszeremonie des »Great Northern Arts Festivals« in Inuvik, das jährlich stattfindet.

Selfie mit InuitZusammen mit Astra, Luke und Tess beobachtete ich den Tanz der einheimischen Inuits. Es war beeindruckend, sie in ihrer traditionellen Kleidung zu sehen. Zum Schluss forderten sie das Publikum zum gemeinsamen Tanz auf. Astra und ich tanzten zusammen mit ihnen – was für ein Erlebnis! Anschließend nutzte ich die Gelegenheit, ein Selfie mit einer weiblichen Inuit zu schießen.

An einem anderen freien Abend ging das ganze Team zusammen in die Stadt zum Bowling. Das war ein sehr toller Abend!

Bis bald,
Eure Anja

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