Auslandspraktikum Irland: Als Maklerin in Dublin

Auslandspraktikum Irland: Als Maklerin in Dublin

Unser Steppie Kathrin Rompf hat die Zeit zwischen Abitur und Studium dazu genutzt, während ihres fünfwöchigen Auslandspraktikums in Irland schon einmal einen kleinen Einblick ins spätere Berufsleben zu bekommen. Als Reiseziel hat sie sich Irland ausgesucht, wo sie als Praktikantin in einer Immobilienfirma weitaus mehr Aufgaben zu erledigen hatte, als nur Kaffee kochen und kopieren!

Stepin: Du hast ein Praktikum im Bereich General Administration und Office Support in einem Immobilienunternehmen gemacht, richtig? Wieso hast du dich genau für diesen Bereich entschieden?

Kathrin: Ab Oktober beginnt mein Studium Kulturwirt Anglistik. Mir war es wichtig, den Leerlauf zwischen Abitur und Studium sinnvoll und vor allem hilfreich für mein Studium und die Zukunft auszunutzen. Der Auslandsaufenthalt ermöglichte mir die Kombination zwischen der englischen Sprache in Verbindung mit Wirtschaft und der irischen Kultur, also genau richtig als Vorbereitung für mein Studium. Zudem ist es sehr interessant, das Wirtschaftsleben in einem anderen Land hautnah zu erfahren, insbesondere die Immobilienbranche.

Stepin: Welche Aufgaben hattest du? Und wie können wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen?

Titelblatt der Irish Times

Kathrin: Meine Aufgaben waren sehr vielfältig, ich war überall mit eingebunden. Man hatte also keineswegs das Gefühl, einfach nur Praktikantin zu sein. Zum einen habe ich den Ein- und Auszug von Studentenapartments des Unternehmens organisiert. Gleich am ersten Tag habe ich über Anrufe und Emails Informationen der Immobilien ausgegeben, wurde also direkt ins kalte Wasser geworfen.

Genau das hat meine Sprachkenntnisse aber enorm verbessert, da man so von Beginn an direkten Kundenkontakt aufbauen konnte und jeden Tag neue Wörter und Ausdrucksweisen kennengelernt hat. Außerdem habe ich neue Kundenkonten im System erstellt und bereits vorhandene verwaltet. Ein anderer Aufgabenbereich bestand darin, das Bankkonto zu überprüfen, also z.B. ob die Miete bzw. die Kaution schon bezahlt wurde. Nebenbei konnte ich die neuen Praktikanten mit meinen Aufgaben vertraut machen.

Stepin: Du bist ja während deines Praktikums bei einer Gastfamilie untergekommen und hattest so die Möglichkeit die Kultur aus nächster Nähe kennenzulernen. Wie hat es dir dort gefallen?

Kathrin: An die Gastfamilie gibt es für mich nur schöne Erinnerungen und ich habe auch nach meinem Aufenthalt noch Kontakt zu der Gastfamilie. Die Iren sind einfach genauso, wie sie immer klischeehaft beschrieben werden: Freundlich, liebevoll, hilfsbereit und vor allem trinkfest.

Samuel Beckett Bridge in Dublin

Ich wurde direkt zu Beginn in die Familie aufgenommen, als wäre ich ihr eigenes Kind. Zu Anfang habe ich mich immer auf zu Hause gefreut, aber mit der Zeit habe ich mich richtig wohl gefühlt und der Abschied von meiner Gastfamilie fiel mir letztendlich sehr schwer. Es war vielmehr ein familiäres Verhältnis, als nur ein Mietverhältnis.

Die liebevolle Gastfamilie hat mir die Entfernung von zu Hause viel leichter gemacht. Ich konnte nebenbei auch noch Studenten und Praktikanten aus anderen Ländern wie Brasilien, Italien, Spanien und Venezuela kennenlernen, die zur gleichen Zeit in der Gastfamilie untergekommen waren.

Stepin: Wie kam es, dass du dir Irland als Destination für dein Praktikum ausgesucht hast? Welche Eindrücke konntest du von dem Land sammeln und gibt es Orte oder Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt einmal sehen sollte?

The Temple BarKathrin: Ich war noch nie zuvor in Irland und kannte nur die unglaublich beeindruckende Landschaft von den Bildern aus Zeitschriften und Filmen. Genau das hat mich neugierig gemacht und ich wollte die irische Kultur live erleben. Zwischen Abitur und Studium hatte ich ein wenig Leerlauf und daraus ergab sich die Möglichkeit des Praktikums.

Neben meinem Job hatte ich auch genügend Zeit, um Irland zu erkunden. Empfehlen kann ich auf jeden Fall die Cliffs of Moher (Harry Potter Kulissen) im Westen Irlands, die man durch die guten Busanbindungen problemlos erreichen kann. Ein Tagestrip zum Titanic Museum nach Belfast stand ebenfalls in meinem Programm. Dublin an sich ist eine sehr schöne Stadt, vor allem die Brücken über dem Liffey River. Für Trinkfreudige und Feierwütige kann ich das Temple Bar Viertel empfehlen. Auch wichtig zu erwähnen sind die Trinity College Library und das Guinness Storehouse.

Cliffs of Moher

Ich würde den Auslandsaufenthalt in Irland auf jeden Fall empfehlen und jedem ans Herz legen, der ein wenig Leerlauf hat. Man kann nicht nur seine Sprachkenntnisse verbessern, sondern lernt die Kultur und die Arbeitswelt hautnah kennen und hat letztendlich noch eine Referenz im Lebenslauf nachzuweisen.

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