Als Au-pair in die Welt – alle Programmdetails auf einen Blick

Als Au-pair in die Welt – alle Programmdetails auf einen Blick

Wie heißt es so schön: Nach dem Schulabschluss steht dir die Welt offen! Doch mit den zahlreichen Möglichkeiten kommt meist auch die gute, alte Qual der Wahl. Wir haben an dieser Stelle schon einige andere unserer Programm-Möglichkeiten vorgestellt, unter anderem das Auslandspraktikum, Freiwilligenarbeit und natürlich den Klassiker schlechthin nach dem Abi: Work and Travel. In diesem Artikel widmen wir uns einem weiteren Klassiker: Au-pair.

Als Au-pair in die Welt: Au-pair in China

Der Auslandaufenthalt als Au-pair eignet sich vor allem für Leute, die sich gerne mit Kindern umgeben und sich um selbige kümmern, und nebenbei ihr Englisch noch ein wenig verbessern möchten. Zusätzlich lernst du durch das Leben als Teil deiner Gastfamilie auch gleich den Familienalltag und die Kultur deines jeweiligen Gastlandes kennen, mit all seinen Riten und Gepflogenheiten.

Die Au-pair-Programmarten

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Formen des Au-pairs: Au-pair, Demi-pair und speziell in den USA gibt es auch das EduCare-Programm.

Au-pair

Die klassische Au-pair Variante hat eine Dauer von mindestens sechs Monaten. In dieser Zeit verbringst du den ganzen Tag mit deiner Gastfamilie, kümmerst dich als Nanny um die Kinder und gehst den Eltern im Haushalt zur Hand. Die Kost und Logis ist während dieser Zeit für dich natürlich frei und außerdem bekommst du ein Taschengeld.

Als Au-pair in die Welt: Au-pair in Kanada

Demi-pair

Die Variante des Demi-pair ist quasi eine Halbtagsstelle. Die Dauer deines Aufenthalts ist dementsprechend auch kürzer angesetzt und kann von 8 bis 28 Wochen lang sein.

Anders als bei der klassischen Variante gehst du als Demi-pair nur nachmittags deinen typischen Aufgaben in der Familie nach. Den Vormittag verbringst du in eine Sprachschule, um deine Sprachkenntnisse ein wenig aufzupolieren. Diese Variante eignet sich vor allem für Teilnehmer, die ihre Sprachkenntnisse möglichst schnell verbessern möchten und denen der Auslandsaufenthalt von mindestens sechs Monates zu lange ist.

EduCare

Auch im Programm haben wir die EduCare-Variante, die speziell in den USA angeboten wird. Hier hast du während deiner Tätigkeit als Au-pair zusätzlich die Möglichkeit, an einer US-Hochschule zu studieren. Dieses Programm geht über eine Dauer von 12 Monaten, in denen du die Gelegenheit hast, mal in das amerikanische Collegeleben reinzuschnuppern.

Deine wöchentliche Arbeitszeit in der Familie ist hierbei auf 30 Stunden hinunter geschraubt. Als Gegenleistung für deine Tätigkeiten, bekommst du von deiner Familie neben Kost, Logis und einem Taschengeld auch die Studiengebühren  (von bis zu USD 1.000) gezahlt.

Die Vorraussetzungen für das Au-pair-Programm

Als Au-pair in die WeltUm als Au-pair – in welcher Variante auch immer – arbeiten zu dürfen, müssen jedoch vorab ein paar Voraussetzungen erfüllt werden. In den USA gibt es eine Altersbeschränkung von 18 bis 26 Jahren, in den meisten übrigen Ländern liegt die obere Grenze bei 30 Jahren. Zudem solltest du möglichst über  das Abitur oder die Fachhochschulreife und gute Englischkenntnisse verfügen. In den meisten Ländern solltest du außerdem einen Führerschein besitzen, da du die Kinder in den Kindergarten oder die Schule bringen musst und im Normalfall auch die Einkäufe erledigst.

Ganz wichtig ist außerdem, dass du schon Erfahrung mit der Betreuung von Kindern gesammelt hast – und diese auch nicht zu knapp! Bereits zur Bewerbung musst du zwei Kinderbetreuungsreferenzen vorlegen. Mindestens eine davon sollte im Bereich Babysitting, bzw. in der 1-zu-1 Kinderbetreuung, stattgefunden haben. Außerdem gilt es noch, eine sogenannte Charakterreferenz vorzulegen, die nicht von einem Verwandten verfasst worden sein darf. Zur Absicherung wird von allen Bewerbern zusätzlich ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztlicher Attest verlangt. Auch Raucher werden in den Familien verständlicherweise nicht gern gesehen.

Bevor es auf Reisen geht, steht außerdem noch ein Interview, damit auch deine Betreuer sich ein persönliches Bild von dir machen können. Hier werden deine Bewerbungsunterlagen noch einmal gemeinsam durchgegangen, deine Englischkenntnisse werden kurz geprüft und es werden alle offenen Fragen geklärt, um sicher zu gehen, dass auch du die richtigen Vorstellungen von dem Programm hast.

Stell dich bei den Gastfamilien vor

Da sich die Familien ihre Au-pairs selbst aussuchen, ist es zudem sehr wichtig, sich beim Verfassen der Bewerbung entsprechend Mühe zu geben. Gerne werden hierfür auch Videos gedreht, in welchen sich das potenzielle zukünftige Familienmitglied schon einmal ein wenig vorstellt, sodass sie zukünftigen Gasteltern bereits einen ersten Eindruck bekommen.

Als Au-pair in die Welt: Au-pair in KanadaOft wird zusätzlich ein »Dear Family Letter« direkt an die Familie verfasst. Zusätzlich wird eine Sammlung aus Fotos – oft auch in Form einer Collage – zusammengestellt. Je kreativer du bist, desto gefragter wirst du sein und umso größter sind deine Chancen, eine nette Familie zu finden!

Ist die neue Familie auf Zeit erst mal gefunden, kann es endlich losgehen! Es wartet eine riesige Menge an neuen Eindrücken und Erfahrungen auf dich und du bekommst die einmalige Chance, zum Familienmitglied in einer anderen Kultur zu werden. Und vielleicht hilft es dir ja auch, ein Wahl zu treffen, was nach deiner Rückkehr nach Deutschland ansteht. Ob du vielleicht in der Kinderbetreuung bleiben möchtest oder doch lieber was ganz anderes tun möchtest? Ob Ausbildung oder Studium? Und vielleicht gefällt es dir in dem neu entdeckten Land ja sogar so gut, dass du am liebsten erst einmal noch etwas dort verweilen würdest.

Mehr Infos zum Programm

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