Wer träumt nicht davon einmal in seinem Leben nach Hawaii zu reisen? Unsere Austauschschülerin Amélie hatte das riesengroße Glück bei ihrem Schüleraustausch in den USA* eine Gastfamilie in Hawaii zu bekommen und dort für 10 Monate in ein neues Leben einzutauchen. Wie es ihr dort geht und was es mit dem »Aloha« auf sich hat, kannst du hier lesen:

The beginning of something new

Vor etwa neun Monaten ging es für mich nach langer Vorfreude und Aufregung von Berlin nach Hawaii: um dort das Schuljahr 2018/19 zu verbringen, in einer Gastfamilie zu leben und die hawaiianische Kultur kennen zulernen. Nachdem ich leider meinen Flieger von Minneapolis nach Seattle verpasst hatte, kam ich am 23.07.2018, nach über 48 Stunden Reisezeit, endlich in meiner neuen Heimat an.

Kailua – mein neues zu Hause

Die erste Woche

Da meine Gastfamilie noch im Urlaub war, habe ich die ersten Tage bei meinem Local Coordinator verbracht. Und diese erste Woche war wirklich verrückt! Ich musste so viele neue Eindrücke und die atemberaubende Landschaft erst einmal verarbeiten und bei den ganzen Abenteuern und Entdeckungen blieb keine Zeit für Heimweh, vor allem, weil meine Schule, trotz Ferienzeit, einen Kennlerntag für alle neuen Schüler veranstaltete. So konnte ich viele andere Austauschschüler kennen lernen und begann direkt neue Freundschaften zu schließen.

Meine Gastfamilie

Der Einzug bei meiner Gastfamilie war dann wie ein zweiter Beginn meines Auslandsjahres. Endlich fühlte ich mich angekommen und Zuhause, denn meine Gasteltern empfingen mich direkt mit offenen Armen und viel Herzlichkeit. Ich durfte mir zum Beispiel gleich am ersten Tag ein paar Möbel und Dekoration für mein Zimmer aussuchen und sie haben extra für mich ein veganes Abendessen gekocht.

Meine elfjährige Gastschwester lernte ich erst eine weitere Woche später kennen und trotz anfänglichen Bedenken, verstanden wir uns schnell super, alberten herum und unternahmen viel zusammen.

Im Wasser mit meiner Gastschwester
Gemeinsames Schwimmen mit einer amerikanischen Freundin

Meine zweite »Ohana«

In den letzten neun Monaten habe ich wirklich ein zweites Leben geführt, eine zweite »Ohana« gefunden (das ist hawaiianisch für Familie) und viel »Aloha« erfahren (das bedeutet soviel wie Liebe, Zuneigung, Nächstenliebe, Freundlichkeit). Auch, wenn ein Auslandsjahr echt eine emotionale Achterbahnfahrt ist, so lohnen sich doch Momente, in denen man Heimweh verspürt, sich fremd fühlt, oder einfach verwirrt ist, weil man am liebsten seine beiden Leben, das in der Heimat und das im Ausland, leben möchte. Daraus lernt man unfassbar viel über sich selbst, die Welt und den Umgang mit anderen Menschen.

Gefühle, Gedanken & Co.

Die ganzen positiven Gefühle und vor allem die Erlebnisse, die man mitnimmt, überwiegen alle Zweifel, negativen Erfahrungen oder Unsicherheit. Und wenn man wie ich eine total liebe Gastfamilie hat, bei der man sich wohlfühlt und ein paar enge Freunde, mit denen man seine Gedanken teilen kann, dann kann das Auslandsjahr nur ein voller Erfolg werden.

Mein so besonderes Leben auf Hawaii

Von Bootstouren und Schnorcheln mit Wasserschildkröten, über Helikopterflüge (mein Gastvater ist Pilot) und Kurzreisen auf die anderen Inseln, bis hin zu einem Winterurlaub in Japan: Ich durfte unsagbar viel erleben!

Doch es sind nicht nur diese besonderen Erlebnisse, die mein Auslandsjahr für mich so unvergesslich machen. Es sind die Momente, in denen ich mit meiner Gastschwester im Wasser spiele, wenn ich mit meiner Gastfamilie beim Abendessen oder Comedy schauen Lachkrämpfe bekomme, wenn ich beim Sonnenaufgang am Strand spazieren gehe oder wenn mir meine Freunde beim Surfen die Angst nehmen: denn dann fühle ich mich angekommen und Zuhause.

Fragt ihr mich nach den Highlights meiner Zeit in Hawaii, dann kann ich nicht eine Liste an einzelnen Dingen aufzählen; jeder einzelne Moment, den ich hier erleben darf, macht diese Erfahrung zu etwas Einmaligem und unglaublich Besonderen und ich würde keinen einzigen davon missen wollen.

In Japan – als Maiko verkleidet
Unterwasserwelt: auf Tuchfühlung mit einer Meeresschildkröte
Gänsehautmoment – Begegnung mit einer Meeresschildkröte

Der Countdown läuft

In sechs Wochen ist es dann leider auch schon so weit: Ich muss mich von meinem Leben in Hawaii verabschieden und es geht zurück nach Deutschland. Dem Abschied sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen, denn so sehr ich mich auf mein Zuhause in Berlin, auf meine Familie und Freunde freue, so sehr habe ich mich auch an meine Gastfamilie hier, meine täglichen Strandspaziergänge und Wochenendwanderungen, sowie Paddleboarding und Schnorchelgänge gewöhnt und das alles wird mir natürlich sehr fehlen. Doch ich nehme unvergessliche Erinnerungen, viele neue Ideen und Lebenserfahrung mit und das kann mir niemand mehr nehmen.

*Amélie hat sich für das USA Classic Programm mit der Zusatzoption »Staatenwahl« entschieden und konnte somit ein wenig mehr Einfluss darauf haben, wohin es sie in ihrem High School Jahr verschlägt.

Du möchtest noch mehr über Amélie erfahren und dir ein genaues Bild von ihrer Zeit auf Hawaii machen? Dann schau doch mal in ihrem Blog auf YouTube vorbei.


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