Daniel in Australien #13: Conception Day – Auf dem Campus ist die Hölle los

Daniel in Australien #13: Conception Day – Auf dem Campus ist die Hölle los

Wie ist eigentlich der Studentenalltag so in Sydney? Darüber hat Daniel bisher noch nicht berichtet – da wird es ja mal Zeit. Also was passiert an den australischen Unis und was hat es mit dem Conception Day auf sich?

Mitten im Semester bekommt man ja von den Dingen, die sich sonst so auf dem Campus abspielen, kaum etwas mit. Kostümpartys, Sportfeste, Tage der offenen Tür etc. Keine Zeit. Ich sitze eingeschlossen im riesigen Studierzimmer mit etwa 20 anderen Studenten, die alle dicke, blaue Ringe unter den Augen haben. Kein Wunder, denn schließlich haben wir uns gestern erst gegen halb zwölf am Abend verabschiedet und sitzen jetzt, um neun Uhr morgens, schon wieder über den Unterlagen. Noch zwei Tage, dann muss die Hausarbeit fertig sein.

Pseudoferien und der Conception Day

Schreibtisch mit UniutensilienDanach sind zwei Wochen »Ferien«. Wir Studenten nennen es so, aber die Dozenten sagen immer: »It is only a study break, guys.« Aber wir sind ja nicht zum Spaß hier. Wie auch immer, die Hausarbeit muss fertig werden, denn – und das muss man der Uni und den organisierenden Teams hier echt lassen – wer viel studiert, darf auch manchmal feiern. Also gibt es am letzten Tag vor der zweiwöchigen Pause den Conception Day.

Das ist quasi wie ein Musikfestival. Drei Bühnen werden auf dem Campus aufgebaut, auf denen verschiedene Bands spielen. Dazu eine ganze Menge Imbiss-Buden mit Hotdogs, Döner, Pommes und asiatischem Essen. Bierstände dürfen natürlich auch nicht fehlen.

So viele Studenten gibt es hier wirklich?

Zum weiteren Vergnügen der Gäste gibt es einen Autoscooter und andere lustige Dinge, die man in Deutschland nur auf dem Jahrmarkt oder in einem Freizeitpark finden würde. Und – ganz wichtig – viele, viele Toilettenhäuschen.

Bühne für die Künstler auf dem CampusIn diesem Jahr waren, laut Organisationsteam, etwa 12.000 Gäste dort. An der Uni studieren insgesamt etwa 40.000 Studenten, aber so voll habe ich den Campus in meiner ganzen Zeit noch nie gesehen. Neben wirklich guten Rockbands traten auf den Bühnen auch Cheerleader und Tanzgruppen auf. Eben das, was sich Studenten gerne anschauen, wenn sie gemütlich im Gras in der Sonne sitzen und relaxen.

Direkt auf den Conception Day folgten dann unsere »Ferien«, die folgendermaßen aussahen: Recherche für die Hausarbeiten nach den Ferien, Vorbereitung von Präsentationen, Gruppentreffen, Brainstormings und die Hälfte der Zeit im Studierzimmer. Natürlich habe ich mir auch ein bisschen Freizeit gegönnt. Ein Tagestrip ging in die Blue Mountains.

Es nützt ja alles nichts…

Karussell auf dem Campus von Daniel UniJedenfalls könnte ich gleich nach den »Ferien« direkt wieder einen Conception Day brauchen. Nur so zur Motivation, dass es weiter geht. Stattdessen pushe ich mich mit dem Gedanken, dass es nur noch sechs Wochen sind. Sechs Wochen lernen und lesen, sechs Wochen Vorlesungen und Präsentationen, sechs Wochen viel Arbeit und wenig Schlaf, sechs Wochen Blut und Schweiß.

Aber es ist gut so. Denn schließlich bin ich dafür hier. Und auf der anderen Seite habe ich hier so viele unterschiedliche und interessante Menschen aus allen Ländern der Welt kennengelernt. Du siehst also. Das Studentenleben in Sydney ist sehr vielseitig. Anstrengend, aber auch sehr spannend und aufregend. Und wer sich richtig reinhängt, hat auch eine Pause verdient. Bei einer internationalen Party mit Freunden von »all over the world«.

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