Am 11. Juni beginnt im südafrikanischen Johannesburg die Fußballweltmeisterschaft 2010 und wird die Republik am Kap der Guten Hoffnung in den Mittelpunkt des weltweiten medialen Interesses rücken. Das Land will sich als Gastgeber von seiner besten Seite präsentieren, hat zugleich aber immer noch mit einer ganzen Reihe innenpolitischer und sozialer Probleme zu kämpfen.

Weltneugier - Landesflagge Südafrika
Was wissen wir über Südafrika? Versuchen wir zunächst, uns dem Land über seine jüngere Geschichte zu nähern. Mit dem Ende der Apartheid und den ersten freien Wahlen im April 1994 begann für das Land eine fast beispiellose Erfolgsgeschichte, in deren Rahmen man von einem international geächteten Unrechtsstaat zur weltweit bewunderten Rainbow Nation aufstieg. Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu brachte die an diese Wahl gekoppelten Hoffnungen im Begriff der Regenbogennation auf den Punkt: Ein harmonisches Miteinander der verschiedenen Ethnien, Kulturen und Stämme, welches für die Aufarbeitung und Wiedergutmachung des historischen Unrechts stehen sollte.

Und tatsächlich, mit Nelson Mandela, Symbolfigur der Antiapartheidbewegung, trat ein Präsident an, der das schwere Erbe der Vergangenheit in Angriff nahm und den ehemaligen Unterdrückern die Hand zur Versöhnung reichte. Völlig zu Recht war man Stolz darauf, dass die Apartheid ohne gewaltsamen Umsturz abgeschafft wurde.

Nun steht Südafrika also wieder im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit und seit den Wahlen 1994 hat sich einiges verändert: Nelson Mandela und Desmond Tutu erhielten den Friedensnobelpreis, aufgrund seiner Wirtschaftskraft besitzt das Land inzwischen den Status einer Regionalmacht im südlichen Afrika; gleichzeitig ist jedoch auch der ursprüngliche Glanz des Regenbogens verblasst. Eine hohe Kriminalitätsrate, wachsende soziale Ungleichheit, AIDS – und seit einigen Jahren leider auch eine wieder aufkeimende Fremdenfeindlichkeit. Um das Image des „neuen Südafrikas“ scheint es derzeit also nicht allzu gut bestellt.

Gerade deshalb liegen große Hoffnungen auf dem sportlichen Großereignis. Neben dem Imagegewinn und wirtschaftlichem Profit betonen die Veranstalter vor allem die Hoffnung auf eine Stärkung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts. In die berechtigte Vorfreude und Euphorie mischen sich jedoch auch immer wieder kritische Stimmen. Beiden Perspektiven möchten wir mit unserer Themenwoche Südafrika einen Platz einräumen, vor allem aber die Gelegenheit nutzen, einen kleinen Teil der Vielfalt eines der weltweit schönsten Länder zu erkunden.

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Erkundet und berichtet von: Redaktion

Teil eines großen Ganzen, das es in kleinen, vor allem aber neugierigen Schritten zu erkunden gilt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger

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3 Kommentare


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    [...] Es ist hier! Die Weltneugier wird sich diesem Themenkomplex in den nächsten Tagen mit einer mehrteiligen Artikelserie nähern und das WM-Turnier zum Anlass nehmen, verschiedene Aspekte Südafrikas, seiner jüngeren [...]

  2. avatar

    [...] akustisch wesentlich mehr zu bieten hat, zeigt die vorliegende CD , die wir heute im Rahmen der Themenwochen Südafrika vorstellen [...]

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    [...] wir hier einen Hinweis auf eine Aktion des Webportals einbauen könnten. Da wir im Rahmen unserer Themenwochen zu Südafrika und der Fußball-WM 2010 schon öfters kooperiert haben, kommen wir diesem Wunsch natürlich gerne [...]


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