Tokyo ist nicht zuletzt seit Sophia Coppolas Lost in Translation für viele der Inbegriff von Kulturschock und ein faszinierendes Reiseziel. Jedes Jahr kommen viele Backpacker zum Studieren, Leben und Arbeiten in die japanische Hauptstadt. Obwohl Tokyo auch 2009 wieder zur teuersten Stadt der Welt erklärt worden ist, gibt es natürlich auch hier Möglichkeiten, die Kosten für Unterkunft, Restaurants, Bars und Clubs in Grenzen zu halten.

In Japan findet man günstige Unterkunft nicht nur in Schließfächern und Stundenhotels. Man kann sich auch ein Tokyo Hostel suchen, in dem man für einige Tage oder längerfristig günstig übernachten kann. Die Hostels sind meistens hochmodern ausgestattet und bieten WLAN-Internet, Kochgelegenheiten zum Selbstversorgen, Waschsalons und natürlich eine Menge Reiseinformation über Tokyo.


Die besten Hostels in Tokyo

Das Top Hostel Ks’ House Tokyo liegt im Tempelviertel Asakusa und bietet neben Selbstversorgerküche auch englischsprachige Zeitungen, sowie kostenlosen Tee und Kaffee im Aufenthaltsraum. Das Asakusa Roykan Toukaisou Hostel verfügt ebenfalls über alle Ausstattung, die das Leben eines Reisenden einfacher machen. Im Stadtviertel Asakusa geht es ein wenig ruhiger zu als in Shibuya und Shinjuku, und es ist weniger touristisch, so dass man die japanische Alltagskultur voll und ganz zu spüren bekommt. Und dank der unglaublich zuverlässigen und schnellen öffentlichen  Verkehrsmittel ist man in 20-25 Minuten in allen wichtigen Vierteln, wie dem Einkaufs- und Ausgehviertel Shibuya, dem Geschäftsviertel Shinjuku und dem bei Ausländern zum Ausgehen besonders beliebten Roppongi.

Szeneviertel Shibuya – Reizüberflutung vorprogrammiert

Das Ausgehviertel Shibuya lässt sich hervorragend zu Fuß aus vom Bahnhof Shibuya Station aus erkunden. Wenn man gleich den Ausgang Hachiko nimmt, findet man auch gleich einen der beliebtesten Treffpunkte in Tokyo: die Statue des Hundes Hachiko. Zu Füßen der gigantischen Videoleinwand und des Q-Front-Gebäudes sieht man auch gleich die berühmte Fußgängerkreuzung, die Sinnbild für die Hektik der japanischen Hauptstadt geworden ist. Hier wuseln bei Grün die Fußgänger aus 5 Richtungen.

Die Auswahl an Konsumtempeln ist in diesem Teil von Tokyo schier unbegrenzt: Shibuya 109, Tokyu, Parco, Seibu sind nur ein paar der Namen. Die berühmtestes Einkaufsmeile Japans, Center Gai, fängt auch am Bahnhof Shibuya an, und man bekommt das Gefühl, dass Jugendkultur hier erfunden worden ist. Nachts öffnen hier tausende von Karaoke-Bars, Clubs, Bars und Restaurants ihre Pforten.

Günstige Restaurants in Shibuya

Wenn man nach dem vielen Herumlaufen auf einmal vom Hunger gepackt wird gibt es an jeder Ecke Fastfood in allen erdenklichen Variationen: Shabu Shabu Imbisse (eine Art Fondue) oder Okonomiyaki Restaurants (Brat-Büffets) sind in Tokyo besonders beliebt. Gegen Abend empfehlen wir einen Besuch in einer Izakaya, der japanischen Idee von Kneipe, die man überall findet. Es gibt immer eine Speisekarte und oft wird es ungern gesehen, wenn man sich nur auf das Trinken beschränkt. Die Plätze werden auch von der Bedienung zugewiesen, manchmal gilt es sogar auch Schuhe ausziehen. Die Ketten Watami und Uotami sind günstig und qualitätsmäßig zuverlässig. Wer ein bisschen weitersuchen möchte, sollte sich zur Nonbei-yokochō, einer kleinen Seitenstraße nördlich des Bahnhofs voller Bars und Kneipen begeben.

Empfehlen können wir außerdem Bistro 35 Steps (im Kellergeschoss, B1, Shibuya City Hotel, 1-1 Shibuya) und Tengu (B1, 25-3 Udagawa-cho, in einer Seitenstraße zwischen Center-Gai und Inokashira-dori). Tengu gehört auch zu einer beliebten Izakaya-Kette, aber anders als bei den restlichen Filialen ist die Speisekarte hier auch auf Englisch.

Die besten Bars und Clubs in Tokyo

Tanzen gehen ist in Tokyo leider kein allzu günstiges Vergnügen. Gerade an der Center-Gai befinden sich viele Clubs in mehreren Stockwerken. Oft zahlt man einen Eintrittspreis und es gilt das Prinzip nomi hodai (all-you-can-drink nach). Ein berühmter Club in Shibuya ist Womb (2-16 Maruyama-cho, Tokyo 150-0033) und veranstaltet vor allem House, Drum & Bass und Techno-Events. Der Eintritt kostet gut 3500 Yen Eintritt, die Getränke kosten extra und fangen bei 500 Yen an.

Ein kleines Juwel im Tokyoer Nachtleben ist CoZmos Bar & Cafe (1-6-3 Shibuya, Tokyo 150-0002). Hier gibt es Live-Musik und Ausstellungen und das alles in schummerig beleuchteter Atmosphäre. Speisen und Getränke sind eher westlich orientiert. Das Crocodile (B1 New Sekiguchi Bldg) 6-18-8 Jingumae Tokyo 150-0001) bietet jeden Abend Live Musik mit internationalen und nationalen Bands, von 80ies über Rockabilly bis Salsa ist alles dabei und regelmäßig findet hier auch ein Comedy Club statt. Eintritt ab 2000 Yen.

Einmal Karaoke muss bei einem Tokyo-Aufenthalt drin sein. Karaoke scheint eine der beliebtesten Feierabendbeschäftigungen zu sein, egal ob mit Freunden oder Kollegen. Das tolle ist, man kann hier kleine Zimmer mieten (Karaokebox), so dass die Zahl der Leute, vor denen man sich blamiert, in Grenzen hält. In der Shibuya-Filale der Kette Karaoke-Kan (30-8 Udagawa-cho ) wurde in den Zimmern 601 und 602 eine Szene aus Lost in Translation gedreht.

Bild: Danke an hitthatswicht, nicolacassa

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Erkundet und berichtet von: Gastautor

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