Einblicke in das Leben der echten Kiwis: Interview mit Jelena Handtmann

26
Jul

Ein Gespräch mit Work & Travel-Teilnehmerin Jelena Handtmann über das abwechslungsreiche Backpackerleben in Neuseeland

Stepin: Jelena, du bist mit uns ans andere Ende der Welt gereist und hast dort an dem Programmklassiker »Work & Travel« teilgenommen. Wie kam es zur Entscheidung für den Aufenthalt und wieso gerade Neuseeland?

Jelena: Meine Entscheidung  nach Neuseeland zu gehen, fiel schon während meiner Schulzeit. Und nachdem ich das Abitur erworben habe, ging’s los! Ich wollte nach Beendigung der Schule einfach mal etwas anderes erleben, das Lernen hinter mir lassen  und für eine gewisse Zeit, den stressigen deutschen Lebensalltag vergessen. An Neuseeland reizte mich die geringe Bevölkerungszahl, die unendliche und abwechslungsreiche Natur, die durch ihre Unberührtheit beeindruckt! Außerdem fand ich es interessant einmal mit  einer anderen Kultur, die der Maori, in Kontakt zu kommen.Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der Welt

Ohne Moos nix los. Davon können viele Backpacker ein Lied singen. Natürlich will jeder so viel wie möglich vom Land sehen. Aber dafür gilt es, die eigene Reisekasse zu füllen. Wie hast du diese Aufgabe gelöst?

Ich habe während meiner Zeit zwei Jobs ausgeübt. Zum einen habe ich in einer Kunstgalerie auf der Coromandel Peninsula gearbeitet und zum anderen war ich als Pizzabäckerin und Haushaltshilfe in einem Hotel auf der Südinsel mit angeschlossener Bar tätig! Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Beim ersten Job bin ich besonders viel mit Touristen aus Europa in Kontakt gekommen. Bei meinem zweiten Job habe ich zahlreiche Einblicke in das Leben der echten Kiwis bekommen. Natürlich hat mir die Arbeit auch bei der Finanzierung meiner Reise geholfen, dennoch bin ich wirklich dankbar, dass ich all diese Erfahrungen sammeln durfte und würde es jederzeit wieder so machen. Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der Welt

Wo bist du in Neuseeland untergekommen? Hast du für zukünftige Backpacker ein paar Tipps auf Lager?

Ich habe in Neuseeland die unterschiedlichsten Unterbringungen genutzt: Hostels, Holiday Parks, Wwoofing-Familien, Campingbusse…um nur einige der zahlreichen Möglichkeiten zu nennen! Meine Empfehlung ist es so viel wie möglich in den Kontakt mit Einheimischen zu treten. So kann man am besten Land und Leute kennen- und lieben lernen. Besonders gut hat mir das Konzept des Wwoofens (kurz für: Willing Workers on Organic Farms) gefallen. Man arbeitet für einige Stunden auf ausgewählten Bauernhöfen (Wwoofing) und erhält im Gegenzug freie Kost und Logis. Hier ist eigentlich immer eine helfende Hand willkommen und nebenbei schont es noch die Reisekasse! Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der WeltSicherlich hast du tolle Erfahrungen gemacht und viel erlebt und gesehen. Wo bist du überall gewesen? Was ist dein persönliches Highlight, an das du dich sicherlich auch in mehreren Jahren noch gern zurück erinnern wirst?

Wo soll ich da anfangen…Ich habe die Nord- und Südinsel sowie Stewart Island bereist. Ich bin an unzählige, abgelegene und wunderschöne Orte gekommen. Highlights gab es dabei viele aber die Übernachtungstour auf dem »Doubtful Sound« inmitten von einzigartiger Natur werde ich sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der Welt

An deiner Biographie fällt auf, dass du auch schon vor deiner Reise nach Neuseeland ein Weltenbummler warst. Während deiner Schulzeit bist du mit uns für ein Jahr an eine amerikanische High School gegangen. Wie würdest du rückblickend das (Schul-)Leben auf der anderen Seite des Atlantiks beschreiben?

Ich verbrachte mein High School Jahr an der Twin Lakes High School in Monticello, Indiana. Der Schulalltag stellte sich recht schnell ein. Am Anfang des Schuljahres wählte ich die Fächer (u.a. Englisch, Chor, Politik, Wirtschaft oder auch »Current Issues«). Der Unterrichtstag begann täglich um 8.10 Uhr mit der »Pledge of Allegiance« und endete um 15.15 Uhr mit den »Daily School Announcements«. Danach konnte man nach Belieben an den von der Schule angebotenen Sportarten teilnehmen. Ich beteiligte mich an zahlreichen außerschulischen Aktivitäten wie dem »French Club«. Mir gefiel besonders der »School Spirit«, der den Zusammenhalt und die Begeisterungsfähigkeit der einzelnen Schüler widerspiegelte. Das Leben in der Gastfamilie war von Anfang an sehr schön und abwechslungsreich. Meine Gastfamilie bestand aus einer Person, hinzu kam meine Gastschwester aus Moldawien, die so wie ich ein Auslandsjahr in den USA verbrachte. Mit meiner Gastmutter, einer Grundschullehrerin, verstand ich mich auf Anhieb und wir haben auch heute noch regelmäßigen Kontakt. Mit meiner Gastschwester ging ich durch Höhen und Tiefen. Für uns beide war es eine völlig neue Situation. Sie wuchs als Einzelkind auf und ich mit älteren Brüdern. Ich kann auf jeden Fall von meiner Seite sagen, dass ich viel von unserem Miteinander gelernt habe!Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der Welt

Last but not least, nun zum Hier und Jetzt. Du wirst im August bei uns eine Ausbildung zur Kauffrau Bürokommunikation absolvieren. Wie kam es zu dieser für uns sehr positiven Entscheidung?

Nach dem Abitur stand für mich fest, dass ich erst einmal etwas Praktisches machen möchte und so entschied ich mich für eine Ausbildung zur Bürokauffrau, da die Aufgabenbereiche sehr vielseitig sind. Außerdem lernt man, was hinter den Kulissen in einem Unternehmen von Bedeutung  ist. Ich habe mich für Stepin entschieden, weil ich das Unternehmen mit seinen Arbeitsgebieten interessant finde und da ich selber zahlreiche positive Auslandserfahrungen sammeln durfte, freut es mich umso mehr, nun anderen Menschen dabei behilflich sein zu können, eine Zeit im Ausland zu verbringen!Work and Travel Neuseeland: Jelena Handtmann am anderen Ende der Welt

Jelena, vielen Dank fürs Gespräch. Und herzlich willkommen in unserem Team!

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