Mit dem heutigen Welternährungstag soll daran erinnert werden, dass weltweit immer noch ca. 1 Milliarde Menschen Hunger leiden und täglich ca. 30.000 Menschen an den Folgen von Unter- oder Mangelernährung sterben. Die Wahl auf den 16. Oktober geht dabei auf das Jahr 1945 zurück, in welchem die UNO die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation Food and Agriculture Organization (FAO) mit dem Ziel gründete, die weltweite Ernährung zu sichern. Seit 1979 wird der Welternährungs- bzw. Welthungertag in verschiedenen Ländern mit offiziellen Kongressen begangen, die sich mit den Themen Welthunger und Ernährungssicherung auseinandersetzen.
Blog Action Day 2011 – #Food
Auch der diesjährige Blog Action Day widmet sich dem Thema Nahrung/Hunger und die Initiatoren haben die weltweite Blogger-Community dazu aufgerufen, entsprechende Artikel zu verfassen. Diesem Aufruf kommen wir natürlich gerne nach und werfen einen kurzen Blick auf die aktuelle Situation auf dem afrikanischen Kontinent, der zugleich Anlass für eine neue Themenwoche auf der Weltneugier sein soll.

Die ewige Krisenregion – das Horn von Afrika
Eine der diesbezüglich am stärksten betroffenen Regionen ist das Horn von Afrika, wo auch drei Jahre nach der großen Ernährungskrise von 2008 immer noch 13,3 Millionen Menschen hungern. Die Gründe für diese Entwicklung gründen in erster Linie auf einer folgenreichen Kombination von Dürre, hohen Lebensmittelpreisen und verschiedenen ethnischen bzw. militärischen Konflikten in diesem Gebiet. Fatale Konsequenz dieser Entwicklung: Zahlreiche Bauern und Hirten in diesem Landstrich sind kaum noch in der Lage, Nahrung und Lebensmittel zu kaufen bzw. zu produzieren.
Private Investitionen führen zu Armut und Hunger
Eine weitere – in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings kaum beachtete – Ursache ist im großflächigen Ankauf von Ackerland durch ausländische Investoren bzw. Großkonzerne zu sehen, die auf den erworbenen Landflächen Energie- oder Nahrungspflanzen anbauen wollen. So sollen 2009 auf diese Weise 45 Millionen Hektar Land den Besitzer gewechselt haben, wobei diesbezüglich nur ungefähre Zahlen vorliegen. Auch die Weltbank erklärt, dass sie große Schwierigkeiten habe, diesbezüglich an verlässliche Informationen zu gelangen und sich für ihren Bericht im September 2010 auf die höchst brisanten Zahlen und Daten der NGO Grain beziehen musste. Zwar formulierte man in diesem Bericht den Appell, den Landraub in Afrika zu stoppen, jedoch darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben die Weltbank noch 2008 die Ansicht vertrat, dass externe Kapitalzuflüsse und insbesondere private Investitionen die Entwicklung eine wirksame Maßnahme zum Kampf gegen die Armut und den Hunger in diesen Regionen darstellten. Demzufolge kommt der International Finance Corporation (IFC) der Weltbank eine tragende Rolle bei der Förderung bzw. Finanzierung solcher Geschäfte zu. Die aktuelle Entwicklung am Horn von Afrika deutet allerdings eine ganz andere Entwicklung an.
Ankündigung einer neuen Weltneugier-Themenwoche
Wir wollen es an dieser Stelle bei dem Hinweis belassen, werden dieses Thema im Rahmen der Themenwoche „Landraub in Afrika“ in den kommenden Wochen aufgreifen und ausführlich behandeln.





