Erfahrungen der Wirtschaft
IKEA

Gute Noten reichen heute nicht mehr aus, um Personalchefs wirklich zu überzeugen. Soft Skills wie Teamfähigkeit und interkulturelle Kompetenz hingegen werden immer wichtiger. Wir sprachen mit Beate Mini, Managerin Succession & Recruitment bei IKEA Deutschland, über die Möglichkeiten, die sich jungen Bewerbern in einem internationalen Unternehmen bieten – und die Anforderungen, die an sie gestellt werden. Die Personal-Fachfrau weiß aus eigener Erfahrung, wie viel ein Auslandsaufenthalt bringen kann: Sie ist in Syrien und Ägypten aufgewachsen, hat dort schon früh erfahren, was es bedeutet, in einer internationalen Umgebung zu leben und sich flexibel auf die verschiedensten Situationen und Menschen einzustellen.

Stepin: Wie wichtig ist Auslandserfahrung für eine Karriere bei IKEA?

Beate Mini: Ein Auslandsaufenthalt – besonders in jungen Jahren – bildet die Persönlichkeit, stärkt selbstständiges Handeln, Offenheit und Toleranz sowie die Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen. Und das ist uns bei IKEA sehr wichtig. Wir rekrutieren nicht nach Studiengängen und Einser-Abschlüssen, sondern nach Persönlichkeit. Wer hier überzeugen kann, hat in unserem Unternehmen sehr gute Chancen auf eine Karriere im In- und Ausland. Wir setzen voraus, dass der Bewerber sich gut auf Englisch verständigen kann, weitere Fremdsprachen sind von Vorteil.

Stepin: Sind interkulturelle Kompetenzen auch für eine Tätigkeit im Inland von Vorteil?

Beate Mini: Bei IKEA leben wir Vielfalt. Das spiegelt sich auch in der Mitarbeiterstruktur wider. Wir beschäftigen bei IKEA Deutschland Mitarbeiter aus 92 Nationen. Das stellt an Führungskräfte ganz besondere Anforderungen. Wer bereits im Ausland gelebt hat, kann erfahrungsgemäß mit dieser Herausforderung besser umgehen, als jemand, der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat.

Stepin: Welche Karrierechancen bietet IKEA Mitarbeitern, die gerne im Ausland arbeiten möchten?

Beate Mini: Als international aufgestelltes, grenzüberschreitendes Unternehmen bietet IKEA seinen Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten, im Ausland tätig zu sein. Ein Beispiel: Unser neues ›Backpacker‹-Programm bietet 200 potenziellen IKEA-Führungskräften aus der ganzen Welt die Möglichkeit, je sechs Monate in zwei verschiedenen Ländern zu arbeiten. Dabei lernen sie unterschiedliche Tätigkeitsbereiche kennen. Interessant ist auch unsere internationale Stellenbörse: Hier finden sich die Jobs, die IKEA in aller Welt anbietet.

Stepin: Was würden Sie jungen Menschen in punkto Berufswahl raten?

Beate Mini: Sie sollen vor allem auf ihr Herz hören und sich für eine Tätigkeit entscheiden, zu der sie einen persönlichen Bezug haben, bei der sie ihre Stärken und ihre Leidenschaft einbringen können. Dazu müssen sie sich kritisch hinterfragen und auf die schwierigen Fragen: ›Wer bin ich, was kann ich, was will ich‹ Antworten finden.

Beate Mini, IKEA

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