G8: Trotz Schulzeitverkürzung ins Ausland?
Was zählt, ist die persönliche Entwicklung
Lust hätte ich schon, aber soll ich das wirklich tun? Die Entscheidung, alles Vertraute – Familie, Freunde und Schule – zurückzulassen und als Austauschschüler in ein anderes Land zu gehen, war schon immer ein mutiger Schritt. Die Schulzeitverkürzung (G8), die in Deutschland gerade umgesetzt wird, sorgt jetzt leider für zusätzliche Verunsicherung. Wir von Stepin möchten ausdrücklich dazu ermuntern, die »geschenkte« Lebenszeit (G8 statt G9) – unabhängig von allen Anerkennungsfragen – zu nutzen und in die persönliche Entwicklung zu investieren. Ein Schulbesuch im Ausland lohnt sich sehr. Und das unter vielerlei Gesichtspunkten.
In unseren Gesprächen mit Eltern und Schülern werden wir immer wieder gefragt, ob sich denn die Schulnoten verbessern. Die Antwort ist ja – aber das ist eigentlich erst der letzte Aspekt, eine Folge der Auslandserfahrung. Wichtiger ist, dass man selbstständiger wird, die Persönlichkeit weiterentwickelt und Kommunikationsfähigkeit lernt. In der Gastfamilie, an der neuen Schule, bei Freizeitaktivitäten und auf Reisen, überall ist eine aktive, offene Haltung gefragt.
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Ein großes Lernangebot
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Mit anderen Menschen in einem anderen Land mit einer anderen Kultur zu leben ist spannend. Vieles, was einem bislang selbstverständlich erschien, wird plötzlich relativiert: Das kann man auch alles ganz anders sehen und machen. Dazu gehört auch die besondere Schulerfahrung. In den meisten Ländern nimmt Schule einen breiteren Raum im Leben der Mädchen und Jungen ein, wird oft positiver gesehen als in Deutschland. Vom viel beschworenen High School Spirit über ein breites, oft sehr praxisnahes Fächerangebot bis hin zu neuen sportlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten gibt es jede Menge zu entdecken. Viele Austauschschüler berichten auch, dass sie im Ausland die Möglichkeit hatten, Dinge auszuprobieren, die ihnen bei der beruflichen Orientierung sehr geholfen haben.
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Bessere Leistungen nach der Rückkehr – das ist erwiesen
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So wundert es nicht, dass der Auslandsaufenthalt auch einen positiven Einfluss auf die Schulnoten hat. Die entsprechende Erfahrung von Lehrern ist inzwischen durch eine großangelegte Studie bestätigt worden. Interessanterweise verbessern die Austauschschüler nicht nur ihre Leistungen in Englisch, sondern auch in anderen zentralen Fächern. Dank des Auslandsaufenthaltes haben sie oft einen viel bewussteren Zugang zu schulischen Inhalten, sind motivierter und selbstbewusster. Auch ihre Selbsteinschätzung verbessert sich.
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Auch unter finanziellen Gesichtspunkten interessant
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Unabhängig von den nachhaltigen Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung in der Zeit des Erwachsenwerdens ist ein High School-Austauschjahr auch in finanzieller Hinsicht erste Wahl. Zu einem späteren Zeitpunkt, nach der Schule, gibt es keine Möglichkeit mehr, zu vergleichbaren Konditionen (10 Monate Schule und Unterbringung in einer Gastfamilie) ins Ausland zu gehen. Das geht praktisch nur mit Sprachschule oder Studium und ist dann deutlich kostspieliger.
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Welche Möglichkeiten gibt es?
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Schüler, die noch traditionell nach 13 Schuljahren ihr Abitur machen (G9), gehen üblicherweise während der 11. Klasse ins Ausland. Sie können sich ihr Austauschjahr – entsprechend den in ihrem Bundesland geltenden Richtlinien – anerkennen lassen und wieder in ihre Jahrgangsstufe einsteigen oder das Jahr »einschieben«. Schüler mit 12 Schuljahren bis zum Abitur (G8) haben zur Zeit folgende Möglichkeiten:
Austauschjahr während der 10. Klasse
Wer nach der 9. Klasse ins Ausland geht, kann sich seinen Auslandsaufenthalt anerkennen lassen, sofern das jeweilige Bundesland die bislang noch für G9 geltenden Versetzungsrichtlinien (d.h. Anerkennungsmöglichkeit für Klasse 11) sinngemäß auch auf G8 anwendet.
Austauschjahr zwischen Klasse 10 und 11
Wer will, kann sein Austauschjahr auch – unter Verzicht auf Anerkennung – als zusätzliches Schuljahr im Ausland zwischen der 10. und 11. Klasse »einschieben«.
Ein einjähriger Schüleraustausch gilt als »Klassiker«, da man im Gastland einen vollständigen Jahreszyklus kennen lernt. Gerade die zweite Hälfte des Aufenthalts, wenn man mit der Sprache vertraut ist und stabile Beziehungen aufgebaut hat, wird als sehr intensiv erlebt. Doch auch kürzere Austauschprogramme können – je nach Programm, Land und persönlicher Disposition – interessant sein und wertvolle Erfahrungen vermitteln.
Unser High School-Team stellt die verschiedenen Möglichkeiten gerne vor und berät Eltern und Austauschschüler im individuellen Gespräch.
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