High School in Spanien
Ich war mit Stepin 4½ Monate in Spanien, genauer gesagt in Don Benito, eine Kleinstadt in Extremadura. Natürlich war ich unheimlich nervös und gespannt auf meine Gastfamilie und alles was mich in Spanien erwarten sollte. Das 3-tägige Vorbereitungsseminar in Madrid mit anderen Austauschschülern hat viel Spaß gemacht, uns wurden Land, Leute und die Sprache näher gebracht.
Meine Gastfamilie bestand aus meiner Gastmutter und 2 Kindern. Das hört sich eher nach Kleinfamilie an, aber die meiste und vor allem auch schönste Zeit habe ich im großen Kreis verbracht: Meine Gastmutter hat 6 Geschwister, die alle mit ihren Familien in der Gegend wohnten. So hatten wir gemeinsam am Wochenende immer viel Spaß. Alle waren sehr hilfsbereit und offen, ich war nie „die Austauschschülerin“, sondern immer eine von ihnen. Natürlich gibt es Traditionen und Gewohnheiten, die einem seltsam erscheinen, aber ich habe gelernt, dass es am besten ist, unvoreingenommen an neue Sachen heran zu treten.
Heimweh hatte ich nie wirklich aber manchmal haben mir schon sehr meine Freunde gefehlt.
In der Schule fiel mir der Anfang nicht ganz so leicht. Zwar waren alle Lehrer immer hilfsbereit, jedoch war es etwas schwierig Anschluss zu finden, vor allem wegen der sprachlichen Barriere. Das hat sich mit der Zeit gelegt. Der Tagesablauf in Spanien ist grundsätzlich anders, so findet z.B. alles viel später statt und am Mittag wird natürlich eine Siesta gehalten.
Alles in Allem hat mich der Austausch in vielen Dingen weitergebracht: Ich beherrsche Spanisch fast ohne Probleme, habe liebenswerte Menschen kennen gelernt und auch vieles über mich selbst erfahren. Gerne wäre ich sogar noch länger geblieben!
Paula Gmähle
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