Peru - Rätsel um alte Kulturen
Viele mystische Geschichten ranken sich um das drittgrößte Land Südamerikas, allerorten geben alte Kultur und Spiritualität dem Besucher Anlass zum Nachdenken, das indianische Erbe hält unvergleichliche Entdeckungen bereit. Peru beherbergt eine der größten Artenvielfalten der Erde, weist über 53 Naturschutzgebiete auf und über 84 der 104 in der Welt existierenden Lebenszonen. Es unterteilt sich in drei Regionen: die mehr als 3.000 km lange Küste entlang des Pazifik mit traumhaften Stränden und fruchtbaren Tälern, der breite Andengürtel und das tropische Regenwaldgebiet des Amazonas, wo die größten Naturreserven liegen.
Eingerahmt von Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile breitet sich die Republik Peru auf einer Gesamtfläche von 1.285.220 Quadratkilometern aus, knapp 26,8 Millionen Einwohner leben hier, 90 Prozent davon sind Katholiken, 7 Prozent Protestanten. Die Hauptstadt ist Lima, es gibt 24 Departments und die verfassungsmäßige Provinz Callao.
Klima
In der Küstenregion regnet es kaum, auch wenn in den Monaten April bis Oktober häufig Nieselregen und Nebel aufzieht. In dieser Jahreszeit werden die Nächte recht kühl. Ideale Reisezeit sind die Sommermonate von Dezember bis März. Unbedingt an Sonnenschutz und Hut denken! Die günstigste Reisezeit für’s Hochland ist von April bis Oktober, es regnet von November bis März. Warme Kleidung, feste Schuhe und Sonnenschutz werden hier das ganze Jahr über benötigt.
Land und Leute
Alte Kulturen, junge Bevölkerung – 66 Prozent der Peruaner sind jünger als 30 Jahre und nur 7 Prozent älter als 65! Davon können wir nur träumen. Peru war immer ein Ort unterschiedlicher Rassen und Kulturen. Die Urbevölkerung mischte sich mit den Spaniern, später kamen afroamerikanische, asiatische und europäische Einwanderer hinzu. Ihren Lebensunterhalt verdienen sich viele Familien mit dem Verkauf von Töpferwaren, handgefertigten Silber- und Schmuckwaren sowie Textilien auf den regionalen Märkten. Ihre Traditionen pflegen sie mit folkloristischer Musik, die es ja auch bis zu uns geschafft hat.
Sehenswürdigkeiten
Im Südosten der peruanischen Anden liegt das Hauptreiseziel der meisten Besucher, die heilige Stadt Cuzco, von den Inkas „Haus und Heim der Götter“ genannt. In der Zeit vor der Kolonisierung war Cuzco Hauptstadt eines der größten Imperien: Tawantinsuyo. „Qosqo“ bedeutet in der Quechua-Sprache "Nabel der Welt", und sie wurde so genannt aufgrund des verzweigten Wegenetzes, das von Cuzco aus fast ganz Südamerika durchzog, von Südkolumbien bis Nordargentinien.
Nordwestlich von Cuzco, etwa 3 Stunden Zugfahrt oder 30 Minuten mit dem Hubschrauber entfernt liegt die Hauptattraktion, das einzigartige Machu Picchu. Auf dem weitläufigen Gelände der alten Inka-Wehrstatt, inmitten des Regenwaldes auf einem Berggipfel errichtet, können die mit großer Perfektion angelegten Tempel, Gebäude, Plätze und Wasserkanäle bestaunt werden.
Ebenso mystisch und geheimnisvoll sind die schnurgeraden „Linien von Nazca“, die, so wird vermutet, vor über 2000 Jahren Indianer in die trockene Kruste der Wüste „gekratzt“ haben.
Essen und Trinken
Die typischen Peruanischen Gerichte sind delikat und regional unterschiedlich variiert. An der Küste serviert man naturgemäß Fisch, mariniert in Zitrone, Chili und Zwiebeln, oft kalt serviert mit gekochten Kartoffeln. Beliebt ist auch eine nur leicht scharfe Nudel-Suppe mit Fleisch, Ei, Milch und Gemüse.
Sprache
Amtssprache in Peru ist Spanisch, allerdings werden auch Quechua, Aymara und andere Indiosprachen anerkannt.
Wirtschaft
Der Tourismus nimmt auch in Peru eine immer stärkere Position ein. Weitere Einnahmequellen sind der Export von Gold, Silber, Kupfer, Blei und Zink sowie Baumwolle, Fischmehl und Guanodünger. Die Peruanische Währung ist der Nuevo Sol.
Feiertage
Nationalfeiertag ist der Unabhängigkeitstag am 28.07. Inti Raymi, das größte Inka-Festival mit spektakulären Paraden und Tänzen wird am 24.06. Zelebriert. Hinzu kommen die Feiertage der katholischen Kirche.
Hinweis
Bei Reisen nach Lateinamerika sollte beachtet werden, dass die Kriminalitätsrate in den meisten Ländern ziemlich hoch ist. Gerade in den großen Städten ist es als Alleinreisender wichtig, sich vorsichtig zu verhalten. Weitere Informationen sowie aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.




