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Italien - Länderinfos

Italien liegt im Süden von Europa und hat eine Bevölkerungsgröße von ca. 58 Millionen Menschen. Die Hauptstadt des Landes ist Rom, die Regierungsform ist eine Republik.
Schon seit der Antike ist Italien ein bedeutendes Zentrum in Europa mit Höhepunkt zu Zeiten des Römischen Reiches gewesen. Seit jeher hat das Land fasziniert und nicht nur die Phantasie von Dichtern und Komponisten angeregt. Auch gehört Italien zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Die berühmte Lebensweise des angeblichen Müßiggangs, des »dolce far niente«, verbunden mit atemberaubenden Landschaften und gutem Essen ist für jeden Besucher ein außergewöhnliches Erlebnis.


Über das Land

Italien ist ein geographisch vielfältiges Land. Dementsprechend unterschiedliche Klimaregionen kann man hier finden. In der Alpenregion sowie in den Höhenlagen der Apenninen herrscht Gebirgsklima. Besonders in den Alpen sind die Winter lang, kalt und schneereich, die Sommer frisch und dabei sonnig und kurz. Das Flachland südlich der Alpen, also Teile des Piemont, der Lombardei, des Veneto sowie der Emilia-Romagna haben ein gemäßigtes Klima mit kühlen, feuchten und teils nebelreichen Wintern und langen, warmen Sommern. Für Mittelitalien aber auch für den Süden und die italienischen Inseln gilt in der Regel kurze schneearme Winter und lange heiße Sommer, in denen im August durchaus auch die 40C⁰-Marke überschritten werden kann. Nicht ohne Grund ist während der Mittagszeit in Italien Siesta angesagt. Das heißt, Geschäfte, Kirchen und Fensterläden sind geschlossen, auf den Straßen ist Leere. Dies ändert sich schlagartig nach 16 Uhr. Dann knattern die Vespas durch die Straßen, auf den Plätzen und in den Bars sammeln sich die Menschen.

Die Italiener sind ein sehr kommunikatives Volk. Man redet viel miteinander, Familie und Freunde haben einen hohen Stellenwert.  Ob es nun die tägliche gemeinsame Mahlzeit am Abend ist oder das Treffen auf der Piazza, immer wird erzählt, gestikuliert, gelacht und auch gegessen. Die italienische Küche ist weltberühmt. Üblicherweise besteht ein italienisches Abendessen aus drei Gängen: Einem Nudelgericht, einem Hauptgericht aus Fleisch oder Fisch und der »dolce«, dem Nachtisch. Dabei sind Wein, Olivenöl und Gemüse ebenfalls wichtige Bestandteile einer guten italienischen Mahlzeit.

Wenn es möglich ist, fahren die Italiener am Wochenende ans Meer. Es gibt viele Sandstrände, angenehme Wassertemperaturen im Sommer und natürlich wieder gute Gelegenheit zum Reden und Kommunizieren. Ein ruhiges Plätzchen am Meer findet man an einem italienischen Wochenende eher nicht. Ebenfalls zu einem italienischen Sonntag gehört der Gang zur Kirche. In dem überwiegend katholischen Land ist dies keine Besonderheit. Der Papst wird mindestens genauso verehrt wie die erfolgreichen Fußballspieler der Lieblingsmannschaft. Italien ist eine Fußballnation. Aber auch der Autorennsport, die Formel 1, und der Radrennsport, die Giro d’Italia, finden begeisterte Anhänger.

Von allen Städten in Italien kann Rom, der Hauptstadt des Landes, wohl die meisten geschichtlichen Zeugnisse vorweisen. Die Geschichte der Stadt ist eng mit der Geschichte Italiens verbunden.

Das Forum Romanum zeigt auch heute noch den Reichtum und die Macht des einstigen römischen  Reiches. Aquädukte und Triumphbögen sind Zeugnisse für die bemerkenswerte Baukunst und Zivilisation während dieser Zeit. Die Katakomben geben einen Eindruck von der Christenverfolgung unter Kaiser Nero. Durch die gut erhaltenen Wandgemälde und die kunstvollen Mosaike ist auch heute noch das Leben der damaligen Zeit sehr detailliert nachvollziehbar. Der Staat in der Stadt, der Vatikan, mit Sitz des Papstes gehört untrennbar mit der Geschichte Italiens verbunden. Über Jahrhunderte hinweg hielten die Päpste in Rom das Geschick des Landes in ihren Händen, übten politische und klerikale Macht aus.

Die jüngere und politische Geschichte von Italien zeichnet sich vor allem durch eine hohe Inflationsrate und häufige Regierungswechsel aus. Italien gehörte zu den Gründerstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und stellte im Jahre 2001 seine Währung von Lira auf Euro um. Die wirtschaftliche Schere zwischen dem »reichen« Norditalien, wo Industrie und Handel ansässig sind (Turin, Mailand,) und dem »armen« Süditalien, das von Tourismus und Landwirtschaft lebt, ist ein großes Thema der italienischen Innenpolitik.

Berühmte Persönlichkeiten

Politik: Gaius Julius Caesar, Nero, Augustus, Lorenzo di Medici, Silvio Berlusconi

Kunst: Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael, Botticelli

Wissenschaft: Galileo Galilei

Musik: Guiseppe Verdi, Gioachino  Rossini, Adriano Celentano, Angelo Branduardi, Paolo Conte, Eros Ramazotti

Literatur und Film: Dante Alighieri, Giovannino Guareschi, Umberto Eco, Sophia Loren, Terence Hill

Sehenswürdigkeiten

Places to go

Rom: Forum Romanum, Vatikan mit Petersdom und der Sixtinischen Kapelle und das Kolosseum sind nur einige wenige der vielen Attraktionen, die Rom zu bieten hat. An jeder Ecke begegnet einem hier die italienische Geschichte.

Florenz: Wer sich für die Renaissance interessiert, findet in Florenz viele historische Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte der Medici, der wohl berühmtesten florentischen Familie ist hier begründet. In den Uffizien, dem bekanntesten Museum in Florenz, finden sich bedeutende Gemälde und Skulpturen vorwiegend italienischer Künstler wie Botticelli und Michelangelo.

Pisa: Hier steht wohl einer der berühmteste n Türme der Welt. Der Campo dei Miracoli ist sicherlich einen Besuch wert.

Toskana: Hier findet der Besucher die typischen Landschaften, die man mit Italien verbindet. Die Toskana ist ein berühmtes Weinbaugebiet. Die besten Rotweine stammen aus dieser Region.

Umbrien und Marken: Weitaus weniger besiedelt als die Toskana, zerklüftete Bergregionen, weite Hochplateaus (Piano Grande) und vergessene Bergdörfer begeistern nicht nur Naturliebhaber. Bergwanderer und Paraglider sind hier nicht selten zu sehen. Bekannteste Städte in Umbrien: Perugia und Assisi.

Pompeii: Die versunkene Stadt, die durch einen Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 v. Chr. völlig in Schutt und Asche gelegt wurde. Unter der Asche blieb vieles von den Straßen und Gebäuden erhalten und bietet einen einzigartigen Einblick in die italienische Welt dieser Zeit.

Sardinien und Sizilien: Beide Inseln zeigen den Besuchern ein ganz anderes Italienbild. Sardinien mit seinen traumhaften Stränden im Süden und Sizilien mit seinen fruchtbaren Regionen rund um den Ätna gehören dazu, wenn man Italien kennenlernen will.

Feiertage

  • Neujahr - 1. Januar (Capodanno)
  • Dreikönigsfest: - 6. Januar (Epifania)
  • Ostern: - variabler Feiertag (Pasqua)
  • Karfreitag - kein Feiertag
  • Fest der Befreiung (1945) - 25. April (Festa della liberazione)
  • Tag der Arbeit - 1. Mai (Festa del lavoro)
  • Tag der Republik - 2. Juni
  • Mariä Himmelfahrt - 15. August (Ascensione - Ferragosto)
  • Allerheiligen - 1. November (Ognissanti)
  • Mariä Empfängnis - 8. Dezember (Immacolata Concezione)
  • Weihnachten - 25. und 26. Dezember (Natale)

Wussten Sie schon, dass...?

… dass Leonardo da Vinci nicht nur der Schöpfer der »Mona Lisa« war? Er beschäftigte sich auch intensiv mit Flugapparaten, Taucheranzügen und Fahrrädern.

… dass man einen »Café« bestellen muss, wenn man in Italien einen Espresso haben will?

… dass in Italien Spaghetti nur mit der Gabel (und nicht mit Löffel und Gabel) gegessen werden?

… dass Michelangelo die Decke der Sixtinischen Kapelle im Liegen gemalt hat? Durch das ständige Zurücklehnen des Kopfes hatten sich seine Nackensehnen verkürzt, was auch Auswirkungen auf seine Sehfähigkeit hatte.

…dass die Pest im Mittelalter (14. Jahrhundert) beinahe ein Drittel der italienischen Bevölkerung tötete?

… dass Dante Aleghieri als Begründer der italienischen Sprache gilt?

… dass Galileo Galilei auch an der Erfindung des Thermometers beteiligt gewesen sein soll?

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